Zur Bundestags- und Kommunalwahl 2021 stehen wir an einem Scheideweg. Der
Konflikt darüber, welcher Weg uns aus den Krisen leitet, ist so präsent wie nie.
Wirtschaftliche Einbußen, die Angst vor dem sozialen Abstieg, stetige
Unsicherheiten: Die Folgen der Pandemie haben materielle Konsequenzen für uns
alle. Die Pandemie hat uns als Gesellschaft vor zusätzliche Herausforderungen
gestellt: das Arbeiten von zu Hause, das rein private Kümmern um Kinder, der
eingeschränkte Kontakt zu Freund*innen und Familie. Die Bedrohungen, die die
Corona-Pandemie und die Klimakrise mit sich bringen, ruft in vielen Menschen ein
Bedürfnis nach Sicherheit hervor.

Gleichzeitig zeigt sich in der Folge der Krise immer
deutlicher, wie tief antisemitisches Verschwörungsdenken in Teilen der
Gesellschaft verankert ist. Gemeinsam mit Impfgegner*innen und Esoteriker*innen
hat die extreme Rechte in den Anti-Corona-Maßnahmen einen neuen Anlass für ihren
permanenten Angriff auf die Demokratie gefunden, mit dem sie neue Zielgruppen
erreicht. Währenddessen versuchen Konservative und neoliberale Kräfte, am Status
Quo festzuhalten und schnellstmöglich dorthin zurückzukehren, um Stabilität zu
schaffen. In dieser Welt bleiben viele Menschen zurück, sie werden auf dem
ungerechten Arbeitsmarkt ausgebeutet und trotzdem bleibt nicht genug für ein
gutes und gesundes Leben.

Es gibt aber auch einen Weg aus all diesen Krisen: Wenn wir es schaffen, als
Gesellschaft gemeinsam und solidarisch dieses System voller Risse hinter uns zu
lassen, dann schaffen wir eine Gesellschaft der Veränderung. Wer Sicherheit
schaffen will, muss die soziale Spaltung der Gesellschaft bekämpfen und für eine
wirklich gerechte Gesellschaft streiten. Der Weg in eine bessere Zukunft ist nur
über radikale Veränderung möglich. Im nächsten Jahr wollen wir dafür ein
begeisterndes Narrativ schaffen und Menschen für diese radikale Veränderung
mobilisieren. Wir möchten gemeinsam mit vielen Menschen zeigen, dass eine
bessere Gesellschaft möglich ist und möglichst viele junge Menschen für unsere
Ziele und die GRÜNE JUGEND gewinnen. Deshalb werden wir ausgehend von
bestehenden politischen Kämpfen eine Vision für eine Gesellschaft entwickeln,für
die es sich zu streiten lohnt.

In diesem Jahr stehen zwei große Wahlkämpfe an. Bei der Bundestagswahl geht es
darum für ein starkes GRÜNES Ergebnis zu streiten und bei den Kommunalwahlen
wollen wir möglichst viele junge Menschen in die Parlamente vor Ort bringen.
Doch dafür braucht es einen starken junggrünen Wahlkampf.

Um diesen umzusetzen und zu koordinieren wird ein Wahlkampfteam eingerichtet.
Dieses soll die Kampagne des Bundesverbands auf Niedersachsen herabbrechen und
mit dem Landesvorstand diese zu den Ortsgruppen bringen. Dazu gehört es vor
allem, die Ortsgruppen zu befähigen, vor Ort einen junggrgünen Wahlkampf auf die
Beine zu stellen. Insbesondere muss die doppelte Herausforderung von Bundes- und
Kommunalwahlkampf gemeistert werden. Dazu braucht es sowohl Aktionen von
überregionaler Bedeutung, als auch eine gute Unterstützung unserer GJ-
Kandidierender zu den Kommunalwahlen. Eine besondere Herausforderung wird dieses
Jahr der Wahlkampf unter Corona-Bedingungen sein. Hierzu braucht es kreative
Ideen, um unsere Inhalte an die Menschen zu bringen, weshalb Planung und
Durchführung eines Online-Wahlkampfes mit überregionaler Strahlkraft ebenfalls
im Aufgabenbereich des Wahlkampfteams liegen werden.

Das Wahlkampfteam soll aus 9 Menschen bestehen: 6 Basisplätze, 2 Plätze für
Mitglieder des Landesvorstands und unsere Votenträgerin zur Bundestagswahl.

Für die 6 Basisplätze gab es eine Ausschreibung, auf die sich Mitglieder
bewerben konnten. Für die Besetzung der Basisplätze, werden folgende Personen
vorgeschlagen.

Anastasia Sander aus der GJ Goslar
Faruk Maulawy aus der GJ Rotenburg
Viviane Depping aus der GJ Göttingen
Tim Evers aus der GJ Stade
Franka Pohl aus der GJ Rotenburg
Pascal Leddin aus der GJ Uelzen

Bei der Kampagne zur Bundestagswahl kommt es auf uns alle an! Lasst uns im
nächsten Jahr zeigen, dass wir mit mutigen Lösungen gemeinsam aufbrechen wollen
– der Kampf für eine gerechte Zukunft hat grade erst begonnen!