Jung-grüne Grundsätze für die Kommunalwahlen 2006

Im September finden in Niedersachsen die Kommunalwahlen 2006 statt. Die Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit mit ihrer Stimme die Weichen für die Zukunft ihrer Kommunen zu stellen. Die GRÜNE JUGEND Niedersachsen (GJN) macht sich hierbei insbesondere für die Belange der jüngeren Generation stark. Wir stehen für eine ökologisch-soziale Politik und eine Weiterentwicklung grüner Politik vor Ort!

Jugend nach vorn!

Den Belangen und der Teilhabe junger Menschen ist in allen Politikbereichen mehr Gewicht zu verleihen. Dies ist u. a. durch eine stärkere Repräsentanz dieser Generation in den Entscheidungsgremien zu erreichen: Junge Menschen in die Räte! Die GJN fordert einen konsequenten Ausbau der Kindergarten- und KiTa-Plätze. Eine Verbesserung der Angebote in diesem Bereich fördert zugleich die Möglichkeit zur Berufstätigkeit gerade von jungen Frauen und verhilft ihnen dadurch zu mehr Gleichberechtigung. Schluss mit maroden Schulgebäuden: Wir wollen eine Verbesserung der Lernsituation an den Schulen! Jugendliche brauchen eine intakte Lernumgebung, um an Bildung partizipieren zu können. Initiativen und Projekte von und für junge Menschen gilt es entschieden zu fördern. Von der Skaterbahn, Sportangeboten bis zum Jugendtreff, Infrastruktur für junge Menschen muss gesichert und weiter ausgebaut werden!

Grüne Kommunen in Niedersachsen!

Beschluss der Landesmitgliederversammlung der Grünen Jugend Niedersachsen vom 26.03.2006

Die Kommunalwahl im Herbst rückt in Niedersachsen kommunalpolitische Themen in den Blickpunkt öffentlicher Diskussionen. Doch die Menschen interessieren sich nicht nur für die Positionen der Parteien und die Wahl der Ratsmitglieder und BürgermeisterInnen. Sie fragen sich auch, welche Möglichkeiten sie haben, politische Prozesse in ihren Städten und Dörfern direkt zu beeinflussen. Die GRÜNE JUGEND NIEDERSACHSEN (GJN) schließt sich dieser Frage an und kommt zu dem Ergebnis, dass die rechtlichen Möglichkeiten, aber vor allem die praktische Umsetzung direkter kommunaler BürgerInnenbeteiligung in Niedersachsen längst nicht ausreichen. Wir kämpfen daher für einen Bewusstseinswechsel in der Kommunalpolitik: Uns gehören die Städte und Dörfer und wir wollen sie gestalten!

Mehr BürgerInnenbeteiligung macht Sinn!

Mehr BürgerInnenbeteiligung bringt viele Vorteile: Menschen, die an Planungen und Entscheidungen mitgewirkt haben, identifizieren sich mit den Ergebnissen ihrer Arbeit und sind eher bereit sich an Gemeinschaftsprojekten zu beteiligen. Menschen, die das Gefühl haben in ihrer Kommune gehört zu werden, integrieren sich in die Gemeinschaft. Entscheidungen, die unter der Beteiligung möglichst vieler zustande gekommen sind, sind gerechter und nachhaltiger. Sie vermeiden Prestigeprojekte, wie teure Repräsentationsbauten und sinnlose Marketingkampagnen.

Kommunale Entscheidungen eignen sich besonders für direktdemokratische Mitwirkung. Lokale VerantwortungsträgerInnen sind den Menschen eher persönlich bekannt, BürgerInnenversammlungen sind auf Stadtteilebene möglich und die Ergebnisse eigener politischer Arbeit werden besonders schnell und unmittelbar spürbar.

Um die Beteiligungsmöglichkeiten zu erhöhen setzt die GJN sowohl auf eine Öffnung der Ratsarbeit und die indirekte Beteiligung der BürgerInnen als BeraterInnen und kritische Öffentlichkeit, als auch auf die Nutzung von direktdemokratischen Instrumenten, die den BürgerInnen unmittelbare Entscheidungskompetenzen einräumen:

Heftige Kritik übt der Landesvorstand der Grünen Jugend Niedersachsen anlässlich des „Energiegipfels“ an den atompolitischen Gedankenspielen von Union und Energiewirtschaft.

