In Deutschland liegt die rechte AfD stabil über 10 % in den Umfragen, in Österreich reagiert die FPÖ seit Ende 2017 zusammen mit den Konservativen, in Italien regiert eine Koalition aus Populist*innen und Rechtsradikalen und auch in Osteuropa etwa in Ungarn oder Polen sind Rassismus, Antisemitismus und Homophobie an der Tagesordnung und in Machtpositionen vertreten. Bereits die letzte Wahl zum Europäischen Parlament 2014 wurde als „Rechtsruck“ und gesellschaftlicher Rollback bezeichnet. Doch viele Beobachter*innen erwarten bei der vom 23. – 26. Mai 2019 stattfindenden Wahl eine weitere Festigung der Macht der extremen Rechten Europas.

Welche Strategien verfolgt der Rechte Rand Europas? Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede sind zu erkennen? Was bedeutet diese Entwicklung für Minderheiten, Geflüchtete und für
Frauenrechte? Diese Fragen und mögliche Gegenstrategien sollen auf unserer Veranstaltung von Expert*innen und Politiker*innen diskutiert werden. Wer für ein offenes und pluralistisches, grenzenloses Europa kämpfen will, muss die Feinde der Demokratie kennen und seine*ihre Vision von einem anderen Europa in die Öffentlichkeit bringen.

Moderation: Julia Willie Hamburg, Sprecherin für Antifaschismus, Grüne Landtagsfraktion Niedersachsen

Gäste:

Ricarda Lang, Sprecherin der Grünen Jugend

Sören Kohlhuber, Fachjournalist

Carl Kinsky, Fachjournalist

Kristin Harney, Zentrum für demokratische Bildung, Wolfsburg