Die GRÜNE JUGEND Niedersachsen (GJN) spricht sich gegen einen unüberlegten Kaufrausch vor Weihnachten aus.

Jedes Jahr werden in der Vorweihnachtszeit Unmengen von Geld für Geschenke ausgegeben. Dies ist allgemein zu befürworten, da das „Weihnachtsgeschäft“ die Wirtschaft ankurbelt und der Geschäftswelt gut tut. Die GJN, jedoch, setzt sich dafür ein, dass der weihnachtliche Kaufrausch auch mit Bedacht ausgelebt wird, indem darauf geachtet wird, was mensch konsumiert. Das, was die meisten Menschen in Deutschland an Weihnachten schätzen ist die besinnliche Stimmung, die Entspannung und das Gefühl der Ruhe. Es darf jedoch nicht vergessen werden, dass es auch an anderen Orten dieser Welt Menschen gibt, die sich erhoffen, ihr Leben mehr genießen zu können. Mehr noch als durch Spenden kann mensch durch ein achtsames Geschenkekaufen denjenigen helfen, die es sich nicht leisten können, ein ruhiges und stressfreies Weihnachstfest zu erleben.
Neben Marken, die ökologisch produzieren (z. B. Bio – Siegel) oder fair handeln (z. B. Fair Trade – Siegel) sollten auch Geschäfte angesteuert werden, die allgemein darauf achten, im Weihnachsgeschäft nicht nur auf unachtsame KundInnen zu setzen. Wer sich Bücher wünscht kann ja mal bei www.Bookzilla.devorbeischaun, wer sich eine neue Hose oder einen Pullover wünscht findet bestimmt etwas bei www.LamuLamu.de oder im Second Hand Laden. Es gibt für fast alle Bereiche sowohl des alltäglichen, alsauch des Weihnachstskonsums die Möglichkeit, sich ökologisch und sozial zu verhalten.
Die Weihnachtszeit zu genießen und Kraft zu sammeln ist eine in unserer Gesellschaft tief verwurzelte Tradition und solche Traditionen sind durchaus positiv zu bewerten, solange sie auf einem Gemeinschaftsgefühl und interkultureller Solidarität aufgebaut sind. Nicht nur Menschen, die in Deutschland leben sollen profitieren können, ganz gleich ob sie ihrer Kultur nach das gleiche Fest begehen wie wir, sondern auch Menschen außerhalb unseres Gesichtsfeldes haben völlig zu Recht ein Interesse an einer Teilhabe. Deswegen darf es nicht sein, dass aus dem Fest der Liebe das Fest der Ausbeutung und der unterschwelligen sozialen Kälte wird
Ihr habt als KonsumentInnen die Macht darüber, was wie und wo produziert wird. Nutzt diese Macht!
Wir wünschen also allen ein frohes Fest. Lasst es euch gut gehen und euch reich beschenken – und zwar mit den richtigen Geschenken, damit auch andere etwas vom Fest der Liebe haben.
Euer Landesvorstand

Der Tag der Menschenrechte findet am 10. Dezember 2005 statt. Es ist der Gedenktag zur allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, welche am 10.12.1948 von der UN durch die Generalversammlung verabschiedet wurden.
Der Internationale Tag der Menschenrechte ist ein wichtiger Tag, gerade in der heutigen Zeit, in der Geheimgefängnisse, Folter und Terror die Gesellschaft ermüden, wo die USA sich eine Musterdemokratie nennen und ihre eigenen Regeln missachten. Vielerorts werden Menschenrechte mit Füßen getreten. Der Kampf gegen den weltweiten Terror darf keine Entschuldigung für die Missachtung der Menschenrechte sein. Die Bundesregierung ist in der Pflicht, Menschenrechte umzusetzen, über deutsche Grenzen hinweg für deren Umsetzung zu stehen und sie nicht gegen die Sympathie einiger Großmächte einzutauschen. Die Aussage von Kanzlerin Merkel, Deutschland müsse sich an „internationale Regeln halten“ ist zwar inhaltlich zu brgüßen, aber dies sind nunmal nur Worte und der Koalitionsvertag der schwarz-roten Regierungskoalition vernachlässigt diesen Punkt. Im Falle eins Bruches der Menschenrechte etwas zu tun und nicht zugunsten wirtschaftlicher Träumereien zu schweigen wäre ein großer Erfolg. Ebenso müssen die Missstände in anderen Ländern wie Tschetschenien und in China kritischer und Öffentlicher angesprochen werden als die Rot- grüne Regierung es getan hat.
Zu dem Besuch von US-Außenministerin Condoleezza Rice sagt Sascha Reckermann aus dem Landesvorstand der Grünen Jugend: „Zu sagen wir heißen das für nicht gut reicht uns nicht. Wir wollen, dass so etwas wie die CIA – Flüge nicht mehr geschieht. Den Kampf gegen den Terror haben wir jetzt schon verloren wenn wir uns über unseren demokratischen Rechtsstaat stellen.“
Die GRÜNE JUGEND Niedersachsen ruft auf, den Tag der Menschenrecht nicht im Alltag untergehen zu lassen. Wir alle müssen die Augen öffnen und nicht wegschauen damit es in Zukunft keine Zwischenfälle mehr gibt, bei denen Menschen aufgrund der deutschen Politik zu Schaden kommen.

