Die GRÜNE JUGEND Niedersachsen (GJN) unterstützt den Vorstoß der Fraktion DIE LINKE im Niedersächsischen Landtag, einen Modellversuch zur kontrollierten Abgabe von Cannabis an Volljährige zu beginnen.

Dazu erklärt Carolin Jaekel, Sprecherin der GJN: „Die Drogenprohibition ist gescheitert. Sie hat einen gigantischen Schwarzmarkt für illegalisierte Drogen geschaffen, auf dem Kriminelle unbesteuerte Milliardengewinne machen können. Eine wirksame Qualitätskontrolle ist auf einem Schwarzmarkt l bekanntlich unmöglich. Deswegen werden die meisten Drogen mit schädlichen Streckmitteln wie Brix, Sand, oder in manchen Fällen sogar Blei gestreckt. Es wird höchste Zeit für eine Wende in der Drogenpolitik; vom ideologischen Verbot hin zu einer pragmatischen Regulierung.“

Simon Oehlers, Sprecher der GJN ergänzt: „BefürworterInnen des Verbotes behaupten, dass eine Legalisierung zu einem Anstieg des Konsums führen würde, konnten dafür aber noch keine wissenschaftlich fundierten Belege liefern. Im Gegenteil haben Entkriminalisierungen von KonsumentInnen, wie es sie beispielsweise in Portugal gibt, eher zu einem geringeren Konsum geführt. Deshalb ist es nur die logische Konsequenz, nun auch Möglichkeiten einer legalen Abgabe von Cannabis zu erproben. Damit würden wir den Schwarzmarkt dramatisch verkleinern, die Gesundheit vieler Menschen schützen und den Justizvollzug sowie den Staatshaushalt entlasten.“