2019/10 Hildesheim

Die GRÜNE JUGEND Niedersachsen (GJN) zeigt sich solidarisch mit der Autonomieregion Rojava im Norden Syriens. Die GJN erkennt die Besonderheit des dortigen Schutzraumes für etliche Minderheiten, ganz ähnlich dem jüdischen Schutzraum Israel. Aus dem Schutzraum-Charakter der beiden Regionen ergibt sich aus Sicht der GJN auch die Notwendigkeit der Selbsverteidigung durch Waffen. Dies ergibt sich alleine aus der Tatsache, dass Rojava nur durch die militärischen, kurdischen Streitkräfte YPJ/YPG und das deutsche Vernichtungslager Auschwitz nur durch den Einsatz von Waffengewalt befreit wurden, sowie den aktuellen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der Türkei gegen Rojava sowie die ständige Bedrohungslage gegen Israel seit der Staatsgründung 1948.

Die GRÜNE JUGEND Niedersachsen (GJN) fordert die parteinahe Heinrich-Böll- Stiftung der Partei Bündnis90/Die Grünen dazu auf sich dem überparteilichen und dem vom Bundestag beschlossenen Antrages „BDS-Bewegung entschlossen entgegentreten – Antisemitismus bekämpfen“ entsprechend zu verhalten. Das bedeutet, dass Unterstützer*innen des sowohl in jenem Antrag, als auch in unserem Beschluss „GEGEN JEDEN ANTISEMITISMUS“ vom 16. Oktober 2016, für strukturell antisemitisch deklarierten B(oycott)D(ivest and)Sanctions-Bewegung nicht eingeladen werden dürfen und mit diesen auch nicht zusammengearbeitet werden darf.

Zusammenfassung

Unser grundlegend neu gedachtes Schulsystem beinhaltet:

  • Eine Schule für Alle
  • gebundene, rhythmisierte Ganztagsschule
  • späterer Schulbeginn mit Betreuungsangebot
  • Schüler*innen als Menschen mit individuellen Bedürfnissen und Interessen sehen
  • Flexibilität, Freiräume für Schulen
  • keine Hausaufgaben
  • kleine Lerngruppen
  • jahrgangsübergreifender Unterricht
  • Projektunterricht statt starre Fächer
  • regelmäßige Gespräche zwischen Lehrkräften und Schüler*innen
  • Entwicklungsberichte statt Noten
  • multiprofessionelle Teams
  • Barrierefreiheit
  • demokratische Schule
  • Antidiskriminierungstrainings und -strategien
  • Entstigmatisierung von psychischen Krankheiten
  • Mehrwert durch Digitalisierung; Sensibilisierung und Prävention
  • Berufscoaching einführen
  • Kreativität fördern
  • Schule europäisch und über die Grenzen Europas hinausdenken
  • kritisches Denken fördern
  • Bildung für Nachhaltige Entwicklung institutionalisieren

Zusammenfassung

Die GJN fordert

  • Abschaffung des NC als Hochschulzulassungskriterium
  • Etablierung mehrstufiger studiengangsbezogener Auswahlverfahren, die sozioökonomischen Status der Bewerber*innen berücksichtigen
  • dass die gesellschaftlichen, institutionellen und infrastrukturellen Voraussetzungen dafür geschaffen werden, sowohl die Anzahl der Studienplätze in zulassungsbeschränkten Studiengängen zu erhöhen, als auch ein gesetzliches Recht auf einen Masterstudienplatz etablieren zu können.
  • Förderangebote, die sich an Studierende mit niedrigem sozio-ökonomischen Status richten

In dem Arbeitsprogramm möchten wir gemeinsam mit euch bestimmen, welche Ziele sich der Landesverband für 2020 setzt.

In der ‚politischen Lage‘ reden wir über aktuelle Themen wie Friday’s for Future und den Rechtsruck.

In ‚Bildungsarbeit‘ beschreiben wir, was im vergangenen Jahr gut und was nicht gut bei Seminaren geklappt hat. Wir wollen, dass sich der Landesvorstand überlegt, wie mehr Menschen zu Seminaren kommen können.

Als ‚inhaltliche Schwerpunkte‘ für 2020 schlagen wir Feminismus, Klimagerechtigkeit, Kommunalpolitik, das Volksbegehren „Artenvielfalt“ und Antifaschismus vor.

Unter ‚GJN-Strukturen‘ sprechen wir darüber, dass die GRÜNE JUGEND Niedersachsen immer mehr Mitglieder hat und wie wir damit umgehen können.

Unter ‚GJN nach Außen‘ geht es darum, dass wir als GRÜNE JUGEND Niedersachsen unsere Pressearbeit verbessern möchten. Außerdem möchten wir noch mehr Soziale Netzwerke (zum Beispiel Instagram) nutzen.

Die Digitalisierung vieler Lebensbereiche schreitet immer weiter voran, ein

guter Teil unserer Kommunikation erfolgt elektronisch und oftmals geht es dabei

um sensible Daten, die das Recht auf informationelle Selbstbestimmung betreffen.

Wichtig ist also, dass die eingesetzte Software sicher und zuverlässig ist.

Freie Software bedeutet weitaus mehr als „Open Source“ und gewährt allen

Anwender*innen vier grundlegende Freiheiten: Die Software nach Belieben zu

nutzen, zu untersuchen, zu verändern und (auch verändert) zu verbreiten.

Spätestens seit den Enthüllungen des Whisteblowers Edward Snowden im Sommer 2013

ist klar, dass namhafte Konzerne, insbesondere, aber sicherlich nicht nur, in

den USA mit Geheimdiensten kooperieren (müssen), die großes Interesse daran

haben, Zugriffsmöglichkeiten über Hintertüren zu bekommen oder vorhandene

Sicherheitslücken auszunutzen. Auch deutsche Behörden, wie das BKA, halten

Sicherheitsschwachstellen bewusst offen, um einsatzfähige Staatstrojaner zu haben. Der

globale Sicherheitswahn schafft hier also Unsicherheiten und Schwachstellen, die auch von

anderer Seite für alle möglichen Zwecke missbraucht werden können.

Die GRÜNE JUGEND Niedersachsen solidarisiert sich mit Klimabewegungen, vor allem auch, wenn deren Mittel der zivile Ungehorsam ist. Dabei ist es jedoch wichtig, dass diese die kapitalistischen, rassistischen und sexistischen Strukturen, an denen die Klimakrise gewachsen ist, ebenfalls kritisieren, um dem Anliegen angemessen gerecht zu werden.

Die GRÜNE JUGEND Niedersachsen fordert die Einführung des Wassercents als Ausgleichszahlung für einen hohen Wasserverbrauch an die betroffenen Staaten sowie das Ende der Privatisierung von Wasserquellen. Des Weiteren fordert die GRÜNE JUGEND Niedersachsen, dass die Förderung von Wasser unter Betrachtung der Belastung der Biotope geschieht und die Erhöhung des Anteils der weltweiten Aufbereitung des Abwassers.