Heute wird das neue niedersächsische Schulgesetz im Landtag abschließend beraten und beschlossen. Die GRÜNE JUGEND Niedersachsen (GJN) begrüßt die Änderungen als Weg zu weniger Stress und Leistungsdruck in der Schule.

Dazu erklärt Marcel Duda, Sprecher der GJN: „Das neue niedersächsische Schulgesetz ist ein wegweisender Schritt in Richtung einer inklusiven, selbstbestimmten Bildung. Mit der Rückkehr zum G9-Abitur erkennt das Land an, dass gutes Lernen Zeit und Muße braucht. Auch die Inklusivität des Schulsystems wird durch eine Stärkung der Gesamtschule, dem Ersetzen der Laufbahnempfehlung durch ein persönliches Beratungsgespräch sowie durch das Auslaufen einiger Förderschultypen deutlich erhöht. Wir hoffen, dass Rot-Grün den eingeschlagenen Pfad auch gegen starke Widerstände konsequent fortsetzt. Nur mit echter Bildungsgerechtigkeit ist ein Schulfrieden möglich!“

Imke Byl, Sprecherin der GJN, ergänzt: „Auch wenn das neue Gesetz viele begrüßenswerte Verbesserungen enthält, ist das niedersächsische Schulsystem noch längst nicht optimal. Wir müssen Schule in Zukunft viel stärker als Raum der persönlichen Entfaltung begreifen anstatt uns auf starre Leistungsvergleiche zu beziehen. Wir möchten eine Schule, die Menschen eigenständiges Arbeiten und Denken lehrt und sie in der Entwicklung eines demokratischen und sozialen Bewusstseins unterstützt. Dieser Erziehungsauftrag ist wichtiger als die Vermittlung von bloßem Faktenwissen. Wir werden die zukünftige Schulpolitik vor diesem Hintergrund weiterhin kritisch begleiten.“