Die jüngst geäußerten Pläne zur Einrichtung einer Eliteuniversität in Deutschland stoßen im Landesvorstand der Grünen Jugend auf große Ablehnung und Entsetzen.

Dazu Vorstandsmitglied Helge Limburg:
„Eine Eliteuni wäre ein fataler Schritt in die falsche Richtung. Es ist nur schwer zu erkennen, warum in Zeiten bildungspolitischer Kahlschläge plötzlich genug Geld für die Förderung einer kleinen Gruppe Auserwählter vorhanden sein sollte.
Gerade in Niedersachsen erleben wir, wie wichtig es stattdessen wäre, Hochschulen viel stärker in der Breite zu fördern.“ Teilen der SPD gehe es offensichtlich um ein Prestigeobjekt, dass international vorzeigefähig wäre. „Dabei wäre es schon ein vorzeigbares Ergebnis, wenn Deutschland die Zahl seiner Abiturienten und Hochschulabsolventen deutlich steigern könnte.“, so Limburg weiter. Sämtliche Tests und Studien hätten gezeigt, dass Deutschland in erster Linie ein Problem mit der niedrigen Anzahl seiner Hochschulabsolventen und nicht mit der Qualität der Hochschulabschlüsse hat. Des Weiteren forderte Limburg einen Masterplan der Bundesregierung zur Verbesserung der Bildungschancen für Leute aus sozial schwächeren Schichten. Diese seien, auch das sei durch Studien belegt, im deutschen Bildungssystem massiv benachteiligt. Es müsse Aufgabe einer sozial denkenden Regierung sein, die Benachteiligten zu fördern. Dies sei mit den aktuellen Planspielen kaum zu erreichen.