Frauen/Gender/Queer

Die GRÜNE JUGEND Niedersachsen fordert eine Reform des niedersächsischen Wahlgesetzes hin zu einem paritätischen Wahlvorschlagsverfahren, um den Anteil von Frauen, Inter und Trans*-Personen in den niedersächsischen Parlamenten nachhaltig zu erhöhen. Hierzu schlagen wir vor, sich an dem Gesetztesentwurf der Brandenburgerischen Grünen zu orientieren.

In allen gesamtverbandlichen schriftlichen Erzeugnisse der GJN (Pressemitteilungen (PMs), Publikationen, Aufrufe, Sticker etc.) wird ab dem Zeitpunkt der Verabschiedung dieses Beschlusses verbindlich mit dem Genderstar (z. B. Lehrer*in) gendersensible Sprache verwendet. Hierbei soll es nicht darum gehen, Mitgliedern der GJN eine bestimmte Form der gendersensiblen Sprache aufzuzwingen, sondern der queerfeministischen Gesamtauffassung des Verbandes gerecht zu werden.

Basis- und Ortsgruppen bleibt die Art und Weise ihre schriftlichen Erzeugnisse gendersensibel zu gestalten natürlich vollständig selbst überlassen, wie auch Antragssteller*innen bei LMVen.

Am kommenden Sonntag, den 18. März, findet der Equal Pay Day statt. Dieser markiert jährlich den Tag, bis zu welchem Frauen arbeiten müssen, um genauso viel verdient zu haben wie ein Mann im zurückliegenden Jahr. Die GRÜNE JUGEND Niedersachsen fordert anlässlich dessen umfangreiche Maßnahmen zu Beseitigung dieser Ungerechtigkeit, aber auch jeglicher anderer Diskriminierung von Frauen am Arbeitsplatz.

Politik machen bedeutet Visionen zu haben, für seine und die Zukunft anderer zu
kämpfen und etwas verändern zu wollen.Die Zukunft findet mit uns allen statt.
Deswegen muss Poltitk auch alle mit einschließen, allen die Möglichkeit geben,
ihre Meinung in den politischen Diskurs einzubringen, um das Potential unserer
vielfältigen Gesellschaft auszuschöpfen. Diese Vielfalt findet sich in der
aktuellen poiltischen Landschaft nach wie vor nicht umfassend wieder, die
Perspektive von Frauen* und LGBTI* Menschen wird immer noch zu häufig
vernachlässigt oder schlichtweg nicht beleuchtet.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht für Deutschland von einer Million betroffener Mädchen und Jungen aus, die sexuelle Gewalt erlebt haben oder erleben [1]. Das sind pro Schulklasse ein bis zwei Kinder, wobei deutlich mehr Mädchen als Jungen betroffen sind. Betrachtet man die Zahlen für Frauen* ab dem 16. Lebensjahr, die körperliche und/oder sexuelle Gewalt erlebt haben, so ist „jede siebte Frau in Deutschland“ von „strafrechtlich relevanter“ sexueller Gewalt betroffen – darunter fallen u.a. Vergewaltigung, versuchte Vergewaltigung und sexuelle Nötigung [2]. Nur 9% der Betroffenen von „strafrechtlich relevanten“ Gewalttaten haben eine Anzeige erstattet, allerdings werden nur 2% der Täter verurteilt.

Ohne medizinische Begründung, also nach sozialer Indikation, sind Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland noch immer „rechtswidrig“, werden aber nicht verfolgt, wenn die betroffene Frau* eine Beratung in einer staatlich anerkannten Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle in Anspruch nimmt und dann 72 Stunden Bedenkzeit einhält. Nur in den ersten 12 Wochen der Schwangerschaft ist ein straffreier Abbruch möglich.

Die Grüne Jugend Niedersachsen fordert die stärkere Repräsentanz weiblicher Geschichte in allen gesellschaftlichen Kontexten, insbesondere in der Schulbildung.

Weibliche Geschichte, weibliche Persönlichkeiten, deren historischen Errungenschaften, sowie jegliche feministisch-emanzipatorische Bewegungen erhalten weder im Geschichts-Unterricht noch in anderen Bereichen der Schulbildung genügend Platz, meist sogar nicht einmal Erwähnung.

„Der Begriff [Intersexualität] bezeichnet biologische Besonderheiten bei der Geschlechtsdifferenzierung. Intersexuelle Körper weisen deshalb Ähnlichkeiten mit beiden, dem männlichen wie weiblichen, Geschlechtern auf. […] Es handelt sich also um Menschen, deren äußeres geschlechtliches Erscheinungsbild von Geburt an hinsichtlich der Chromosomen, der Keimdrüsen und der Hormonproduktion nicht nur männlich oder nur weiblich erscheint, sondern scheinbar eine Mischung aus beidem darstellt.“ [1]

Alle gesamtverbandlichen schriftlichen Erzeugnisse der GJN (Pressemitteilungen (PMs), Publikationen, Aufrufe, Sticker etc.) werden ab dem Zeitpunkt der Verabschiedung dieses Beschlusses verbindlich entweder mit der Gendergap (z. B. Lehrer_In) oder mit dem Genderstar (z. B. Lehrer*in) gegendert. Hierbei soll es nicht darum gehen, Mitgliedern der GJN eine bestimmte Form des Genderns aufzuzwingen, sondern der queerfeministischen Gesamtauffassung des Verbandes gerecht zu werden.

Basis- und Ortsgruppen bleibt die Art und Weise des Genderns natürlich vollständig selbst überlassen, wie auch Antragssteller*innen bei LMVen.