Die 1980 gegründete Tierrechtsorganisation sorgt mit ihren provokativen Kampagnen und Aktionen immer wieder für Aufsehen. Sie kämpft gegen Tierversuche, „Massentierhaltung”, Pelztierhaltung etc., was von der Richtung her erst einmal unterstützenswert klingt. Jedoch schafft PETA die Aufmerksamkeit mit abzulehnenden Aktionen, die meist mindestens eins der folgenden Dinge enthalten: Holocaust-Relativierungen, Rassismus, Sexismus und Lookismus. Beispielhaft sei hier die 2003 in den USA entstandene Aktion „Holocaust auf ihrem Teller” genannt. Dabei wurde der Shoah, bei der es sich um einen historisch einzigartigen Genozid handelte, mit der industriellen Tierhaltung, bei der es in erster Linie um die preiswerte Herstellung von Nahrungsmitteln geht, gleichgesetzt. Abgesehen von den komplett unterschiedlichen Intentionen, die dahinter steckten und stecken, ging die Aktion in eine derart antisemitische Richtung, dass sich der Zentralrat der Juden einschaltete und den Fall vor das Bundesverfassungsgericht brachte.