Für uns  ist klar: Gute Politik fängt in den Kommunen an. Hier wird gelernt, gewohnt, gespielt, gearbeitet, gefeiert, kurz: gelebt.
Wir wollen Kommunen, die lebenswert für alle Menschen sind, unabhängig von ihrem Alter, der Herkunft oder der sexuellen Identität. Im Mittelpunkt soll der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Möglichkeiten stehen, nicht die Privilegien einiger weniger.
Für eine gerechte Gesellschaft müssen Perspektiven geschaffen werden. Deshalb fordern wir unter anderem eine soziale Schulpolitik, verlässlichen ÖPNV und ein inklusives Zusammenleben. Auch Tier und Umwelt müssen konsequent respektiert und geschützt werden, um eine vielfältige, ökologische Kommune zu schaffen.
Die GRÜNE JUGEND Niedersachsen will Kommunalpolitik aktiv mitgestalten und unsere Positionen klar vertreten. Insbesondere im Hinblick auf die Kommunalwahlen im Herbst 2016 wollen wir gemeinsam für junggrüne Inhalte und Teilhabe in allen politischen Bereichen streiten.

Der Einsatz von Pferde- und Hundestaffeln der Polizei ist auf versammlungsrechtlich geregelten Veranstaltungen fehl am Platz. Er dient  der Einschüchterung der Versammlungsteilnehmer_innen oder gar der  Anwendung von Zwangsmaßnahmen und Gewalt. Eine Vielzahl von Gründen  spricht gegen den Einsatz von Tieren auf Demonstrationen und  Versammlungen:

  • Trotz ihrer speziellen Ausbildung sind die Tiere nicht in jeder Situation kontrollierbar. Vor allem Pferde zeigen sich anfällig gegenüber auf Demonstrationen normalerweise anzutreffenden Umwelteinflüssen wie Lärm,  Bewegung, Schildern und ähnlichem. Geraten Tiere außer Kontrolle stellen sie eine erhebliche Gefahr für die  Veranstaltungsteilnehmer_innen und die Polizeibeamt_innen dar.
  • Die Gewaltanwendung mithilfe von Tieren ist als staatliche Zwangsmaßnahme nicht vertretbar, da sie nicht begrenz- oder dosierbar ist und somit auch die Verhältnismäßigkeit des Gewalteinsatzes nicht gewährleistet werden kann.
  • Der Einsatz von Tieren bei Veranstaltung dient primär der Einschüchterung der Veranstaltungsteilnehmer_innen und ist somit eine eskalative Maßnahme. Sie ist nicht vereinbar mit dem von uns geforderten positiven, die politische Meinungsbildung bejahendem Bild von Demonstrationen, sondern steht im Gegenteil für eine repressive Haltung gegenüber der Zivilgesellschaft.
  • Die beteiligten Tiere werden während des Einsatzes enormem Stress ausgesetzt. Aus unserer Sicht ist der Einsatz von Tieren auf Demonstrationen deshalb als Tierquälerei zu betrachten. Auch die Ausbildung ist schon als Tierquälerei zu werten, da gezielt auf Stresssituationen trainiert wird.

Die 1980 gegründete Tierrechtsorganisation sorgt mit ihren provokativen Kampagnen und Aktionen immer wieder für Aufsehen. Sie kämpft gegen Tierversuche, „Massentierhaltung”, Pelztierhaltung etc., was von der Richtung her erst einmal unterstützenswert klingt. Jedoch schafft PETA die Aufmerksamkeit mit abzulehnenden Aktionen, die meist mindestens eins der folgenden Dinge enthalten: Holocaust-Relativierungen, Rassismus, Sexismus und Lookismus. Beispielhaft sei hier die 2003 in den USA entstandene Aktion „Holocaust auf ihrem Teller” genannt. Dabei wurde der Shoah, bei der es sich um einen historisch einzigartigen Genozid handelte, mit der industriellen Tierhaltung, bei der es in erster Linie um die preiswerte Herstellung von Nahrungsmitteln geht, gleichgesetzt. Abgesehen von den komplett unterschiedlichen Intentionen, die dahinter steckten und stecken, ging die Aktion in eine derart antisemitische Richtung, dass sich der Zentralrat der Juden einschaltete und den Fall vor das Bundesverfassungsgericht brachte.

