Am kommenden Sonntag, den 18. März, findet der Equal Pay Day statt. Dieser markiert jährlich den Tag, bis zu welchem Frauen arbeiten müssen, um genauso viel verdient zu haben wie ein Mann im zurückliegenden Jahr. Die GRÜNE JUGEND Niedersachsen fordert anlässlich dessen umfangreiche Maßnahmen zu Beseitigung dieser Ungerechtigkeit, aber auch jeglicher anderer Diskriminierung von Frauen am Arbeitsplatz.

Dazu Paula Rahaus, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Niedersachsen: „Es ist mehr als enttäuschend, dass auch im Jahr 2018 Frauen immer noch durchschnittlich 20% weniger verdienen als Männer. Bisherige Maßnahmen der Politik scheinen hier kaum Verbesserung gebracht zu haben. Vor allem in Hinblick auf den großen Personalmangel im Care-Bereich, in dem immer noch vornehmlich Frauen arbeiten, muss eine höhere gesellschaftliche und finanzielle Wertschätzung solcher, sogenannter frauentypischer Berufe erfolgen. Hierbei muss auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie mitgedacht werden. Teilzeit ist dafür keine angemessene Lösung. Lebensunterhalt und Rente können in einem solchen Arbeitsverhältnis kaum finanziert werden.“

Nina Zehmer, Frauen-, Inter-, Trans und Genderpolitische Sprecherin, ergänzt: „Der Pay Gap kommt aber nicht nur durch die Berufswahl zustande, auch bei exakt gleicher Arbeit verdienen Frauen im Durchschnitt noch 6% weniger! Außerdem stellt schlechtere Bezahlung nicht die einzige Diskriminierung am Arbeitsplatz dar, Frauen müssen immer noch häufig hinnehmen, dass ihre Kompetenzen von männlichen Kollegen infrage gestellt wird oder sie von diesen belästigt werden. Lohnungerechtigkeit ist darüber hinaus auch nicht nur durch das Geschlecht bedingt, sonder leider immer noch auch durch die Hautfarbe. People of Color und Frauen mit Migrationshintergrund sind dadurch noch stärker von diesem Problem betroffen und oftmals von Armut bedroht.“