Am 11. Dezember hat ein Sprecher der deutschen Messe AG bekannt gegeben, dass man gemeinsam mit der Landeshauptstadt die IAA nach Hannover holen wolle. Die Bewerbung wird auch vom Grünen OB Belit Onay unterstützt, allerdings unter der Maßgabe, dass aus der Automobilmesse eine Mobilitätsmesse werden soll.
GRÜNE JUGEND Niedersachsen und Hannover kritisieren die Bewerbung und fordern die Stadt dazu auf, die Bewerbung zurückzuziehen.

Dazu Julian Mensak, Sprecher der Grünen Jugend Hannover „Die IAA ist eine der größten Automobil-Messen weltweit. Ausgerichtet wird sie von einem der mächtigsten Lobby-Verbände Deutschlands, dem VDA. Die IAA steht in aller erster Linie für den Fortbestand der motorisierten Individualmobilität und damit für eine autozentrierte Verkehrspolitik; ein Wandel in der Ausrichtung dieser Linie ist nicht absehbar. Dass wir eine andere Vision für Hannover brauchen, hat Belit Onay in seinem Bürgermeisterwahlkampf so auch kommuniziert – sich jetzt aber mit dem VDA die Autolobby einzuladen, passt für uns nicht ins Bild. Wir fordern die Verkehrswende und eine autofreie Innenstadt nach dem Kopenhagener Modell – und stellen uns klar gegen die klimazerstörerische Autolobby.“
Svenja Appuhn, Sprecherin der Grünen Jugend Niedersachsen, ergänzt: „Was wir in Niedersachsen und Hannover brauchen, sind nicht mehr Autos sondern weniger. Wir brauchen eine Umverteilung von Straßenraum, eine Förderung von Radverkehr und massive Investitionen in Angebot und Qualität der öffentlichen Verkehrsmittel. Wenn Hannover ernsthaft an einer Mobilitätsmesse interessiert ist, die sich diesen Herausforderungen widmet, ist man beim VDA sicherlich an der falschen Adresse. Eines ist aber sicher: sollte Hannover den Zuschlag bekommen, und eine Autoshow in Hannover stattfinden, dann ist  der Protest der Grünen Jugend vor Ort gewiss“