Auf ihrer Landesversammlung hat die GJN einstimmig ein Positionspapier zur Schulpolitik verabschiedet, indem sie unter anderem für eine Gesamtschule alle SchülerInnen fordert.

„Es ist wichtig, als Antwort auf PISA langfristige Konzepte zu entwickeln und dabei vor allem die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse mit einzubeziehen“, meint Stephan Schilling, Mitglied des Landesvorstandes. So ist das Papier auch als Antwort auf die Schulgesetznovelle zu verstehen, die die SPD nun unter dreister Missachtung der PISA-Ergebnisse durch den Landtag peitscht.
„PISA hat gezeigt, wie Schule in Deutschland sich entwickeln muss“, so Schilling weiter. „Auch in Deutschland muss man endlich erkennen, dass Pluralität in Schulen keine Gefahr, sondern eine Bereicherung ist“. Dementsprechend schlägt die GJN längere gemeinsame Schulzeiten und damit ein Ende der deutschen Selektionskultur vor.
Weitere wichtige Schritte sind eine Abkehr vom lehrerzentrierten Frontalunterricht hin zu mehr Selbstständigkeit der SchülerInnen im Lernprozess. Dabei ist auch zu bedenken, ob ein Festhalten an den starren Klassenverbänden sinnvoll ist.
Zentrales Anliegen der GJN ist die Demokratisierung von Schule. „Kinder und Jugendliche haben genauso ein Recht auf Selbstbestimmung wie Erwachsene“, findet Philipp Mohr, ebenfalls Mitglied des Landesvorstandes und langjähriges Mitglied der Schülermitverwaltung. Die absoluten Mehrheiten der LehrerInnen auf Gesamtkonferenzen gehört daher abgeschafft; die GRÜNE JUGEND möchte stattdessen eine drittel-paritätisch besetzte Schulkonferenz, in der LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern gemeinsam ihre Schule gestalten. „In diesem Zusammenhang ist auch eine stärkere Autonomie der einzelnen Schulen erstrebenswert“, so Mohr.