Letzte Woche (Di. denn 06.12) traf sich die GRÜNE JUGEND (GJ) in Leer zu einem überRegionalen Treffen „Niedersachsen Nordwest“. Das Ziel des Treffens war es sich noch besser Kennenzulernen und stärker zu vernetzen. Um zukünftig gemeinsame Aktionen besser zu koordinieren hat die GJ eine Arbeitsgruppe gegründet. Die AG der GJ „Niedersachsen Nordwest“ besteht aus: Stephan Friebel und Benny Schwamm (GJ Oldenburg), Kea Müttel (GJ Leer) und Miro Akkermann (GJ Aurich). Mithilfe dieser AG (in Kooperation des Landesvorstandes der GJ Niedersachsen) möchte die GJ die Kontakte und Zusammenarbeit der einzelnen Ortsgruppen in dieser Region fördern und ausbauen. In naher Zukunft strebt die AG die Gründung eines Regionalverbandes „Niedersachsen Nordwest“ (GJ) an. Als erste gemeinsame Aktion verteilte die GJ am 9.12 und 10.12 u.a. in Norden, Leer, Oldenburg Informationsbroschüren zum Thema: Gegen Kinderarbeit der Internationalen Spielzeugindustrie. Was von den meisten Passanten interessiert aufgenommen wurde. Am 10.12 war der „Internationale Tag der Menschrechte“. Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass sehr viel von dem Spielzeug, was in Deutschen Geschäften zu kaufen ist, in Ländern wie China hergestellt wird, wo auch oft Kinder unter schlechten Bedingungen arbeiten müssen.

Kosovo-Krieg, eine einzige große Lüge oder die Verhinderung eines Genozids? Diese Frage stellen sich immer noch viele Mitglieder der GJ, weswegen sich die GRÜNE JUGEND Hannover entschlossen hat, ein Seminar vom 9. bis zum 11.12.2005 in Verden zu diesem Thema zu machen.

Zum Einstieg in diesen doch recht komplizierten Themenkomplex wurde am Freitag der Film „Es begann mit einer Lüge“ gezeigt, der hauptsächlich die Bedeutung der Medien und die Verfälschung der Kriegsberichterstattung thematisierte. Besonders Sparpings Lügen über den Hufeisenplan oder angebliche KZs wurden widerlegt. Am Abend wurde dann noch recht verhalten und zivilisiert gefeiert.
Am Samstag erzählte zuerst Dr. Burkhard Luber von der Friedensstiftung „Die Schwelle“ etwas über den historischen Hintergrund. Dabei erzählte er vom Verlauf der Geschichte des Kosovo vom Osmanischen Reich bis zum Ausbruch des Krieges 1999. Später berichtete uns Pia Kohorst, Referentin des Grünen Fraktionsvorstandes in der Hamburger Bürgerschaft, vom Kriegsverlauf und der Rolle der Medien hierbei. Sie sprach vor allem von den komplizierten Vorgängen die dieser Konflikt mit sich brachte.
Danach folgte eine Podiumsdiskussion mit Marion Keppler, Ex-Grüne Pazifistin, die sich damals in der LAG Frieden und Internationales engagierte, und Michael Pelke, Ex-Maoist, und aktuell Vorsitzender des KV Hannover-Stadt, über das Pro und Contra dieser Intervention und die damalige, sowie die heutige Sicht der Grünen dazu. Mensch bekam einen guten Einblick in die Sichtweise beider Seiten, worauf eine interessante Diskussion mit Fragen aus dem Publikum folgte.
Der Samstagabend war dann auch noch interessant. Wir feierten und einige TeilnehmerInnen besuchten ein Punkkonzert im nahe gelegenen unabhängigen Jugendzentrum.
Am Sonntagmittag erzählte Georgia Langhans, migrationspolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion, über die derzeitige Situation im Kosovo. Es folgte eine abschließende Diskussion zum Thema, indem über das persönliche Für und Wieder der ersten Kriegshandlung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg geredet wurde.
Hierzu gibt es auch eine Galerie mit weiteren Bildern im Menü unter Aktuelles / Galerie

