Die GRÜNE JUGEND Niedersachsen spricht sich für ein neues Bewusstsein im Umgang mit dem gefährlichen HI-Virus und der zum Tode führenden Krankheit Aids aus.

Gerade in Zeiten, in denen die Medienpräsenz dieser hoch ansteckenden Krankheit nachlässt, ist ein neues Bewusstsein der Menschen von äußerster Dringlichkeit. Nicht nur, weil die Zahl der HIV-Infektionen im 1. Halbjahr 2005 in Deutschland um 20 Prozent gestiegen ist und auch heute noch vehement steigt, sondern auch, weil oft von einer vermeintlichen Heilbarkeit dieser nach wie vor zum Tode führenden Krankheit ausgegangen wird.
Derzeit leben weltweit etwa 38,6 Millionen Menschen, die den tödlichen HI-Virus in sich tragen. Jede Minute infizieren sich zehn weitere durch Blut oder Samenflüssigkeit mit dem Erreger der tödlichen Immunschwäche. Besonders erschütternd sind Berichte über rund 660 000 infizierte Kinder, von denen nur etwa 20 000 bis 30 000 die Medikamente erhalten, die sie dringend benötigen.
Diese Zahlen machen deutlich, dass HIV ein immer noch absolut gefährliches Virus ist. Bislang gibt es keine medizinische Möglichkeit, um Menschen mit dem Aids-Erreger heilen zu können. Die sich derzeitig auf dem Markt befindenden Medikamente können nur die krankheitsbegleitenden Symptome mindern und damit den vorzeitigen Tod hinauszögern. Das muss jedem Menschen bewusst sein.
Aus diesem Grunde ist es wichtig, nicht leichtsinnig mit der Ansteckungsgefahr dieser tödlichen Krankheit umzugehen.
Gerade weil das Thema Aids mehr und mehr verdrängt wird, kann der heutige Weltaidstag für uns alle ein willkommener Anlass sein, um erneut unsere Aufmerksamkeit auf die Gefährlichkeit dieser Krankheit zu lenken. Wir müssen wieder unsere Sinne schärfen, um das Leiden und die Unterversorgung vieler Millionen Menschen auf unserer Erde nicht zu übergehen. Dazu ist es von Nöten, dass wir selbst uns der tödlichen Gefahr von HIV bewusst sind und dementsprechend nicht leichtfertig mit potenziellen Ansteckungssituationen umgehen.