Palmöl befindet sich in etwa 50 % der Lebensmittel im durchschnittlichen Supermarkt. Dabei geht es um Produkte wie Schokolade, Margarine, Fertiggerichten, Kosmetika, Haar- und Kleidungswaschmittel. Auch in Kraftstoffen findet es Anwendung. Es wird aus den Früchten der Ölpalme gewonnen und zu ungefähr 85 % (2007) in Malaysia und Indonesien hergestellt. Seit Dezember 2014 gilt eine neue EU-Verordnung, nach welcher Palmöl in der Zutatenliste der Lebensmittel explizit aufgeführt werden muss und nicht wie zuvor unter anderen Begriffen wie ”Pflanzliches Öl” zusammengefasst werden kann.

Zu der Entscheidung der schwarz-Gelben Koalition im Haushaltsausschuss, die Gelder zur Erhaltung des Yasuni Regenwaldes nicht frei zu geben, erklärt der Landesvorstand der GRÜNEN JUGEND Niedersachsen (GJN):
„Wir sind sehr enttäuscht darüber, dass die HaushälterInnen von CDU und FDP der engstirnigen Blockadehaltung von Minister Niebel gefolgt sind und beschlossen haben, die Gelder zur Erhaltung des Yasuni Regenwaldes nicht freizugeben. Diese Ignoranz der Bundesregierung gegenüber der Erhaltung der einmaligen Artenvielfalt und dem Schutz der indigenen Gruppen im Yasuni Nationalpark ist empörend. Die einst zugesicherten Gelder wären dringend notwendig gewesen für eine Abkehr von fossilen Brennstoffen und die globale Diskussion über nachhaltige, umweltschonende und sichere Energiequellen. Stattdessen scheint Niebel auch weiterhin Entwicklungspolitik als Subventionspolitik für deutsche Unternehmen zu verstehen.

Anlässlich der Haushaltsausschusssitzung des Deutschen Bundestags am Donnerstag erklärt die GRÜNE JUGEND Hannover (GJH) nach einer erfolgreichen Aktion am verkaufsoffenen Sonntag in Hannovers Innenstadt:
„Wir stehen vor einem historischen Moment und einer einzigartigen Chance. In einer Zeit, in der die Erdölreserven der Welt immer knapper werden, entschließt sich ein Staat, auf die Zerstörung einzigartigen Lebensraums und damit auf neu entdeckte Erdölvorkommen zu verzichten, wenn er eine 50 %ige Entschädigung erhält. Wir fordern den Haushaltsausschuss aus diesem Anlass dazu auf, die 50 Mio. €, die für Biodiversitätsschutz angedacht sind, für das Yasuní – ITT Projekt zur Verfügung zu stellen.“