In der Nacht zum Sonntag wurde am Braunschweiger Bahnhof von unbekannten ein Transparent gegen die Bahnpreiserhöhung befestigt.

Die GRÜNE JUGEND Braunschweig (GJBS) begrüßt die Aktion Unbekannter, die in der Nacht auf Sonntag (11.12.2005) ein Transparent mit der Aufschrift „Nein zu höheren DB-Preisen!“ am Vordach des Braunschweiger Hauptbahnhofs befestigt haben. Wir teilen die offensichtliche Auffassung der AktivistInnen, dass die Erhöhung der Preise im Nah- und Fernverkehr Bahn fahren unattraktiver macht und dringend benötigte KundInnen abschreckt.
Auch wenn die Bahn als gewinnorientiertes Unternehmen geführt werden soll, darf sich die Politik im konkreten Fall nicht aus der Verantwortung stehlen, indem sie die Preiserhöhungen widerspruchslos akzeptiert: Erstens zeigen die aktuell diskutierten Expansionspläne der Bahn, dass sich diese längst nicht mehr auf ihr Kerngeschäft im Personen- und Gütertransport konzentriert, sondern vielmehr anstrebt ein branchenübergreifend konkurrenzfähiges Logistikunternehmen zu werden. Eine solche Entwicklung mag zwar den Marktwert einer Deutsche Bahn AG steigern, liegt aber keineswegs im Interesse der auf Mobilität in öffentlichen Verkehrsmitteln angewiesenen Bevölkerung. Zweitens muss die Bahn endlich von Wettbewerbshemmnissen gegenüber anderen Verkehrsmitteln befreit werden: So ist die Bahn durch eine höhere Mehrwertsteuer auf Bahntickets und eine höhere Kraftstoffbesteuerung gegenüber dem Flugverkehr benachteiligt.
Als Gestalterin von ökologischer und sozial gerechter Verkehrspolitik und verantwortliche Eigentümerin der Bahn muss die Bundesregierung endlich die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um dieses Verkehrsmittel attraktiver zu machen: Eine gestärkte Bahn liegt nicht nur im Interesse der Umwelt sondern auch finanzschwächerer Bevölkerungsgruppen wie junger Menschen, Familien, RentnerInnen und Arbeitssuchende.“
Die Bahnpreiserhöhung vom 10. auf den 11.12.2005 ist die dritte Erhöhung seit April 2004 und bedeutet Aufschläge beim Kauf von Tickets für den Nah- und Fernverkehr sowie Bahncards von durchschnittlich 2,9 %.

