Zu der Entscheidung der schwarz-Gelben Koalition im Haushaltsausschuss, die Gelder zur Erhaltung des Yasuni Regenwaldes nicht frei zu geben, erklärt der Landesvorstand der GRÜNEN JUGEND Niedersachsen (GJN):
„Wir sind sehr enttäuscht darüber, dass die HaushälterInnen von CDU und FDP der engstirnigen Blockadehaltung von Minister Niebel gefolgt sind und beschlossen haben, die Gelder zur Erhaltung des Yasuni Regenwaldes nicht freizugeben. Diese Ignoranz der Bundesregierung gegenüber der Erhaltung der einmaligen Artenvielfalt und dem Schutz der indigenen Gruppen im Yasuni Nationalpark ist empörend. Die einst zugesicherten Gelder wären dringend notwendig gewesen für eine Abkehr von fossilen Brennstoffen und die globale Diskussion über nachhaltige, umweltschonende und sichere Energiequellen. Stattdessen scheint Niebel auch weiterhin Entwicklungspolitik als Subventionspolitik für deutsche Unternehmen zu verstehen.
Mit zahlreichen Aktionen und Unterschriftenlisten hat sich die GRÜNE JUGEND in Niedersachsen gemeinsam mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern bis zuletzt für den Erhalt des Regenwaldprojektes in Ecuador eingesetzt. Auch unser GJN-Bundestagsabgeordneter Sven-Christian Kindler, der unsere Unterschriftenlisten im Haushaltsausschuss überreicht hat, hat gestern bis in den Abend versucht, einen tragfähigen Kompromiss zu finden. Leider vergebens.
Die GRÜNE JUGEND Niedersachsen ruft nun alle BürgerInnen dazu auf, sich weiterhin für den Erhalt des Yasuni-Nationalparks einzusetzen und die Kampagne „Leben statt Öl. Gegen die Ölförderung im ecuadorianischen Regenwald“ durch Geldspenden zu unterstützen. Gemeinsam mit unserem GJN-Bundestagsabgeordneten Sven-Christian Kindler werden wir weiter Druck auf die Bundesregierung ausüben.“

Zum Hintergrund: Die Wirtschaft Ecuadors steht seit über vierzig Jahren in einer verheerenden Abhängigkeit zu Erdölexporten. Die Yasuni-ITT Initiative der ecuadorianischen Regierung soll nun einen der letzten unberührten Naturschätze der Welt, den Yasuni-Nationalpark, vor Ölbohrungen retten. Auf die Hälfte der zu erwartenden Einnahmen durch die Erdölförderung will das Land verzichten, die andere Hälfte soll die internationale Gemeinschaft bereitstellen. Kanzlerin Merkel und der Bundestag sicherten bereits deutsche Unterstützung zu, doch FDP-Entwicklungsminister Dirk Niebel blockierte die Initiative.