Gesünder arbeiten durch Gewerkschaften – Folge 48

Arbeit spielt im Leben der meisten von uns eine große Rolle. Aber wie bei so vielem anderen hat sich auch in diesem Bereich heutzutage ein immer stärkerer Optimierungswahn breit gemacht. Gesundheitliche Beschwerden durch Stress und Überbelastung sind häufig die Folge. Aber was können wir dagegen tun? Wie schaffen wir es, unsere Arbeit gesünder zu gestalten? Genau diesen Fragen wollen wir uns in dieser Folge widmen.

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[PM] GRÜNE JUGEND fordert Garantien zur Landtagswahl

Angesichts des 1. Mai fordert die GRÜNE JUGEND Niedersachsen die Einführung einer Jobgarantie sowie eine umlagefinanzierte Ausbildungsplatzgarantie zur anstehenden Landtagswahl. Für beide arbeitsmarktpolitischen Projekte setzt sich die Jugendorganisation von Bündnis 90/ Die Grünen im Landtagswahlprogramm der Grünen ein, welches am Dienstagvormittag vorgestellt wurde.

Dazu kommentiert Pia Scholten, Landessprecherin:

Bis heute wird häufig behauptet, dass Arbeitslosigkeit durch individuelles Fehlverhalten begründet sei. Dass Arbeitslosigkeit ein politisches Problem ist, wird ausgeblendet. Unfreiwillige Arbeitslosigkeit hat für Betroffene viele negative Konsequenzen. Das startet beim gesellschaftlichem Ansehen und endet bei Unsicherheiten, Zukunftsängsten sowie enormer psychischer Belastung. All diese individuellen und gesellschaftlichen Folgen zeigen: Das Beenden ungewollter Arbeitslosigkeit muss politisches Ziel sein. Davon sind wir weit entfernt!

In Deutschland kommen auf einen freien Arbeitsplatz drei Personen, die einen Job suchen . Das führt dazu, dass besonders im Niedriglohnsektor durch die Konkurrenzsituation ein enormer Preisdruck auf den Beschäftigten lastet. Wir fordern daher ein Modellprojekt für eine Jobgarantie. Konkret bekommen Arbeitssuchende dadurch einen Anspruch auf einen zum Mindestlohn bezahlten Job in der Kommune, in der sie leben, der sie in ihren Fähigkeiten stärkt. Wir wollen Menschen damit die Sicherheit geben, nie ungewollt in Arbeitslosigkeit zu rutschen!

Felix Hötker, Landessprecher ergänzend:

Wirtschaftsvertreter:innen klagen immer wieder über einen Fachkräftemangel in Niedersachsen. Dabei bilden nur noch gut 20 Prozent der Unternehmen selbst aus. Seit Jahren sind dadurch die Zahlen abgeschlossener Ausbildungsverträge in Niedersachsen rückläufig und viele junge Menschen bleiben ohne Ausbildungsplatz zurück. Das hat enorme psychische und soziale Folgen. Die Gefahr, ungelernt in ein prekäres Arbeitsverhältnis zu gelangen ist groß!

„Fachkräftemangel“ schreien und gleichzeitig nicht ausbilden – das passt nicht zusammen. Daher fordern wir eine umlagefinanzierte, betriebliche Ausbildungsplatzgarantie für Niedersachsen! Wir wollen die niedersächsischen Unternehmen aktiv in die Pflicht nehmen. Konkret fordern wir, dass alle Betriebe mit mindestens fünf Beschäftigten in einen Fond einzahlen. Aus diesem werden dann stufenweise betriebliche Ausbildungen finanziert. Nur so gelingt es uns, jungen Menschen, egal welcher Herkunft oder welches Bildungsabschlusses, eine echte Perspektive auf dem Arbeitsmarkt zu geben. Wir lassen nicht länger zu, dass die Zukunft junger Menschen abhängig vom Willen einzelner Unternehmen ist.

Für beide Projekte werden wir in den kommenden Monaten auch in der Grünen Partei kämpfen!

Sichtbarkeit in den Medien – Wem geben wir eine Bühne? Folge 48

Medien bestimmen in großem Maße die Themen, die für uns relevant erscheinen. Aber wodurch werden diese Themen eigentlich beeinflusst? Und wem wird in den Medien eine Bühne gegeben? Darüber sprechen wir in dieser Folge mit Lysander aus dem Bundesvorstand der Grünen Jugend.

 

IGELPOST am 18.04.2022

Diese Woche:

#stopptdenfossilenwahnsinn | Jährlich grüßt der Hass | Taktisches Wählen ist keine Lösung (mehr …)

IGELPOST am 11.04.2022

Diese Woche:

Wahl in Ungarn: Orban gewinnt erneut | Syrische Söldner | Gender Health Gap bei Endotikmetriose und Vaginismus (mehr …)

IGELPOST am 04.04.2022

Diese Woche:

RWE’s Umweltzerstörung | Tränengas gegen Frauen | Taiwan in Alarmbereitschaft (mehr …)

IGELPOST am 21.03.2022

Diese Woche:

Verkehrsministerium fordert ÖPNV Zuschuss | Klimaschutz der EU | Taiwan in Alarmbereitschaft (mehr …)

IGELPOST am 14.03.2022

Diese Woche:

Machtwechsel in Südkorea | Frauen und Jugendliche auf der Flucht | Jeder Tag ist 8. März! (mehr …)

GRÜNE JUGEND Niedersachsen kritisiert GroKo scharf wegen Fracking-Debatte

Nachdem der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil den Einsatz von Fracking zur Gewinnung zusätzlicher deutscher Gasmengen ins Spiel gebracht hat, kritisiert die GRÜNE JUGEND Niedersachsen diesen Vorstoß scharf.