Am dritten Adventswochenende und somit passend zum bevorstehenden Weihnachts- (geschenke)fest planen die Grüne-Jugend- Ortsgruppen Leer, Aurich, Norden und Oldenburg in ihren Städten Aktionen/Stände zum Thema „Spielzeug“ und den – v. a. in Ländern wie China – oftmals prekären arbeitsrechtlichen Bedingungen seiner Herstellung durchzuführen. Zu diesem Zweck wurde ein Flyer erstellt, der Hintergrundinformationen über häufig festzustellende Missstände in ostasiatischen Spielzeugfabriken liefert (Kinderarbeit; überlange Arbeitszeiten; kein gewerkschaftlicher Schutz, Unterschreitung der jeweiligen gesetzlichen Mindestlöhne; etc.).
Daneben wird über die Tätigkeiten und Maßnahmen des ICTI (International Council of Toy Industries) berichtet, diesen Verhältnissen zu begegnen. Nach lang anhaltenden und heftigen Protesten seitens asiatischer und europäischer Nichtregierungsorganisationen rang sich der Weltverband Mitte der neunziger Jahre zu einem branchenbezogenen Arbeitskodex durch, der jedoch zunächst nicht mehr war als eine unverbindliche Selbstverpflichtung, der die Herstellungsstätten folgen konnten. Nach anhaltender Kritik legte der ICTI im Jahr 2001 seinen Verhaltenskodex in überarbeiteter Fassung vor und beschloss im darauf folgenden Jahr einen weltweiten Prüfungsprozess zu seiner Umsetzung einzurichten. Da etwa drei Viertel der weltweiten Spielzeugproduktion in China stattfindet, wurde dort 2003 mit dem Aufbau dieses so genannten ICTI-CARE-Prozesses begonnen. Anfang 2004 bekamen die ersten chinesischen Hersteller ihre Zertifikate ausgehändigt, mit denen der Weltverband bestätigt, dass diese die Vorschriften des ICTI-Kodexes (u. a. Verbot von Kinder-, Zwangs- und Gefangenenarbeit; Einhaltung der gesetzlichen Arbeitszeit; Bekanntgabe der Standards an die Belegschaften in der lokalen Sprache; etc.) einhalten.
Die Situation scheint sich also langsam zu bessern, auch wenn mensch noch nicht „Entwarnung“ geben kann. Um bei den anstehenden Weihnachtseinkäufen sicher zu gehen, wurde von den Ortsgruppen eine „White List“ erstellt, auf welcher unbedenkliche Hersteller von Kinderspielzeug (auch solche, die hauptsächlich in Europa und nach akzeptablen Standards produzieren) aufgeführt sind. Diese Liste soll neben dem Flyer an geneigte VerbraucherInnen verteilt werden.
-Benny Schramm, Sprecher GRÜNE JUGEND Oldenburg-

Mit heftiger Kritik reagiert die GRÜNE JUGEND Niedersachsen (GJN) auf den Beschluss der schwarz-gelben Landesregierung zur Einführung allgemeiner Studiengebühren. „Mit dieser Entscheidung stellt die Landesregierung ihre bildungspolitische Inkompetenz leider wieder einmal unter Beweis“, konstatiert Anna Osterhus, hochschulpolitische Sprecherin der GJN. Anstatt mehr jungen Menschen einen Hochschulzugang zu ermöglichen, baut die Gebühr von 500€ pro Semester eine finanzielle Hürde auf dem Weg zum Studium auf. Dies ist nicht nur sozial ungerecht, sondern auch schädlich für die langfristige Entwicklung Niedersachsens. Denn im Zeitalter der Wissensgesellschaft kann der gesellschaftliche Wohlstand nur dann gesichert werden, wenn es gelingt die Zahl der Studierenden zu steigern.

Am Samstag, den 3. 12., musssten die Männer der Grünen Jugend Hannover putzen- und zwar für Geschlechtergerechtigkeit. Ein echter Skandal!

Am Samstag, den 3. Dezember, brachten ein paar Junggrüne die verdutzten HannoveranerInnen durcheinander, indem sie an ihren Infostand Schilder wie „Frauen zurück an den Herd!“, oder „SKANDAL! Männer müssen putzen“ befestigten. Gleichzeitig sah mensch die männlichen Aktivisten mit Besen und Putzlappen die Straße säubern. Was sollte das ganze? Nachdem zuerst nur mit Unverständnis reagiert wurde, war den meisten Menschen bald klar, dass hier die GRÜNE JUGEND Hannover wieder einmal provokant darstellte, wie unvorstellbar es in unserer Gesellschaft immer noch ist, dass Männer Berufe wie Putzkraft oder Sekretär besetzen.
GJ-Aktivistin Annelen Meyer aus Göttingen spricht sich für ein verstärkte Repräsentanz von Frauen in den Schaltstellen der Macht in Deutschland aus: „Wir brauchen Frauen auf allen Ebenen, auch in den Spitzenpositionen in Wirtschaft und Politik. Es ist zwar zu begrüßen, dass mit Angela Merkel jetzt erstmals eine Frau Kanzlerin der BRD geworden ist, doch das ist noch lange nicht genug. Denn bei dem gesellschaftspolitischen Programm der Großen Koalition ist leider eher ein Rückschritt in der Frauenpolitik zu erwarten.“
In der Tat gibt es viel zu tun in der Frauenpolitik. Frauen bekommen immer noch deutlich weniger Gehalt für gleiche Arbeit. In den Spitzenpositionen der Wirtschaft sind sie nur lächerlich gering vertreten. Frauen schaffen den Sprung in die Berufswelt oft nicht, da sie die Kinder erziehen. Dabei gibt es keinen Grund, warum hier nicht mal der Ehemann oder Freund einspringt. Aber dafür sind anscheinend immer noch viele schlicht zu stolz.
„Das Problem liegt auch darin, dass viele Frauen noch immer von der Kindheit an dazu erzogen werden, sich unterzuordnen.“, meint das GJ-Mitglied Janko Marklein aus Hannover „Aber auch Lehrerinnen und Lehrer müssen für das Thema sensibilisiert werden um geschlechtsneutral zu erziehen!“
Leider konnte die Gruppe auch aktiv erfahren, wie stark die Vorurteile noch bei vielen Menschen in unserer Gesellschaft verankert sind. Mehrere (meist ältere) Herren, nahmen die Aktion zu wörtlich und munterten auf: „Ja, Frauen zurück an den Herd, dafür kämpfe ich auch schon lange!“ Aber genau gegen solche Ideen hat die GRÜNE JUGEND Hannover am Samstag ein kleines Zeichen gesetzt, indem sie die Lächerlichkeit solcher Forderungen klarmachte und die PassantInnen zum selber Denken und zum selber Empören brachte.

