Die GRÜNE JUGEND Niedersachsen (GJN) begrüßt die neuen Pläne des Bundesinnenministeriums für ein bundesweites digitales Waffenregister, das die bisher in über 550 Behörden, zum Teil auf Karteikarten, gespeicherten Informationen über privaten Waffenbesitz in Deutschland bündeln soll und fordert gleichzeitig Maßnahmen zur Abrüstung.

Simon Oehlers, Sprecher der GJN, erklärt dazu: „Ein zentrales Waffenregister ist ein Schritt in die richtige Richtung für die Sicherheit der Bevölkerung. Das reicht jedoch nicht! Nach Schätzungen von Sicherheitsbehörden gibt es mittlerweile etwa 30 Millionen Schusswaffen in deutschen Haushalten. Wir wollen nicht nur eine Registrierung dieses Missstandes, sondern fordern auch Maßnahmen zur Abrüstung. Unser Ziel sind weniger Waffen im Privatbesitz, da hier das Missbrauchsrisiko ungleich höher ist. Gleichzeitig muss auch die Verbreitung der illegalen Waffen bekämpft werden.“

Carolin Jaekel, Sprecherin der GJN, ergänzt: „Ohne Sportschützen unter Generalverdacht stellen zu wollen, fragen wir uns, warum in Schützenvereinen nach wie vor mit großkalibrige Pistolen und Gewehre geschossen wird, obwohl hier keine sportliche Rechtfertigung, beispielsweise in Form internationaler Wettkämpfe gegeben ist. Großkalibrige Waffen braucht niemand und alle anderen müssen in zentralen Waffenlagern aufbewahrt werden, um Missbrauch zu erschweren. Die Kontrolle über die vorschriftsmäßige Aufbewahrung von Waffen sollen außerdem von WaffenbesitzerInnen selbst und nicht aus Steuergeldern finanziert werden.“