Dazu kommentiert Felix Hötker, Landessprecher der GRÜNEN JUGEND:

Der menschenverachtende Angriff Russlands in der Ukraine hat gezeigt, wie wichtig es ist, sich von fossilen Abhängigkeiten zu lösen. Über 700 Millionen Euro verdient Russland allein pro Tag mit dem Export von Öl, Gas und Kohle. Mit diesem Geld finanziert Putin Völkerrechtsverletzungen. Jetzt auf Fracking zu setzen, ist jedoch ein klimapolitischer Wahnsinn. Fracking ist nicht nur mit deutlich mehr klimaschädlichen C02 Emissionen verbunden, sondern gefährdet durch Umweltverschmutzungen und Bodenerosionen konkret Menschen. Fracking kann schlichtweg keine sinnvolle Lösung auf dem Weg zur Energieunabhängigkeit sein!

Felix Hötker weiter:

Die vorangegangene Debatte um Flüssiggas-Terminals in Wilhelmshaven und Stade und die jetzige Debatte um Fracking sind reine Ablenkungsmanöver. Im Kern geht es der Großen Koalition darum, von der verpassten Energiewende dieser Regierung abzulenken. Diese verpasste Energiewende führt dazu, dass Niedersachsen u.a. von fossilen Energieträgern aus Russland abhängig ist. Was jetzt kurzfristig braucht ist die Diversifizierung von Energieträgern, wie den Ausbau von Biogas. Mittelfristig muss die Große Koalition bei der Energiewende ihren Klotz vom Bremspedal nehmen und die den Ausbau der Erneuerbaren und eine echte Wärmewende jetzt vorantreiben. Die Große Koalition muss hier endlich den Fokus setzen und aufhören, in der energiepolitischen Mottenkiste rumzuwühlen.

Hintergrund:

Seit Jahren kritisieren Umweltverbände, wie der BUND, die Förderung von Fracking-Gas aufgrund der klima- und umweltbedingten Schäden. Bislang lehnte die Niedersächsische Landesregierung den Einsatz von Fracking-Technologie in unkonventionellen Lagerstätten wie z.B. Schiefer- oder Tongestein ab. Nach einem Interview des Ministerpräsidenten, das am Donnerstag in Hannoverschen Allgemeinen Zeitung erschienen ist, scheint diese Haltung in Frage gestellt zu werden.

GRÜNE JUGEND Niedersachsen fordert die Landesregierung auf, Niedersachsen zum Sicheren Hafen zu machen

Die GRÜNE JUGEND Niedersachsen fordert die Landesregierung auf, Niedersachsen zum Sicheren Hafen zu machen. Seit vergangener Woche sind nach Schätzungen der Vereinten Nationen 500.000 Menschen aus der Ukraine geflohen und weitere werden folgen. Deutschland hat bereits Aufnahmebereitschaft signalisiert. Auch einzelne Bundesländer und Kommunen bereiten die Aufnahme von Schutzsuchenden aus der Ukraine vor.

Pia Scholten, Landessprecherin der GRÜNEN JUGEND kommentiert:

„Wir begrüßen sehr, dass sich die Europäische Union und Deutschland so schnell bewegten und Menschen hier schnell, gut und unbürokratisch unterbringen wollen. Es geht hier schließlich um das Grundrecht auf Asyl, um den Schutz vor Krieg, Gewalt und Verfolgung. Was aber nicht sein darf, ist, dass beispielsweise schwarze Menschen an der Ausreise aus den Kriegsgebieten in der Ukraine gehindert werden und währenddessen immer noch zehntausende Flüchtende auf dem Mittelmeer ertrinken.”

Pia Scholten weiter:

„Das führt uns aber zum Kern des Problems. Die Art und Weise, nach der entschieden wird, ob Menschen ihr Grundrecht auf Asyl zugestanden wird, hängt von der Hautfarbe ab. Der dahinterstehende Mechanismus ist hinlänglich bekannt und heißt Rassismus. Wir sahen in den letzten Tagen, was möglich ist, wenn der politische Wille da ist. Wir fordern als GRÜNE JUGEND Niedersachsen, dass Niedersachsen sich zum Sicheren Hafen erklärt und unabhängig eines Krieges in Europa oder anderswo dafür ausspricht, Flüchtende aus allen Teilen der Welt sicher aufzunehmen.“

Hintergrund:

Das Konzept “Sicherer Hafen” sieht vor, dass Kommunen oder Bundesländer, die sich als solcher definieren, sich bereiterklären, mehr Flüchtende als in entsprechenden Kontingenten vereinbart aufzunehmen. Zusätzlich sollen Sichere Häfen Bleibeperspektiven für Geflüchtete realisieren statt Abschiebungen fokussieren, sich zu einer dezentralen Unterbringung verpflichten und das Grundrecht auf Gesundheit konsequent durchsetzen.

Mach mit!

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