Atomenergie als Teil des zukünftigen deutschen Energiemixes in Betracht zu ziehen, ist schlichtweg verantwortungslos! Wer 20 Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl die Risiken dieser Technologie verharmlost und sich zum Sprachrohr der Atomlobby machen lässt, der hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt.
Der einzig zukunftsträchtige Weg in der Energieversorgung des 21. Jahrhunderts führt über Erneuerbare Energien. Dies sollte endlich auch Ministerpräsident Wulff erkennen. Gerade für Niedersachsen bieten massive Investitionen in Erneuerbare Energien enorme Chancen. Offshore-Windkraft vor der Nordseeküste, Biomasseanlagen im ländlichen Raum und Solarmodule auf den Dächern – wer dieses Entwicklungspotenzial nicht erkennt und stattdessen von einer Verlängerung der AKW-Laufzeiten faselt, der verspielt die Zukunftschancen Niedersachsens.

Anlässlich des internationalen Praktikantenaktionstages am 1. April fordert die GRÜNE JUGEND Niedersachsen ein Umdenken bei ArbeitgeberInnen und PolitikerInnen. Die Tatsache, dass immer mehr PraktikantInnen praktisch normale Vollzeitarbeit verrichten, ohne dafür entlohnt zu werden, dürfe nicht länger hingenommen werden.

Dazu meint Helge Limburg, Sprecher des Landesvorstandes: „Die Situation in Deutschland und der gesamten EU ist mittlerweile unerträglich geworden. Vielfach besetzen Unternehmen reguläre Arbeitsplätze mit PraktikantInnen um so Lohnkosten zu sparen. Die PraktikantInnen werden im normalen Arbeitsablauf fest eingeplant, statt etwas zu lernen und betreut zu werden. Reguläre, sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze werden so vernichtet. Das ist Ausbeutung pur, das ist vieltausendfacher Rechtsbruch!“
Besonders beschämend sei, dass nicht nur Unternehmen, sondern auch der Staat zur Verschärfung der Situation massiv beitrage. In allen Bundesministerien leisten PraktikantInnen unbezahlt Aushilfsarbeiten. Die Bundesagentur für Arbeit schickt Jugendliche ohne Abschluss bis zu 1 Jahr (!) als kostenlose PraktikantInnen in Betriebe, wo diese vielfach als normale Aushilfskräfte missbraucht werden, ohne eine reale Jobchance zu bekommen. „Die gute Absicht, nämlich Berufserfahrungen zu vermitteln, wird durch die skrupellose Praxis der Firmen untergraben. Davor darf die Arbeitsagentur nicht länger die Augen verschließen.“ meinte Limburg weiter.
Auch Sozial- und Wohlfahrtsverbände bedienen sich immer häufiger der billigen Arbeitskraft von PraktikantInnen. Solange der Staat und öffentliche Einrichtungen also vorleben, dass Ausbeutung und Verletzung des Arbeitsrechts in Ordnung sind, müsse sich niemand wundern, wenn Unternehmen sich ebenso verhielten.
Die GRÜNE JUGEND Niedersachsen unterstützt die Forderungen der Gewerkschaften nach einer gerechten Entlohnung und angemessenen Betreuung während eines Praktikums und ruft zur Teilnahme am europaweiten Praktikantenaktionstag auf.

Siehe auch:

Gemeinsame Pressemitteilung der GRÜNEN JUGEND mit dem europaweiten junggrünen Dachverband FYEG: Young European Greens and German Green Youth demand fair internships!
Flyer der GRÜNEN JUGEND: Lass Dich nicht ausbeuten
Artikel im Spunk, unserer Mitgliederzeiung: Die Leiden der jungen Bewerber
Tipps und Tricks für Azubis
Fotogalerie von einer Aktion der Grünen Jugend in Oranienburg gegen Ausbeutung und Artikel zur Aktion

„Vielleicht ist der Herr Minister Schünemann jetzt etwas beruhigt. Er hat begriffen: Für seine Sicherheit sorgt die Polizei. Es braucht weder Bundeswehr noch Fußfesseln oder ähnlichen Schwachsinn in Niedersachsen.“ spottete Helge Limburg, Sprecher des Landesvorstands.
Er persönlich habe aber eine andere Bilanz der Polizeiarbeit 2005. „Wir sollten nicht vergessen, was nicht in der Statistik auftaucht. Da fallen mir der überharte Polizeieinsatz gegen eine Anti-NPD-Demonstration in Braunschweig ein, die Abhörmaßnahme gegen Wolfsburger JounalistInnen oder auch die brutale, menschenverachtende Abschiebepraxis. Für all das trägt der Innenminister die politische Verantwortung.“ Angesichts dieser Ereignisse bestehe zum Feiern also kein Grund.

