Pressemitteilung, Dienstag, 30.11.2021

 

Am Montag wurde die Forderung laut, Weihnachtsmärkte in Niedersachsen generell zu schließen. Dieser Forderung schließt sich die GRÜNE JUGEND Niedersachsen an.

Pia Scholten, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Niedersachsen kommentiert:

Das aktuelle Infektionsgeschehen in Niedersachsen ist höchst besorgniserregend. Die Landesregierung hat es monatelang versäumt, der drohenden Überlastung des Gesundheitswesens mit klaren politischen Maßnahmen entgegenzuwirken. Nun müssen alle denkbaren Hebel in Bewegung gesetzt werden, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. Das bedeutet auch, niedersächsische Weihnachtsmärkte per Verordnung zu schließen. Es kann nicht sein, dass Studierende und Schüler:innen ihr Recht auf Bildung nicht vollumfänglich wahrnehmen können und Intensivstationen überlastet sind, während sich gleichzeitig das Virus auf Weihnachtsmärkten fröhlich weiterverbreitet.

Wir fordern die Landesregierung auf, Schaustellenden sowie Angestellten schnelle und unbürokratische Hilfsgelder bereitzustellen, die über die Deckung der Fixkosten hinausgehen. Viele Menschen der Branche verdienen in der Weihnachtszeit Geld, mit dem sie über Monate hinweg ihr Leben finanzieren. Ein Ausgleich der Landesregierung muss das berücksichtigen.

Hintergrund:

Die niedersächsische Corona-Lage hat sich so weit zugespitzt, dass Krankenhäuser, wie die Universitätsmedizin Göttingen, bereits einen Stopp für die Aufnahme neuer Patient*innen auf Intensivstationen verkündet haben. In Deutschland sind insgesamt nur noch 12% aller Betten auf Intensivstationen frei. Im Zuge dieser pandemischen Entwicklung soll ab Mittwoch auf Weihnachtsmärkten in ganz Niedersachsen die 2G Plus Regelung greifen, womit nur noch Genesene und Geimpfte mit tagesaktuellem Schnelltest die Märkte besuchen können. Der Landesverband der Markt- und Schaustellerbetriebe Niedersachsen rechnet daraufhin mit massiven finanziellen Einbußen für Betriebe und spricht sich für eine Schließung von Weihnachtsmärkten aus.