Als GRÜNE JUGEND Niedersachsen begrüßen wir die Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus und Initiativen, Mahnmale für die Opfer des Nationalsozialismus zu errichten ausdrücklich.

Die Stadt Großburgwedel plant jedoch ein „Ehrenmal“ für die im 2. Weltkrieg gefallenen und vermissten deutschen Soldaten zu errichten. Auf dem „Ehrenmal“ sollen alle Soldaten namentlich erwähnt werden, unter ihnen auch mehreren SS-Soldaten.

SS-Soldaten bleiben Deutsche Täter und sind keine Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen. Im Gegenteil war die SS die ausführende und treibende Kraft bei der Durchführung der Shoa, der Ermordung von 6 Millionen Jüdinnen und Juden.

Als GRÜNE JUGEND Niedersachsen verurteilen wir den Versuch den deutschen Tätern öffentlich zu gedenken und somit ihre grausamen Verbrechen zu relativieren. Wir fordern die Stadt dagegen auf ein Mahnmal für die Opfer und nur für die Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen zu errichten. Auf diesem sollten die jüdischen Opfer, die Sintikinder, die über Großburgwedel abgestürzten britischen Piloten, die Opfer der Euthanasie und auch die zwei Großburgwedeler NS-Justizopfer namentlich Erwähnung finden und ihnen gedacht werden. Die GRÜNE JUGEND Niedersachsen verurteilen die Pläne der Stadt Großburgwedel auf schärfste und solidarisiert sich mit den antifaschistischen GegnerInnen des „Ehrenmal“.