Zu den Warnstreiks der ArbeitnehmerInnen der Metallindustrie in Niedersachsen erklärt der Landesvorstand der GRÜNEN JUGEND Niedersachsen seine Solidarität mit den Beschäftigten und ruft dazu auf sich an den Warnstreiks zu beteiligen.

Anscheinend ist die ArbeitgeberInnenseite an keiner echten Einigung mit den ArbeitnehmerInnen interessiert. Sonst hätte sie ein konkretes Angebot unterbreitet und nicht versucht durch Verzögerungstaktiken die Verhandlungen zu verschleppen.
Deswegen ist es jetzt das gute Recht der rund 70.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Niedersachsen nach Auslaufen des Tarifvertrages und der vierwöchigen Friedenspflicht in Warnstreiks für ihre Forderungen zu kämpfen.
Die IG Metall Niedersachsen als Vertretung der ArbeitnehmerInnen hat dabei in den bisherigen Tarifverhandlungen akzeptable und vernünftige Forderungen aufgestellt. Eine Erhöhung der Einkommen um 5 % ist angesichts von Millionengewinnen der Unternehmen, einer steigenden Arbeitsproduktivität und einer relativ hohen Inflationsrate wegen der Mehrwertsteuererhöhung 2007, wirtschaftlich von Vorteil für die Beschäftigten und auch für die Unternehmen. Die vielen erfolgreichen Firmen können die Lohnerhöhungen locker verkraften, währenddessen Unternehmen in Notsituationen ohnehin seit dem Jahr 2004 nach dem Pforzheimer Modell vom Tarifvertrag zur Erhaltung von Arbeitsplätzen abweichen können. Somit hätte eine deutliche Lohnerhöhung keine negativen Effekte auf die Arbeitsplatzsituation. Im Gegenteil: Die lahmende Binnenkonjunktur würde durch Einkommenssteigerungen belebt, wovon letztlich auch die Metallverarbeitenden Firmen in Niedersachen durch eine verbesserte Auftragslage profitieren.
Ausdrücklich unterstützt die GRÜNE JUGEND Niedersachsen das Ziel der IG Metall, die Aufnahme von verpflichtenden Innovationen und Qualifizierungsmaßnahmen für Unternehmen im Tarifvertrag zu verankern. Somit wird Firmen, die Innovationen verschlafen, geholfen ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und dadurch langfristig Arbeitsplätze zu sichern.
Die GRÜNE JUGEND Niedersachsen ruft deshalb alle Beschäftigten in der Metallindustrie in Niedersachsen auf, sich an den im ganzen Land stattfindenden Warnstreiks zu beteiligen und somit dabei aktiv zu helfen die wirtschaftliche Situation von ArbeitnehmerInnen und Unternehmen zu verbessern.

Der IGEL 2006. Im zwölften Jahr seines Bestehens zieht der scheidende IGEL-Koordinator Sven-Christian Kindler eine Bilanz über das vergangene Jahr und zeigt Perspektiven für die weitere Entwicklung auf.

