An diesem Wochenende debattierte der Jugendverband von Bündnis 90/ Die Grünen Niedersachsen in Waffensen bei Rotenburg über Bio-Boom und die Chancen des ökologischen Lebensstils. Außerdem wählte die Landesmitgliederversammlung die beiden SprecherInnen und weitere Vorstandsmitglieder neu.

In einem Grundsatzpapier fordern die rund 50 TeilnehmerInnen ein nachhaltiges Konsumverhalten in allen Lebensbereichen durchzusetzen. Dafür sollen die Rechte der VerbraucherInnen gestärkt werden und die politischen Rahmenbedingungen für eine ökologische und soziale Produktionsweise geschaffen werden. Die GRÜNE JUGEND fordert eine Weiterentwicklung der ökologischen Steuerreform, die bundesweite Einrichtung von TramperInnenstellen und gentechnisch veränderte Lebensmittel in der EU zu verbieten.

Karina Baalmann, die neu gewählte Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Niedersachsen: „VerbraucherInnen brauchen endlich mehr Rechte! Das Bio-Siegel muss eine Garantie für kontrollierten, ökologischen Anbau und eine gentechnikfreie Landwirtschaft bleiben. Außerdem sollten auch Kosmetika und Medikamente auf soziale und ökologische Verträglichkeit geprüft werden.“
Der neu gewählte Sprecher Sven-Christan Kindler ergänzt: „Dazu muss der Staat aber auch endlich handeln. Die Wirtschaft wird nicht von alleine grün. Wir brauchen starke ökologische und soziale Steuerungsmechanismen. Deswegen fordern wir die Steuern auf Energie und umweltschädliche Produkte zu erhöhen und die Mehreinnahmen für soziale Zwecke zu verwenden.“
Die GRÜNE JUGEND hat zudem weitreichende Änderungsanträge für das Grüne Landtagswahlprogramm beschlossen, die sie auf dem Parteitag in Oldenburg durchsetzen will. Das aktive Wahlrecht soll bei Landes- und Kommunalwahlen auf mindestens 14 Jahre gesenkt werden und die Vermögenssteuer wieder eingeführt werden.
Neben Baalmann und Kindler wurde Luisa Streckenbach, vormalige Beisitzerin im Landesvorstand zur politischen Geschäftsführerin gewählt.