Hintergrund:

 

Am Dienstag hatte Volker Schmidt, Hauptgeschäftsführer der Niedersachsen-Metall, eine Befragung von über 100 Unternehmen der Metall-Branche zu Impfquoten der Mitarbeitenden vorgestellt. Diese beinhaltete unter anderem eine niedrige Impfquote bei Mitarbeitenden mit Migrationshintergrund. Das Land Niedersachsen verwies durch die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe Doris Schröder-Köpf auf mehrsprachige Informationsmaterialien.

Dazu kommentiert Felix Hötker, Landessprecher der GRÜNEN JUGEND Niedersachsen:

Die Impfkampagne der Landesregierung wird dem gesellschaftlich Notwendigen nicht im Ansatz gerecht. Die Landesregierung hat es insbesondere versäumt, migrantische und Arbeitnehmenden-Milieus zu adressieren und gleichermaßen Barrieren in der Ansprache zu überwinden. Um die für die Pandemiebekämpfung dringend benötigte Impfquote von über 90% zu erreichen, braucht es endlich vielfältige Maßnahmen. Wir fordern die Landesregierung konkret auf, endlich Mittel für deutlich mehr mobile Impfteams zur Verfügung zu stellen, um Impf- und Aufklärungsangebote direkt in Betriebe, Schulen und Wohnviertel mit niedriger Impfquote zu bringen.

Felix Hötker weiter:

Es ist ein Skandal, dass das Sozialministerium systematisch Personengruppen aus der Impfkampagne ausspart. Mit dem reinen Verweis auf eine mehrsprachliche Übersetzung von Impfinformationen kommt die Landesregierung weder ihrer politischen Verantwortung in dieser Pandemie nach, noch nimmt sie die Sorgen der Menschen ernst. Seit Monaten fordern Sozialverbände und Gewerkschaften passgenaue Ansprachen für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen. Das hier noch nicht gehandelt worden ist, ist ein fataler Fehler, der schnellstmöglich beglichen werden muss.