Mehr als nur eine Zeitung

Der IGEL ist neben dem Spunk die älteste Zeitung der GRÜNEN JUGEND. Fast identisch mit der GJN im Jahre 1994 gegründet, genießt er auch zwölf Jahre danach in GJ-Kreisen, landest -, wie bundesweit, und auch bei Altgrüns oder Interessierten einen herrvoragenden Ruf. Als besonders erfolgreich haben sich dabei der thematische Schwerpunkt, sowie die vielfältige Berichterstattung über verbandsinterne Aktionen aller Art erwiesen. Das Niveau der Artikel hat sich in den letzten Jahren auf hohem Niveau weiter gesteigert. Das liegt in erster Linie natürlich an den AutorInnen selbst, aber auch die strukturellen Veränderungen, wie eine Ausweitung der zweiseitigen Artikel, die Erhöhung der Seitenzahl für thematische Beiträge, oder auch die verstärkte Konzentration von Zwischenüberschriften in Texten zu verwenden, haben ihren Anteil dazu geleistet. Gerade im letzten IGEL 47 gab es unzählige spannende und informative Beiträge rund um das Thema Globalisierung. Trotzdem kommen die Ereignisse aus dem Verband nicht zu kurz. Über landes- wie bundesweite Aktionen der GRÜNEN JUGEND berichten die verschiedensten AkteurInnen im Internteil, seien es landesweite Aktionstage, Ortsgruppenveranstaltungen, der Wahlkampf oder Seminare. Auch die kritische Auseinandersetzung mit Bündnis 90/ Die Grünen ist und muss Aufgabe des IGELs bleiben und darauf sollte in Zukunft angesichts einiger bedenklicher Entwicklungen – aktuell z. B. die Debatte um den BND-Untersuchungsausschuss oder die Entscheidung der Bundestagsfraktion über das Atomendlagergesetz- noch mehr Aufmerksamkeit gelegt werden.
Erfreulich ist die seit der letzten Ausgabe bestehende Kooperation mit der GRÜNEN JUGEND Bremen, wodurch die BremerInnen erstens die Möglichkeit haben ihre Aktivitäten und inhaltliche Schwerpunkte in Niedersachsen bekannt zu machen und andererseits der IGEL auch durch die Verbreitung in Bremen einen größeren LeserInnenkreis anspricht. Im Anzeigenbereich besteht dauerhaft die Chance neben der ganzseitigen Anzeige der Landtagsfraktion auch die halbseitige Anzeige der grünen-nahen „Stiftung Leben und Umwelt“ zu sichern. Im letzten IGEL hat die Stiftung bereits zum zweiten Mal inseriert und es ist zu hoffen, dass die Zusammenarbeit weiter fortbesteht, um so die Kosten des IGELs zu senken, gleichzeitig sich journalistisch, aber durch die gleiche politische Zielrichtung der Anzeigen, nicht korrumpieren zu lassen.

Kritisch bleiben -auch sich selbst gegenüber

Trotzdem der guten Positionierung des IGELs muss ich bekennen, dass es einige defizitäre Zustände beim IGEL gibt, die schon länger bestehen und auch in der letzten Amtsperiode der Redaktion nicht oder nur teilweiese befriedigend gelöst wurden konnten. Ein altes und aktuelles Problem bleibt die Frauenquote im IGEL. Während bei der Ausgabe 45 zur inneren Sicherheit der Frauenanteil der Artikel noch bei knapp über 50 % lag, war bei dem darauf folgenden IGEL nur noch bei einem gutem Drittel und lag bei dem GlobalisierungsIGEL knapp unter der 40 %-Marke. Es ist nicht so, dass wir es nicht versucht hätten. Doch während wir uns beim letzten IGEL vor Anfragen von Männern kaum retten konnten – wobei deren Schreibwille ja durchaus positiv zu werten ist – , kamen von Frauen eher weniger eigenständige Artikelvorschläge und wir sprachen die Meisten deshalb persönlich an. Gerade die rege Beteiligung am KongressIGEL zeigte, dass die Frauen gewillt sind zu schreiben und journalistisch beeindruckende Fähigkeiten aufweisen. Dieses Potenzial gilt es über verschiedene Methoden und Vorgehensweisen zu nutzen, so dass der Frauenanteil im nächsten IGEL wieder bei mindestens 50 % liegt. Ebenso wie die Unterrepräsentierung von weiblichen Beiträgen, verhält es sich teilweise mit der Regionalen Schwerpunktsetzung und der Auswahl an unterschiedlichen AutorInnen. Für die Zukunft sollte es ein Ziel sein, mehr verschiedene Personen aus den unterschiedlichsten Regionen Niedersachsens zu finden und die Auswahl an neuen AutorInnen zu erhöhen.

