Pressemitteilung, Montag, den 17. August 2020

Am 19. August sind nach den rassistischen Morden von Hanau genau sechs Monate vergangen. Die GRÜNE JUGEND Niedersachsen ruft zu diesem traurigen Anlass zusammen mit der DIDF Hannover und weiteren Organisationen zu Protest gegen Rassismus und rechte Gewalt und zum Gedenken an die Opfer des Anschlags in Hanau auf. Dazu beginnt die Veranstaltung mit einer Kundgebung auf dem Kröpcke um 18 Uhr. Um 19 Uhr soll auf dem Platz Der Göttinger Sieben den Opfern der Anschläge in Hanau mit Kerzen gedacht werden. Wir laden alle Teilnehmer*innen ein, eigene Kerzen mitzubringen. Außerdem müssen selbstverständlich ein Mund-Nasen-Schutz getragen und die Abstandsregeln eingehalten werden.

Svenja Appuhn, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Niedersachsen, erklärt: „Kassel, Halle und Hanau: Diese rechtsterroristischen Gewalttaten wurden in einem Zeitraum von nur neun Monaten verübt. Auch wenn rechter Terror kein neues Phänomen ist, sorgen diese Entwicklungen für Entsetzen und Trauer. Am 19. Februar dieses Jahres wurden in Hanau neun Menschen von einem Rassisten kaltblütig erschossen. Ein halbes Jahr später wollen wir den Opfern gedenken und fordern eine Entschädigung für die Hinterbliebenen und Überlebenden, lückenlose Aufklärung sowie politische Konsequenzen. Der Täter von Hanau war in Verschwörungskreisen vernetzt und hat seiner Community ein Manifest hinterlassen. Solche rassistischen, antisemitischen, islam- und frauenfeindlichen Netzwerke müssen endlich zerschlagen werden! Der Täter besaß trotz seines rechtsextremen Gedankenguts als Sportschütze legal Waffen und Munition. Es ist unbegreiflich, weshalb Sportschütz*innen bei sich zu Hause Munition lagern dürfen. Das Waffenrecht muss deshalb dringend verschärft werden.“

 

Es rufen zu Protest auf:
Grüne Jugend Niedersachsen
Jusos Niedersachsen
Linksjugend [’solid] Niedersachsen
Junge Liberale Niedersachsen
Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V.
DIDF Hannover
Seebrücke Hannover

Vor Ort muss der Infektionsschutz eingehalten werden: Mindestabstand und ein Mund-Nasen-Schutz (durch eine Maske oder Schal) sind geboten.