„Der Hunger in der Welt, steigende Strom- und Wärmepreise, Verteuerung von Mobilitätskosten – das sind Auswüchse sozialer Ungerechtigkeit und gleichzeitig unökologischer Politik. Wir müssen daran arbeiten, mehr soziale und globale Gerechtigkeit durch eine ökologischere Politik herzustellen“, äußert sich Wiebke Jablonowski, neu gewählte Sprecherin der Grünen Jugend Niedersachsen.

Simon Oehlers, Sprecher der GJN erläutert weiter: „Es ist ungerecht, wenn sich die EEG-Umlage für private und kleinbetriebliche Stromverbraucher_innen erhöht, weil viele Großkonzerne davon befreit sind. Es ist auch sozial ungerecht und unökologisch, wenn Geld für den Ausbau des Schienennetzes fehlt, weil der Treibstoff für Flugzeuge nicht besteuert wird. Um mehr Menschen an der Energiewende zu beteiligen, müssen Energiegenossenschaften stärker gefördert, und Kommunen bei dem Rückkauf der Stromnetze unterstützt werden.

Auch der Welthunger ist ein Zeichen verfehlter internationaler Agrarpolitik, die auf Industrialisierung und Exportorientierung setzt. Es muss im Gegenteil verhindert werden, dass einige Großkonzerne Patente auf Saatgut erlangen und kleinbäuerliche Strukturen in der Welt zerstört werden!

Diese Forderungen zeigen: Ökologische und soziale Politik müssen zusammen gedacht werden!“

Gestern endete der Herbstkongress der GRÜNEN JUGEND Niedersachsen (GJN) unter dem Titel „Ökologisch und sozial: Ein Widerspruch?“. Die rund 80 Teilnehmer_innen nahmen an verschiedenen Workshops zu diesem Thema sowie an einer Podiumsdiskussion mit dem niedersächsischen Umweltminister Stefan Wenzel teil und diskutierten und beschlossen inhaltliche Anträge. Außerdem wurden zahlreiche Ämter neu vergeben. Wiebke Jablonowski (27, Hannover) wurde zur neuen Sprecherin der Grünen Jugend Niedersachsen gewählt. Ihr vorheriges Amt als Beisitzerin im Landesvorstand wurde am Imke Byl (20, Lüneburg) vergeben.