GRÜNE JUGEND Niedersachsen kritisiert drohende Schließung des Instituts für Meteorologie und Klimatologie der Universität Hannover
Pressemitteilung, Freitag, den 20.11.2020

Die Leibniz Universität Hannover diskutiert eine Schließung des Instituts für Meteorologie und Klimatologie. Grund dafür ist die Unterfinanzierung der Hochschule, da das Land zur Haushaltskonsolidierung das Budget gekürzt hat. Die GRÜNE JUGEND Niedersachsen positioniert sich klar gegen die Schließung dieses wichtigen Instituts und solidarisiert sich mit den Studierenden und Forschenden des Instituts.

Pippa Schneider, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Niedersachsen, erklärt: „Gerade in Zeiten der voranschreitenden Klimakrise ist es ein fatales Signal, ein Institut für Klimatologie zu schließen. Wir stehen momentan an einem Wendepunkt. Entweder wir nutzen jetzt die letzte Chance das 1,5 Grad Ziel noch zu erreichen oder eben nicht. Dafür ist die Existenz von guter wissenschaftlicher Forschung zu Klima und zur Klimakrise immens wichtig. Nur so haben wir die nötigen wissenschaftlichen Grundlagen, um die Klimakrise besser verstehen und stoppen zu können.“

Das Institut für Meteorologie und Klimatologie in Hannover ist das einzige seiner Art in Niedersachsen. Eine Schließung bedeutet also einen hohen Verlust für die regionale Forschungslandschaft. Die Forschung dort ist international gut vernetzt und die Forschung zur Veränderung des Stadtklimas im Klimawandel ist einmalig. Dafür wird es in den nächsten Jahren einen steigenden Bedarf geben. Aber nicht nur die Forschung ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit des Instituts. Es gibt auch ein breites Interesse der Öffentlichkeit. Unter anderem werden Schulprojekte durchgeführt, die Schüler*innen während ihrer Ferien einen Einblick in die Meteorologie bieten.

Svenja Appuhn, ebenfalls Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Niedersachsen, ergänzt: „Der Leibniz-Uni fehlen mindestens 5 Millionen Euro jährlich. Grund dafür ist die globale Minderausgabe im Wissenschaftsbereich, die mit dem letzten Landeshaushalt allen niedersächsischen Hochschulen verordnet wurde. Nun drohen weitere Kürzungen durch die Corona-Pandemie. Die Herausforderungen der Zukunft lassen sich aber nicht durch ein Sparen an den Hochschulen bekämpfen – ganz im Gegenteil! Das Land Niedersachsen trägt die politische Verantwortung dafür, dass das Institut für Meteorologie und Klimatologie nun droht, geschlossen zu werden und muss sich umgehend um eine ausreichende Finanzierung der Hochschulen kümmern.“