Am Freitag, den 2. und Samstag den 3. Dezember 2005 fand in Lüneburg die letzte LaVo Klausur dieses Jahres statt.

Die Klausur wurde von uns allen als Chance gesehen, die Verhältnisse im Landesvorstand neu zu ordnen, unsere Kommunikation zu verbessern und eine bessere Aufgabenverteilung zu erstellen. Nach dem Abendbrot stand am Freitag Abend für Lisa, Sascha, Pat, Anna, Theresa und unsere Geschäftsführerin Friederike das Thema „Arbeitsweisen des LaVos“ auf dem Plan. Es wurde viel diskutiert und geschrieben, aber auch sehr viel gelacht. Wir redeten über die Art und Weise der Kommunikation im LaVo und darüber, wie wir uns die Zukunft der LaVo Arbeit vorstellen. Diese Arbeit machte uns so viel Spaß, dass wir (mit Hilfe einiger Tassen Kaffee) bis spät in die Nacht tagten. Nach Beendigung des offiziellen Teils diskutierten wir noch über Genderpolitische Aspekte und nach einer lustigen Zigarette waren dann auch fast alle im Bett. Nur einige wenige NachtschwärmerInnen diskutierten noch oder lasen.
Am frühen Samstag Morgen (und es war verdammt früh, das könnt ihr uns glauben), starteten wir mit dem inhaltlichen Teil durch. Zuerst verteilten wir die Aufgaben des Lavo neu, da in der Vergangenheit oft einiges ungeregelt verlief. Wir machten uns Gedanken darüber, was wir als LaVo alles zu tun haben und zu unser aller Freude gab es bei den Wünschen, wer was machen möchte, fast keinerlei Überschneidungen. Alle kamen also auf ihre Kosten, sodass wir nun ein Inhaltlich für die nächsten drei Monate gut gerüsteter LaVo sind.
Später wurden Einzelheiten zu den Dingen besprochen, die momentan oder in absehbarer Zukunft gemacht werden müssen. Der Ablauf der LMV (die übrigens vom 24. bis zum 26. März stattfinden soll) wurde ebenso durchdacht wie das Vorgehen bei der Kommunalwahl, die Zuständigkeiten der Homepage und die Verwendung des im Entstehen begriffenen Konsum Readers.
Auch für den nächsten LaVo gibt es nun schon eine Liste von Dingen, die erledigt werden müssen. Und wer viel arbeitet braucht hier und da auch mal eine Pause. So wurde vereinbart, dass vom 23. Dezember bis 1. Januar LaVo Ferien sind. Während dieser Zeit werden wir neue Energie tanken, um nächstes Jahr frisch weitermachen zu können.
Letztendlich gehen wir mit einem sehr guten Gefühl aus dieser Klausur und sind fest entschlossen, die neuen Strukturen zu nutzen, um bis zur LMV im März eine gute Arbeit zu leisten.
Mit freundlichen, euphorischen Grüßen, EUER LANDESVORSTAND

Weltweit sind etwa 40 Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert. Dieses Jahr haben sich 30 % mehr Menschen infiziert als im letzten Jahr.

