Die Grüne Jugend Niedersachsen vergibt zum ersten Schuljahresende schlechte Noten an den neuen Kultusminister Grant Hendrik Tonne. Gerade in der frühkindlichen Bildung und in der schulischen Inklusion sind die Noten besonders mangelhaft.

Dazu erklärt Timon Dzienus, Sprecher der Grünen Jugend Niedersachsen:

„Eigentlich sind Hausaufgaben in den Sommerferien verboten. Doch die Große Koalition hat in den nächsten Wochen einiges nachzuarbeiten: Mit einer glatten 6 ist besonders die Leistung in der schulischen Inklusion ungenügend. Statt einer sinnvollen Weiterentwicklung der Inklusion wird mit dem neuen Schulgesetz eine Doppelstruktur geschaffen. Das ist ineffizient, teuer und verhindert den Ausbau der schulischen Inklusion. Das erste Schuljahr ist damit für die Große Koalition ein großer Fehlstart.“

 

Paula Rahaus, Sprecherin der Grünen Jugend Niedersachen, ergänzt:

„Im Bereich der frühkindlichen Bildung können wir Minister Tonne auch nur eine mangelhafte Leistung, also die Note 5, bescheinigen. Mit der Beitragsfreiheit in Kitas wird zwar ein Schritt in Richtung kostenfreier Bildung gegangen. Die Kommunen werden bei der Finanzierung jedoch im Regen stehen gelassen und die Qualität der Betreuung wird immer noch nicht ausgebaut. Dabei wäre gerade jetzt eine Qualitätsoffensive für die so wichtige frühkindliche Bildung dringend nötig. SPD und CDU scheinen jedoch lieber Wahlkampfgeschenke an Besserverdienende verteilen zu wollen, als nachhaltige Bildungspolitik zu betreiben. Die Versetzung von Minister Tonne ins nächste Schuljahr scheint daher aus unserer Sicht nicht gegeben zu sein.“