2013/04 Lüneburg

Alle gesamtverbandlichen schriftlichen Erzeugnisse der GJN (Pressemitteilungen (PMs), Publikationen, Aufrufe, Sticker etc.) werden ab dem Zeitpunkt der Verabschiedung dieses Beschlusses verbindlich entweder mit der Gendergap (z. B. Lehrer_In) oder mit dem Genderstar (z. B. Lehrer*in) gegendert. Hierbei soll es nicht darum gehen, Mitgliedern der GJN eine bestimmte Form des Genderns aufzuzwingen, sondern der queerfeministischen Gesamtauffassung des Verbandes gerecht zu werden.

Basis- und Ortsgruppen bleibt die Art und Weise des Genderns natürlich vollständig selbst überlassen, wie auch Antragssteller*innen bei LMVen.

LGBTT-Feindlichkeit (Lesbian-, Gay-, Bi-sexual-, Transgender-, Transsex-Feindlichkeit) ist Alltagsrealität und besonders brisant im Umfeld Schule, da sich dort im hohen Maße Charakter und Identität entwickeln. Dies führt zu schwerwiegenden Problemen bei Jugendlichen, welche von Ausgrenzung über Depression hin zu erhöhten Suizidraten reicht. Wir möchten eine Schule, in der sich jede♥r wohl fühlt und in der Vielfalt als Bereicherung verstanden wird.

Der niedersächsiche Innenminister hat einen Erlass vorgelegt, nach dem Kommunen im Rahmen des Asylbewerberleistungsgesetzes statt Wertgutscheinen auch Bargeld an Asylbewerber_innen vergeben dürfen.
Der Erlass verstößt gegen die Koalitionsvereinbarung, weil rot-grün sich auf Abschaffung der Gutscheine geeinigt haben.
Die Wertgutscheinpraxis ist diskriminierend und muss sofort beendet werden.
Die GJN fordert Konsequenz und Korrektur des Erlasses dahingehend, dass Wertgutscheine nirgends mehr vergeben werden dürfen und stattdessen Bargeld ausgezahlt wird.

Die GRÜNE JUGEND Niedersachsen unterstützt den Aufruf des NoHeimat-Bündnisses gegen den „Nationalen Kundgebungstag” 4. Mai in Leinefelde.
In Thüringen, einem Nachbarland von Niedersachsen, etabliert sich eines der größten, regelmäßigen Rechtsrockkonzerte Deutschlands. Auch wenn wir nicht in diesem Bundesland leben, solidarisieren wir uns mit den antifaschistischen Protesten vor Ort und werden uns an ihnen beteiligen. Es ist wichig, über Landesgrenzen hinauszudenken, auch um Rechten in den Neuen Bundesländern keine Chance zu lassen, „National befreite Zonen” zu errichten. Deshalb unterstützen wir den Aufruf:

No Heimat – No Heise

Die GRÜNE JUGEND Niedersachen fordert einen eigenständigen Wirtschaftsunterricht an Schulen für:

  • Die Sensibilierung von Schüler*innen für konkurrierende volkswirtschaftliche Theorien;
  • Die Förderung von Kritikfähigkeit bei wirtschaftspolitischen Themen

Kaum ein Bereich ist so essentiell für menschliches Leben, aber findet im Bildungssystem so wenig Beachtung, wie die Wirtschaft. Eine Umfrage des Verbraucherschutzministeriums stellte 2010 fest, dass die Hälfte der Zehntklässler*innen nicht wusste, was ein Girokonto ist. Diese erschreckende Zahl macht deutlich, dass der momentane Wirtschaftsunterricht in deutschen Schulen nicht in der Lage ist, elementarste Kenntnisse über wirtschaftliche Zusammenhänge zu vermitteln. Angesichts der immer komplexer werdenden wirtschaftlichen Wechselbeziehungen in einer globalisierten Welt ist die breite Kenntnis wirtschaftswissenschaftlicher Grundlagen jedoch wichtiger denn je. Das gilt auch und in besonderem Maße in einer ökonomischen Krisensituation, in der wichtige Weichen für das zukünftige Wirtschaften gestellt werden. Da Wirtschaft alle Menschen betrifft, darf die Debatte um Wirtschaftspolitik nicht weiter zur Elitendebatte verkommen, sondern muss auf eine breite gesellschaftliche Diskussionsbasis gestellt werden. Nur so kann dem Gefühl, „den Märkten” ausgeliefert zu sein, eine wirklich demokratische Gestaltungsmöglichkeit entgegengesetzt werden.

Die GRÜNE JUGEND Niedersachsen fordert B90/DIE GRÜNEN Niedersachsen dazu auf, das Mindest-Eintrittsalter abzuschaffen!

Die Satzung soll wie folgt geändert werden:

§ 2 Begründung der Mitgliedschaft

  1. Mitglied kann werden, wer mindestens 14 Jahre alt ist, einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Niedersachsen hat und sich zu den Grundsätzen und dem Programm von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bekennt.

Der Antrag ist auf der nächsten LDK als Antrag der Grünen Jugend zu stellen.