Jeden Tag versucht ein Mann seine(Ex-)Partnerin umzubringen. An jedem dritten Tag gelingt es ihm. Mehr als ein Mal pro Stunde wird statistisch gesehen eine Frau durch ihren (Ex-)Partner gefährlich körperlich verletzt. Jede 3. Frau in Deutschland wird in ihrem Leben mindestens einmal Opfer physischer oder sexualisierter Gewalt. Die Statistiken, die Gewalt an Frauen in Deutschland versuchen zu beziffern, sind erschreckend. 2018 waren 114.393 Frauen Opfer von vollendeter Gewalt. Dabei ist die Dunkelziffer um einiges höher. Das zeigen Dunkelfeldstudien. Demnach bringt nur jede 5. Betroffene das, was ihr angetan wurde, zur Anzeige.



Das hat verschiedene Gründe, ein Grund ist ein bestehendes Abhängigkeitsverhältnis.  Im Durchschnitt verdienen Frauen 20% weniger als Männer. Kein Wunder, dass sie auch zu 20% öfter von Altersarmut betroffen sind. Frau sein ist ein Armuts- und Sicherheitsrisiko. Das fördert Abhängigkeiten in Beziehungen. Etwa jede 4. Frau wird mindestens einmal in ihrem Leben Opfer körperlicher oder sexueller Gewalt durch ihren aktuellen oder früheren Partner. Corona und die daraus folgenden Kontaktbeschränkungen haben dafür gesorgt, dass die Zahlen von häuslicher Gewalt in der ersten Jahreshälfte durchschnittlich 30% höher waren als im Vorjahr. Frauen und Kinder müssen effektiv geschützt werden, auch in der Krise! Frauenhäuser und Beratungsstellen müssen auskömmlich finanziert werden, statt kaputt gespart zu werden.Programme gegen Gewalt an Frauen müssen ausgeweitet werden und es braucht endlich eine bedarfsgerechte Planung für Beratungsstellen & Frauenhäuser. Dort braucht es ausreichend Personal und genügend Platz, so dass niemand abgewiesen werden muss. Egal ob in Hannover, oder in Einbeck Salz der Helden, jeder Mensch muss Zugriff auf Hilfs- und Beratungsangebot haben. 

Wir sagen dem Patriarchat den Kampf an!