Kosovo-Krieg, eine einzige große Lüge oder die Verhinderung eines Genozids? Diese Frage stellen sich immer noch viele Mitglieder der GJ, weswegen sich die GRÜNE JUGEND Hannover entschlossen hat, ein Seminar vom 9. bis zum 11.12.2005 in Verden zu diesem Thema zu machen.

Zum Einstieg in diesen doch recht komplizierten Themenkomplex wurde am Freitag der Film „Es begann mit einer Lüge“ gezeigt, der hauptsächlich die Bedeutung der Medien und die Verfälschung der Kriegsberichterstattung thematisierte. Besonders Sparpings Lügen über den Hufeisenplan oder angebliche KZs wurden widerlegt. Am Abend wurde dann noch recht verhalten und zivilisiert gefeiert.
Am Samstag erzählte zuerst Dr. Burkhard Luber von der Friedensstiftung „Die Schwelle“ etwas über den historischen Hintergrund. Dabei erzählte er vom Verlauf der Geschichte des Kosovo vom Osmanischen Reich bis zum Ausbruch des Krieges 1999. Später berichtete uns Pia Kohorst, Referentin des Grünen Fraktionsvorstandes in der Hamburger Bürgerschaft, vom Kriegsverlauf und der Rolle der Medien hierbei. Sie sprach vor allem von den komplizierten Vorgängen die dieser Konflikt mit sich brachte.
Danach folgte eine Podiumsdiskussion mit Marion Keppler, Ex-Grüne Pazifistin, die sich damals in der LAG Frieden und Internationales engagierte, und Michael Pelke, Ex-Maoist, und aktuell Vorsitzender des KV Hannover-Stadt, über das Pro und Contra dieser Intervention und die damalige, sowie die heutige Sicht der Grünen dazu. Mensch bekam einen guten Einblick in die Sichtweise beider Seiten, worauf eine interessante Diskussion mit Fragen aus dem Publikum folgte.
Der Samstagabend war dann auch noch interessant. Wir feierten und einige TeilnehmerInnen besuchten ein Punkkonzert im nahe gelegenen unabhängigen Jugendzentrum.
Am Sonntagmittag erzählte Georgia Langhans, migrationspolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion, über die derzeitige Situation im Kosovo. Es folgte eine abschließende Diskussion zum Thema, indem über das persönliche Für und Wieder der ersten Kriegshandlung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg geredet wurde.
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