In vielen Kosmetikprodukten, von Zahnpasta bis Peeling, werden heute mikroskopisch kleine Plastikpartikel verarbeitet. Mikroplastikpartikel können in Kläranlagen nicht aus dem Wasser entfernt werden, gelangen unweigerlich in Flüsse und Meere und verteilen sich über den gesamten Globus. Damit verstärken sie die ohnehin schon prekäre Lage durch Plastikmüll in den Ozeanen. Im Meer stellen sie eine große Bedrohung für viele Meereslebewesen dar, da sich viele Schadstoffe an ihrer Oberfläche anlagern, beides zusammen von Meereslebewesen mit der Nahrung aufgenommen wird und viele Schadstoffe im Körper der Lebewesen verbleiben. Die Organe und der Stoffwechsel werden durch Ansammlung der Stoffe geschädigt. Durch die Nahrungskette werden viele Schadstoffe bis zum Menschen weitergegeben und verteilen sich in der ganzen Umwelt. Mittlerweile wurden Plastikpartikel z. B. im Trinkwasser und im Honig nachgewiesen.

Der Trend der stetig steigenden Zahl an Tierversuchen ist umzukehren, da Tierversuche für die Tiere großes Leid bringen und die Ergebnisse aus tierexperimenteller Forschung häufig nicht einwandfrei auf den Menschen übertragbar sind. Langfristig sollen möglichst alle Tierversuche durch tierversuchsfreie Experimente ersetzt werden.

Deshalb ist die Förderung von tierexperimenteller Forschung, die im Moment mehr als das Hundertfache der Förderung tierversuchsfreier Forschung beträgt, drastisch zu verringern und langfristig einzustellen. Die Gelder sollen stattdessen der tierversuchsfreien Forschung zur Verfügung gestellt werden. Zusätzlich ist mittelfristig für jeden Tierversuch der Nachweis zu erbringen, dass die Ergebnisse nicht auf dem Wege der tierversuchsfreien Forschung zu erhalten sind.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Niedersachsen und die GRÜNE JUGEND Niedersachsen rufen für kommenden Samstag (10. November) gemeinsam mit einem breiten Aktionsbündnis zur Teilnahme an der Großdemonstration für eine neue, faire Agrarpolitik in Niedersachsen auf.

Über fünfzig Landwirtschafts-, Umwelt-, Tierschutz-, Verbraucher-, Eine-Welt-Organisationen und Bürgerinitiativen beteiligen sich unter dem Motto „Wir haben es satt!“ an der Demonstration in Hannover. Auch die Landesvorsitzende und Spitzenkandidatin der niedersächsischen Grünen, Anja Piel, ruft zur Teilnahme auf: „Durch eine jahrzehntelange falsche Agrarpolitik ist Niedersachsen das Land der industriellen Massentierhaltung geworden. Wir lehnen Agrarfabriken strikt ab und fordern eine artgerechte Tierhaltung und den Stopp überdimensionierter Mast- und Schlachtanlagen.“ Trotz gestiegener Nachfrage sei Niedersachsen bundesweites Schlusslicht beim Ökolandbau. Eine rot-grüne Landesregierung werde ab 2013 den Wechsel vom Land der Agrarindustrie zum Land der nachhaltigen Landwirtschaft einleiten, so Piel.

Beschlossen auf der Landesmitgliederversammlung in Hannover

Grünerleben – Ökologischer Lebensstil ganz easy!

Die Naturkatastrophen der letzten Jahre, von El Nino bis Oder- und Elbeflut, haben eines mehr als deutlich gemacht: Es ist höchste Zeit für einen Wechsel in der Politik. Der Mensch lebt heute weit über seinen Verhältnissen er betreibt Raubbau an der Natur und zerstört damit nach und nach seine eigene Lebensgrundlage.

Die Skandale um BSE, Dioxin und verseuchte Futtermittel zeigen, dass auch im Bereich der Nahrungsmittelproduktion gravierende Veränderungen notwendig sind. Deutschland hat im Bereich der Umweltpolitik in den letzten Jahren Fortschritte erzielt, es sind jedoch weitere Schritte notwendig, um den drohenden Kollaps der Ökosysteme zu verhindern. Hierbei ist jedoch nicht nur die Politik, sondern jedeR Einzelne gefordert, seinen Beitrag zur Rettung der Erde zu leisten. Wir können mehr tun, als wir annehmen, denn fast unser gesamtes Verhalten hat Auswirkungen, die allzu oft unterschätzt werden!