Frauen/Gender/Queer

„Der Begriff [Intersexualität] bezeichnet biologische Besonderheiten bei der Geschlechtsdifferenzierung. Intersexuelle Körper weisen deshalb Ähnlichkeiten mit beiden, dem männlichen wie weiblichen, Geschlechtern auf. […] Es handelt sich also um Menschen, deren äußeres geschlechtliches Erscheinungsbild von Geburt an hinsichtlich der Chromosomen, der Keimdrüsen und der Hormonproduktion nicht nur männlich oder nur weiblich erscheint, sondern scheinbar eine Mischung aus beidem darstellt.“ [1]

Alle gesamtverbandlichen schriftlichen Erzeugnisse der GJN (Pressemitteilungen (PMs), Publikationen, Aufrufe, Sticker etc.) werden ab dem Zeitpunkt der Verabschiedung dieses Beschlusses verbindlich entweder mit der Gendergap (z. B. Lehrer_In) oder mit dem Genderstar (z. B. Lehrer*in) gegendert. Hierbei soll es nicht darum gehen, Mitgliedern der GJN eine bestimmte Form des Genderns aufzuzwingen, sondern der queerfeministischen Gesamtauffassung des Verbandes gerecht zu werden.

Basis- und Ortsgruppen bleibt die Art und Weise des Genderns natürlich vollständig selbst überlassen, wie auch Antragssteller*innen bei LMVen.

LGBTT-Feindlichkeit (Lesbian-, Gay-, Bi-sexual-, Transgender-, Transsex-Feindlichkeit) ist Alltagsrealität und besonders brisant im Umfeld Schule, da sich dort im hohen Maße Charakter und Identität entwickeln. Dies führt zu schwerwiegenden Problemen bei Jugendlichen, welche von Ausgrenzung über Depression hin zu erhöhten Suizidraten reicht. Wir möchten eine Schule, in der sich jede♥r wohl fühlt und in der Vielfalt als Bereicherung verstanden wird.

Die GRÜNE JUGEND Niedersachsen fordert die komplette Gleichstellung von LebenspartnerInnen mit EhegattInnen im niedersächsischen Landesrecht rückwirkend zum 1 August 2001.
Bei dieser Forderung handelt es sich nur um eine kurzfristige Maßnahme, da wir langfristig die Abschaffung der Exklusivität der Ehe oder der eingetragenen Partnerschaft fordern. Gemäß der Beschlusslage der Bundesebene („gemeinsam frei leben”, 29.Bundeskongress, 2007) fordern wir stattdessen einen Familienvertrag, in dem Kinder und Erwachsene gleich welchen Geschlechts, welcher sexuellen Orientierung oder Stellung zu einander, die relevanten familienrechtlichen Fragen miteinander regeln können. Überflüssige und antiemanzipatorische Privilegien wie das Ehegattensplitting oder die Bevorzugung von Ehepaaren bei Adoptionen gehören abgeschafft.

Die GRÜNE JUGEND Niedersachsen fordert die Einrichtung einer Stelle zur Förderung innerbetrieblicher Vielfalt in Ämtern, Unternehmen in öffentlicher Hand, Ministerien, Behörden und anderen Betrieben.

Die Mitarbeiter_innen können je nach Größe des Betriebes hauptamtlich oder neben der gewöhnlichen Tätigkeit in dieser Stabsstelle arbeiten. Ihre Aufgabe soll es sein, die Vielfalt der Belegschaft zu fördern und zu erhalten. Durch ihre Arbeit soll die Zusammenarbeit von Menschen verschiedenen Geschlechtes, Genders, Religionen und Weltanschauungen, ethnischen Zugehörigkeiten oder Herkunft, sexueller Orientierungen, sozialer Lage und Befähigung bzw. Behinderung gefördert werden. Dabei werden ihre Mitarbeiter_innen mit Beratungsrecht für Personalentscheider_innen, Abteilungsleiter_innen u.ä. ausgestattet und bekommen gewisse Mitbestimmungsrechte (orientiert am Allgemeinen Gleichstellungsgesetz und dem Betriebsverfassungsgesetz).

Das Diversity Management soll außerdem informierend (z. B. bei ausländischen Schulabschlüssen, Schlichtungsstelle, Antidiskriminierungsstelle) tätig werden.

Beschluss der Landesmitgliederversammlung der GJN (23.10.2005)

Alle Macht allen Menschen! Von Rabenvätern, Professorinnen und anderen Leuten…

Präambel

Es ist eine der wichtigsten Aufgaben im 21. Jahrhundert, die Chancen von Frauen in Beruf und in der Gesellschaft zu verbessern und die Gleichstellung aller Geschlechter zu erreichen. Die Rollenverteilung zwischen Frauen und Männern hat sich stark gewandelt. Heutzutage machen Frauen 55 % der AbiturientInnen aus und auch die Hälfte aller StudentInnen ist weiblich. Dennoch bekommen Frauen auch heute noch weniger Lohn als Männer für die gleiche Arbeit. Ebenso sind in der Wirtschaft nur ca. 11 % der führenden Positionen an Frauen vergeben. Die Wahl der Berufe ist immer noch von den klassischen Rollenbildern geprägt. Und auch in der Politik haben Frauen noch weniger zu sagen als Männer. Zwar hindert niemand mehr eine Frau daran, in die Politik zu gehen, aber Frauen werden immer noch nicht genug gefördert und motiviert. Wir fordern, dass die Politik endlich handelt, und dass Männer und Frauen endlich in allen Bereichen gleichberechtigt behandelt werden und vertreten sind. Dieser Antrag weist jedoch ein Defizit auf, da es sehr viele verschiedene Arten von Frauen gibt und wir leider nicht auf alle eingehen können.

Stereotype? – Nichts für uns!