A = Acquired
I = Immune
D = Deficiency
S = Syndrome

Auch wenn alles gelaufen scheint: Wir erzählen´s euch trotzdem noch mal.

Dieses Jahr haben sich 30 % mehr Menschen mit dem HIV – Virus infiziert. Die Zahl der Neuinfizierten sei von rund 2.000 pro Jahr auf etwa 2,600 in 2005 gestiegen, so die neusten Statistiken. Weltweit sind etwa 40 Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert. Bedrohlich sind vor allem die Entwicklung in Osteuropa und Asien. Derzeit leben in Deutschland etwa 45.000 Menschen mit dem HI – Virus, allein in Niedersachen waren in den vergangenen Jahren zwischen 140 und 160 neue HIV-Tests positiv. Vor allem bei homosexuellen Männern steigen Infektionszahlen. Aber auch immer mehr Frauen infizieren sich mit dem HI – Virus, genau wie Menschen mit Migrationshintergrund. Die Landesregierungen sind in der Verantwortung, weiterhin starke Aufklärungsarbeit zu leisten. Aber die wirkliche Aufklärungsarbeit geschieht in den Köpfen der Menschen. AIDS ist immer noch ein tabu Thema bei uns Jugendlichen.

Die GRÜNE JUGEND ruft auf, über das Thema „AIDS“ zu reden.

Nicht nur in der Schule sollte über die Immunschwächekrankheit gesprochen werden, sondern auch im Privaten mit FreundInnen, mit den Eltern und in Jungendbeziehungen muss es ein Thema werden. Denn ein offener Umgang mit der Krankheit ist der erste Schritt in die richtige Richtung.
Menschen, die HIV-infiziert oder AIDSkrank sind, befinden sich in einer ganz besonders schwierigen Situation. Neben der Tatsache, dass AIDS unheilbar ist, leiden Betroffene oft an Diskriminierung und gesellschaftlicher Ausgrenzung. In der Schule, in der Familie und im Beruf findet dies statt. Dies bedeutet eine besonders hohe psychische Belastung der Betroffenen.
Eine bessere Aufklärung der Gesellschaft ist Pflicht, um eine Ausgrenzung von Menschen und eine Tabuisierung des Themas zu vermeiden.

Migrantinnen, Migranten und HIV/AIDS in Deutschland

Ein erheblicher Teil der Menschen nichtdeutscher Herkunft hat in Deutschland schlechtere Gesundheitschancen. Die Gründe liegen zum Beispiel in einer bisher nicht ausreichenden Öffnung des Gesundheitsversorgungssystems für Migrantinnen und Migranten, kulturellen und sprachlichen Barrieren sowie einer teilweise migrationsbedingten sozioökonomischen Benachteiligung. 21 Prozent der HIV-Neuinfektionen werden mittlerweile bei Menschen festgestellt, die aus ärmeren Regionen der Welt zu uns gekommen sind.
Es muss unseren Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern ein besser Zugang zu Informationen über AIDS und das HI – Virus ermöglicht werden. Zudem dürfen die Kommunikationsschwierigkeiten kein Hindernis sein, unsere ausländischen MitbürgerInnen zu Informieren. Benachteiligungen bei der gesundheitlichen Versorgung treffen Menschen mit schweren Erkrankungen wie zum Beispiel einer HIV-Infektion besonders hart. Trotzdem sind spezielle Hilfsangebote für Migrantinnen und Migranten mit HIV/Aids bisher Mangelware. Zwar öffnen sich die traditionellen Anlaufstellen wie die AIDS-Hilfen, Gesundheitsämter und andere Projekte schon seit geraumer Zeit auch für diese Zielgruppe, doch haben viele Hemmungen, Hilfe in Anspruch zu nehmen: Weil mensch Diskriminierung fürchtet, es um Tabuthemen geht, niemand von der HIV-Infektion erfahren soll und schon gar nicht die eigene „Community“. Denn wer dort ausgegrenzt wird, fällt aus seinem normalen Umfeld heraus.
Hier Fordert die GRÜNE JUGEND Niedersachsen eine starke Förderung von Information in den „Communities“, eigene Informationstreffen zu dem Thema AIDS und dadurch gezielte Information von innen.

Links

AIDS Beratungsstellen Suche für Niedersachsen
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Das Projekt „FightAids@Home“ (link zum Artikel vom Bundesverband der Grünen Jugend)