Seit der Pleite der Großbank Lehmann Brothers im Jahr 2007 befindet sich die Weltwirtschaft im Dauerkrisenmodus. Hunderttausende Menschen haben ihren Arbeitsplatz, ihre Wohnung oder ihre Sozialhilfe verloren, während reiche Menschen durch die Krise noch reicher geworden sind. Wir befinden uns immer noch in der schlimmsten Wirtschaftskrise seit der großen Depression und ein Ende ist nicht in Sicht.
Politische Entscheidungen, die während der Krise gefallen sind, haben die Lage eher verschlimmert als verbessert. Gespart wurde vor allem dort, wo die Not schon zuvor am größten war: bei den Ärmsten der Armen. Die deutschen Bundesregierungen um Kanzlerin Merkel waren bei der Forderung nach weiteren Sozialkürzungen und einer weiteren Entrechtung von Arbeiter*innen immer ganz vorne dabei. Sie drückten das Modell der Agenda 2010, mit dem Deutschland im letzten Jahrzehnt Lohndumping betrieben hat, in der ganzen Eurozone durch. Die Folge: Arme Menschen haben noch weniger Geld, um sich Produkte zu kaufen, die Wirtschaft verkauft dadurch immer weniger und schrumpft weiter. Allein in Griechenland ist die Wirtschaftsleistung seit Beginn der „Eurorettungspolitik“ um mehr als ¼ geschrumpft. Mehr als die Hälfte der Jugendlichen ist arbeitslos. Hoffnungslosigkeit und Verelendung haben sich breit gemacht.
Es wird höchste Zeit für eine neue Krisenpolitik, die denen die Rechnung ausstellt, die von der Krise profitiert haben. Es wird Zeit, die Finanzmärkte als Auslöser der Krise wieder vernünftig zu kontrollieren. Wir brauchen echte europäische Sozialpolitik statt eines egoistischen Kampfes aller Staaten untereinander. Für diese Ziele streitet die GRÜNE JUGEND. Denn auch wenn die Krise aus deutscher Sicht weit weg zu sein scheint, für Millionen von Menschen in ganz Europa ist sie trauriger Alltag!

Beschlüsse der GRÜNEN JUGEND zu Krisenpolitik: