Die GRÜNE JUGEND Niedersachsen (GJN) lehnt die jüngste Forderung von Niedersachsens Innenminister Schünemann strikt ab. Dieser hatte gefordert, den Besitz und die Verbreitung von so genannten „Killerspielen“ mit bis zu 2 Jahren Haft zu bestrafen.

„Das Strafrecht ist das völlig falsche Mittel, um der Verbreitung von Gewalt verherrlichenden Computerspielen entgegenzuwirken. Wenn Innenpolitikern nichts mehr einfällt, sollen offenbar immer höhere Strafen die Lösung bringen. Das ist unverantwortlich!“ kommentierte Helge Limburg, Sprecher der GJN, die jüngsten Pläne des Innenministers.

Limburg forderte, sich endlich mit den wirklichen Ursachen für Gewalt unter Jugendlichen auseinanderzusetzen, statt nur die Symptome zu behandeln. Offensichtlich gehe es Schünemann mehr um eine eigene Profilierung als um nachhaltige Sachpolitik. „Das läuft ja mittlerweile nach dem Muster: Beckstein fordert, Schünemann setzt noch einen oben drauf. Wenn Beckstein morgen Schünemanns Pläne unterstützt, haben wir übermorgen eine noch höhere Strafforderung von Schünemann auf dem Tisch.“
Limburg bekräftigte die Forderung nach grundlegenden Reformen im Schul- und Bildungssystem. Jugendlichen müssten Perspektiven geboten und Selbstvertrauen vermittelt werden. Das sei eine effektivere Gewaltprävention als jede noch so hohe Haftstrafe.