Anlässlich der Aktionen zum landesweiten Bildungsstreik, u.a. am Donnerstag in Hannover, spricht sich die GRÜNE JUGEND Niedersachsen (GJN) für Gebührenfreiheit und gegen den ständigen Leistungsdruck im Bildungssystem aus.

Hierzu erklärt Carolin Jaekel, Sprecherin der GJN: „Das selektive niedersächsische Schulsystem ist sozial ungerecht. Erst kürzlich belegte eine Studie der Bertelsmann-Stiftung, dass es in keinem anderen Bundesland so viele BildungsverliererInnen im Vergleich zu den wenigen AufsteigerInnen gibt, wie in Niedersachsen. Dieses System, in dem Bildung sozial vorherbestimmt scheint, muss dringend abgelöst werden. Wir brauchen eine Schule für alle, die fördert anstatt auszusortieren und in der Lernmittelfreiheit eine Selbstverständlichkeit ist.“

Simon Oehlers, Sprecher der GJN, betont: „Was für die Schule gilt, soll auch im Studium fortgesetzt werden. Studiengebühren haben in keinem Bundesland etwas zu suchen und gehören auch in Niedersachsen schnellstmöglich abgeschafft. Das Angebot an Master-Studienplätzen muss zudem stark ausgeweitet werden, sodass alle Studierenden mit einem Bachelorabschluss auch die Möglichkeit erhalten weiter zu studieren. Nach den großen Bildungsstreiks 2009 hat sich nur wenig verändert. Die Demonstrierenden erhalten also nach wie vor unsere volle Unterstützung. 2013 muss eine neue Regierung in Niedersachsen ans Ruder, die jungen Menschen wahrhaft Gehör verschafft und für mehr Bildungsgerechtigkeit sorgt.“