Palmöl befindet sich in etwa 50 % der Lebensmittel im durchschnittlichen Supermarkt. Dabei geht es um Produkte wie Schokolade, Margarine, Fertiggerichten, Kosmetika, Haar- und Kleidungswaschmittel. Auch in Kraftstoffen findet es Anwendung. Es wird aus den Früchten der Ölpalme gewonnen und zu ungefähr 85 % (2007) in Malaysia und Indonesien hergestellt. Seit Dezember 2014 gilt eine neue EU-Verordnung, nach welcher Palmöl in der Zutatenliste der Lebensmittel explizit aufgeführt werden muss und nicht wie zuvor unter anderen Begriffen wie ”Pflanzliches Öl” zusammengefasst werden kann.

Letztes Wochenende fand auf dem Demeter-Hof „Hof Luna“ im schönen Leinebergland das Seminar „Essen & Trinken: Politik auf dem Teller“ statt.

Von Nahrungsmittelverschwendung und Welthunger, über Angler Rinder alter Zuchtrichtung vs. Turbokuh, bis hin zu Ernährungssouveränität, Nährstoffkreisläufen und nachhaltiger Landwirtschaft – bei diesem Seminar war wirklich alles dabei, was für einen rasanten Einstieg ins Thema Ernährungspolitik nötig ist. Einen Workshop machten mit uns zwei Menschen von der jAbL (junge Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft). Dabei ging es unter anderem um Solidarische Landwirtschaft (oft auch CSA genannt, was Community Supported Agriculture bedeutet). Besonders dieser Workshop konnte beide Seiten anscheinend so sehr begeistern, dass mensch auf zukünftige Zusammenarbeit hoffen und gespannt sein darf!

Welthunger ist viel mehr als einzelne Katastrophen oder Krisen. Welthunger, das sind seit Jahrzehnten rund eine Milliarde Hunger leidende und drei Milliarden unterernährte Menschen. Welthunger hat System. Derzeit wird weltweit ungefähr zweimal so viel Nahrung und Energie wie nötig produziert und riesige Mengen davon verschwendet, weil extrem viel Nahrung weggeworfen wird und in vielen Ländern zu viele tierische Produkte konsumiert werden.

In 2009 stand global betrachtet einem Menschen weniger als die Hälfte der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche als 50 Jahre zuvor zur Verfügung. Insgesamt werden weltweit eineinhalb Milliarden Hektar, zwölf Prozent der Erdoberfläche, landwirtschaftlich genutzt. Eine Ausweitung dieser Fläche ist kaum noch möglich, im Gegenteil gehen jedes Jahr zehn Millionen Hektar Land durch nicht angepasste Nutzung verloren und der Klimawandel sowie der drastische Verlust der Biodiversität werden beschleunigt und verschlechtern ihrerseits die Situation zunehmend.

Beschlossen auf der Landesmitgliederversammlung in Hannover

Grünerleben – Ökologischer Lebensstil ganz easy!

Die Naturkatastrophen der letzten Jahre, von El Nino bis Oder- und Elbeflut, haben eines mehr als deutlich gemacht: Es ist höchste Zeit für einen Wechsel in der Politik. Der Mensch lebt heute weit über seinen Verhältnissen er betreibt Raubbau an der Natur und zerstört damit nach und nach seine eigene Lebensgrundlage.

Die Skandale um BSE, Dioxin und verseuchte Futtermittel zeigen, dass auch im Bereich der Nahrungsmittelproduktion gravierende Veränderungen notwendig sind. Deutschland hat im Bereich der Umweltpolitik in den letzten Jahren Fortschritte erzielt, es sind jedoch weitere Schritte notwendig, um den drohenden Kollaps der Ökosysteme zu verhindern. Hierbei ist jedoch nicht nur die Politik, sondern jedeR Einzelne gefordert, seinen Beitrag zur Rettung der Erde zu leisten. Wir können mehr tun, als wir annehmen, denn fast unser gesamtes Verhalten hat Auswirkungen, die allzu oft unterschätzt werden!