Weiter stachelig bleiben

Als die Zeitung mit dem Namen des Lieblingstieres der GRÜNEN JUGEND, hat der IGEL auch in Zukunft die Verpflichtung den natürlichen Verhaltensweisen dieses friedlichen und trotzdem stacheligen Wesens treu zu bleiben. Friedlich in der Hinsicht, dass wir in unseren Texten tolerant gegenüber anderen Meinungen und Lebensentwürfen bleiben. Und stachlig werden die RedakteurInnen und AutorInnen, wenn es gilt Ungerechtigkeiten aller Art zu recherchieren, aufzudecken und anzuprangern. Und dafür haben wir neue Arten der Veröffentlichung entwickelt und bereits etabliert. Der IGEL hat seit mehr als einem Jahr, neben seinem Hauptmedium – der alle drei Monate erscheinenden Print-Ausgabe- seine Publikationsformen erweitert. Mit dem KongressIGEL, der nun in Oldenburg zum dritten Mal erscheint, erweitern wir mit der Schreibwerkstatt die basisdemokratischen Partizipationsmöglichkeiten, werben so für die Printausgabe neue AutorInnen, und erstellen gemeinsam eine lustige und kreative Kongress-Zeitung, mit der sich alle TeilnehmerInnen auch noch in ein paar Jahren an dieses Wochenende erinnern können. Weiterhin können wir beim IGEL die Möglichkeit nutzen Artikel oder Printausgaben online auf unsere neue, attraktive Webseite zu stellen, und so jedem/jeder Schreibwilligen jederzeit, ohne Vorgabe von Seitenzahlen oder anderen Beschränkungen die Chance geben Artikel oder Interviews für den OnlineIGEL zu schreiben und diese dann auf der Homepage zu veröffentlichen. Wie wir sehen, haben wir die besten Möglichkeiten über verschiedene Publikationsformen für den IGEL journalistisch aktiv zu werden. Ob es nun ein Interview mit GlobalisierungskritikerInnen oder TierrechtlerInnen ist, eine thematische Online-Artikelreihe, eine Satire über konsumverrückte Jungliberale oder hochlyrische Gedichte über den Sinn eines Blaubeerkaugummis. Beim IGEL haben wir als Mitglieder die Entscheidungsgewalt darüber, wie und was passiert. Wir müssen das große Potenzial des IGELs nur nutzen. Damit der IGEL auch in Zukunft stachelig und investigativ über die kleinen und großen Themen des Lebens berichten kann. Im Herbst wird dann gefeiert. Wir feiern uns selbst. Die 50. Ausgabe des IGEL steht vor der Tür. Und dann machen wir ein 50 Seiten- Megaheft!
Sven-Christian Kindler (21) war zwei Jahre lang für den IGEL aktiv, davon ein Jahr als Redakteur und eines als Koordinator. Er ist seit heute neuer Schatzmeister der GRÜNEN JUGEND Niedersachsen.

Die GRÜNE JUGEND (GJ) Aurich veranstaltete am Samstag, den 25.02 im Cafe „fairStärkung“ einen Informationsabend mit anschließender Party für Mitglieder, Symphatisanten und politisch interessierten Schüler/innen.
Ab 18:00 Uhr hielt Patrick Drenske vom Landesvorstand der Grünen Jugend Niedersachsen (GJN) aus Hannover einen Vortrag über Strukturen, bevorstehende Aktionen, Seminare und Versammlungen auf Regionaler-, Landes-, Bundes- , europäischer und internationaler Ebene. Anschließend entstand eine durchaus lebhafte Debatte über mögliche Aktionen der Grünen Jugend (GJ), z. B. gegen die Atomkraftpolitik in Deutschland und den Niederlanden. Die vielen Gäste aus Aurich und ganz Ostfriesland zeigten großes Interesse an alternativen Ideen und alternativer Politik.
Die drei Mitglieder von Bündnis 90/Die Grünen, der Bundestagsabgeordnete Thilo Hoppe, Angelika Albers vom Kreisvorstand Aurich-Norden und Mareka Hillerns vom Ortsvorstand Aurich ermunterten die jungen Gäste, sich aktiv in die Politik einzumischen, zu hinterfragen und zu gestalten.
Außerdem wurde der Dokumentarfilm „Wir erobern die Städte vom Land aus“ gezeigt. Dieser Film über Neonazi-Strukturen in Niedersachsen verursachte eine beklemmende Stimmung unter den Zuschauern und machte deutlich, wie organisiert die rechte Szene ist.
Danach war es zunächst schwer zur „Young-Green-Party“ überzugehen. Am Buffet (bei einem Drink) und bei Musik kam wieder richtig gute Laune auf. In lockerer Atmosphäre wurden die verschiedensten Meinungen ausgetauscht.
An diesem Abend gewann die GRÜNE JUGEND Aurich weitere Mitglieder. Viele merkten, Politische Themen sind gar nicht so uncool.
Miro Akkermann, Sprecher der Grünen Jugend Aurich, freut sich über das erstarkte Interesse von Schüler/innen an der GJ Ortsgruppe Aurich. „Da ist ein klarer Aufwärtstrend zu erkennen“, so der 27-jährige.
Am kommenden Donnerstag den, 2. März, um 18:00 Uhr, trifft sich die GJ Aurich zu ihrer ersten großen Mitgliederversammlung wieder im Cafe „fairStärkung“(gegenüber Zoo Meyer und kik).
Alle politisch interessierten jungen Menschen sind dazu herzlich eingeladen. Thema am 2. März: „Wie kann das Angebot im Jugendzentrum Schlachthof (JuZ) in Aurich, unter Berücksichtigung aller Aspekte, verbessert werden“. Wir freuen uns über eine rege Teilname.
Mit freundlichen Grüßen, GRÜNE JUGEND Aurich

Zum Urteil des Oberverwaltungsgerichtes Lüneburg zum Atommüllendlager Schacht Konrad erklärt Stephan Schilling, Sprecher der GRÜNEN JUGEND:

„Das Urteil des OVG Lüneburg ist sehr bedauerlich. Nun muss schnellstmöglich geprüft werden, ob weitere rechtliche Schritte nicht doch noch möglich sind. Keinesfalls dürfen nun jedoch vorschnell Fakten geschaffen werden.

Das Urteil ändert nichts an unserer Einschätzung, dass Schacht Konrad nicht für eine Endlagerung von schwach verstrahltem Atommüll geeignet ist.

Für uns ist klar: Es braucht ein nationales Endlager. Aber ein solches kann es nur auf der Basis einer offenen Suche anhand objektiver Kriterien geben. Deshalb ist Umweltminister Gabriel nun in der Pflicht: Er muss schnellstmöglich ein Endlagersuchgesetz auf den Weg bringen.

Solange es kein solches Gesetz gibt und weiterhin versucht wird, die Endlagerfrage aus ideologischen Gründen auf Schacht Konrad und Gorleben zu verengen, gilt für uns: Der Kampf ist noch nicht vorbei!“

Frauen beanspruchen heute ganz selbstverständlich ihren Platz im Berufsleben. Sie haben ein Recht auf gleiche Chancen auf dem Arbeitsmarkt, aber die Realität sieht anders aus. Immer häufiger sind Frauen in Berufen mit schlechterem Einkommen als Männer im Berufsleben. In der deutschen Wirtschaft und in der Politik mangelt es an Frauen vor allem in Führungspositionen. Im Niedriglohnbereich und im Bereich der Teilzeitarbeit hingegen sind die Frauen weitaus häufiger vertreten als Männer und das meist nicht freiwillig. „Das muss geändert werden“, erklärt Sascha Reckermann vom Landesvorstand der Grünen Jugend Niedersachsen. Um aber gleiche Chancen für Frauen und Männer zu schaffen, müssen Frauen z. B. in der Wirtschaft gefördert werden. Daher fordert die GRÜNE JUGEND Niedersachen, Staatsaufträge bei denjenigen Unternehmen zu bevorzugen, die Frauenförderung in ihrem Betrieb durchführen. Auch sollte jedes größere Unternehmen eine/einen Gleichstellungsbeauftragte/n einstellen. „Es muss auch in Deutschland endlich klar sein, dass wir Frauen in der Politik und in wirtschaftlichen Führungspositionen brauchen“, führt Sascha aus.
Forderungen der Grünen Jugend Niedersachsen:

  • Eine Angleichung des Lohnes von Frauen und Männern bei gleicher
  • Arbeitsbelastung.

  • Die Gleichstellung von körperlicher Arbeit und psycho-sozialen
  • Belastungen via Lohnerhöhung.

  • Den Ausbau der Kinderbetreuung, nicht nur als Förderung von Frauen.
  • Die Einführung einer Frauen-Quote von 50 % in allen Aufsichtsräten
  • börsennotierter Unternehmen, wie es in Norwegen bereits praktiziert wird.

  • Einführung einer Quote von 50 % Frauen auf allen Landeslisten von allen Parteien, die sich zu Bundestagswahlen aufstellen, ebenso für alle Landtagslisten.
  • Die sofortige Einführung eines Bundesministeriums für
  • Gleichberechtigung, zur Überprüfung jeglicher Handlungen im Bereich Gleichberechtigung von Frau und Mann.

  • Zudem eine stärkere Förderung von Gendermaßnahmen in allen Bereichen.