GRÜNZEUG

Wie gewinnen rechte Akteur*innen eigentlich junge Menschen für ihre Interessen? Warum sind Kinder und Jugendliche für diese Ideologien besonders vulnerabel? Rechtsextreme Ideologien können viele verschiedene Formen annehmen. So haben wir es im ländlichen Raum zunehmend mit sogenannten völkischen Siedlern zu tun, die in dörflichen Strukturen Kinder und Jugendliche mit rechtsextremer Propaganda indoktrinieren. Wir haben Ruben Obenhaus von der Mobilen Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus für Demokratie in Niedersachsen gefragt, wie wir die Instrumentalisierung von Kindern und Jugendlichen von rechts verhindern können und welche Möglichkeiten es gibt, völkischen Siedlern entgegenzuwirken.

Empfehlungen (alle von Ruben):

Broschüre: Völkische Siedlungen. Rechtsextreme Rückzugs- und Aktionsräume im ländlichen Raum Niedersachsens
Falsche Propheten von Leo Löwenthal

Als GRÜNE JUGEND sind wir mehr als bloß Mehrheitsbeschaffer*innen für Bündnis 90/ Die Grünen. Wir haben vielfältige Aufgaben und Funktionen – und wir haben insbesondere im Wahlkampf eigene Ziele. Doch wie sehen diese eigentlich aus? Wohin entwickelt sich die GRÜNE JUGEND Niedersachsen? Was erwarten und erhoffen wir uns vom Superwahlkampfjahr in Niedersachsen? Wir haben mit unserem politischen Landesgeschäftsführer Felix Hötker über Verbandsentwicklung und die Rolle der GRÜNE JUGEND Niedersachsen in den kommenden Monaten gesprochen – und nicht nur das: Wir haben auch unsere Mitglieder gefragt, was die GRÜNE JUGEND für sie eigentlich bedeutet. Die Antwort darauf erfahrt ihr in der neuen Folge GRÜNZEUG!

Empfehlungen:

Felix: Das alte Denken der neuen Rechten von Ralf Fücks, Christoph Becker (Hg.)

Am IDAHoBIT, dem internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie, wollen wir für ein vielfältige Gesellschaft streiten. Kein Mensch sollte für seine individuelle sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität diskriminiert werden. Kein Mensch sollte außen vor stehen oder sich “outen” müssen. Wir stehen für Diversität und nicht für ein längst veraltetes und menschenverachtendes Bild vom “normal-sein”!

Daher sprechen wir in dieser Woche mit Terry Reintke, Mitglied des europäischen Parlaments, über ein vielfältiges Europa und wie wir die Stigmatisierung und Diskriminierung gegen vulnerable Gruppen endlich beenden können.

Empfehlungen:

Terry: Atlas of Hate

 

Wenn der deutsche Nationalsozialismus im Bundestag als “Vogelschiss” oder das Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Berlin als “Mahnmal der Schande” diskreditiert werden, wird immer aufs Neue über Erinnerungs- und Gedenkkultur debattiert. Noch immer kleiden die Namen von hochrangigen Nationalsozialisten Schulen, Straßen, und Universitäten. Und das im Land des selbst ernannten “Erinnerungsweltmeisters”? Wer wurde am 8. Mai eigentlich von wem befreit? Lena Trilsbeek und Anna Dingler vom Allgemeinen Student*innenausschuss (AStA) in Lüneburg zeigen kurz nach dem “Tag der Befreiung” am 8. Mai, was gute Erinnerungskultur ausmacht und wie sie sich für eine bessere Erinnerungspolitik am Lüneburger Campus einsetzen.

Empfehlungen:

Lena: Desintegriert euch! von Max Czollek
Anna: Recherche über Max Mannheimer
Niklas: Kollektive Unschuld von Samuel Salzborn

Arbeitszeitverkürzungen, faire Löhne und bessere Arbeitsbedingungen sind schon lange linke politische Forderungen. Auch wir als Grüne Jugend Niedersachsen haben vor zwei Wochen auf unserer Landesmitgliederversammlung mehrere Anträge zu guten Arbeits- und Ausbildungsbedingungen beschlossen.

Der 1. Mai ist der Tag der Arbeit und des Arbeiter*innenkampfes. Eine tragende Rolle dabei spielen Gewerkschaften. Daher haben wir diese Woche mit Pauline Kracht von der ver.di Jugend über die Rolle von Gewerkschaften, Interessengegensätze und linke Arbeitskämpfe gesprochen.

Empfehlungen:

Pauline: Doku: Geschichte der Arbeiterbewegung
Mitglied bei ver.di werden

Kritik und Demonstrationen sind in einer Demokratie wichtig, die Demos der Corona-Leugner*innen sind jedoch strukturell antisemitisch. Auf diesen Demos werden gefährliche Verschwörungsideologien verbreitet und durch mangelnde Hygienemaßnahmen Menschen in Gefahr gebracht. Warum Verschwörungsideologien menschenfeindlich und antisemitisch sind, warum Corona zunehmenden Antisemitismus forciert hat und weshalb das so gefährlich ist, erklärt uns diese Woche Johanna Thiemecke von der Amadeu Antonio Stiftung.

Empfehlungen:

Johanna: Kurzfilm: Masel Tov Cocktail
Niklas: Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt von Danger Dan und Broschüre: Verschwörungen und Antisemitismus von LAK Shalom der GJ Niedersachsen

Ein kapitalistisch organisierter Wohnungsmarkt fragt nicht danach, wie Menschen wohnen wollen, sondern wie an diesem Wohnungsbedürfnis Geld verdient werden kann. Anders sind horrend steigende Mietpreise oder 600.000 Wohnungslose in Deutschland bei 600.000 leerstehenden Wohnungen nicht zu erklären. Die Berliner Initiative “Deutsche Wohnen & Co. enteignen!” geht nun dagegen vor und fordert die Enteignung großer Immobilienkonzerne. Was sie sich davon verspricht, was wir daraus für Niedersachsen lernen können und warum sich plötzlich ganz grundsätzlich die Frage nach Eigentum stellt, haben wir mit Mark Schrolle von “Deutsche Wohnen & Co. enteignen!” diskutiert.

Empfehlungen:

Mark: Die Sommer von Ronya Othmann
Niklas: Jacobin Ausgabe 4: Enteignet!

Als politischer Jugendverband wollen wir die Zukunft unserer Gesellschaft gestalten. Aber um Motivation für Engagement und Aktivismus zu finden, als auch um zu wissen in welche Richtung es gehen soll, müssen wir ein klares Ziel vor Augen haben. Hierfür haben wir Zukunftsvisionen oder Utopien. In diesen Utopien können wir unsere Vorstellung eines zukünftigen Zusammenlebens auf der Welt beschreiben und unsere Werte klar machen. Um genau zu wissen, was unter einer Utopie verstanden wird, wofür wir sie brauchen und wie wir diese anwenden können, haben wir diese Woche mit Jonathan Thurow gesprochen.

Empfehlungen:

Jonathan: Lesekreisreader: Das Unmögliche möglich machen. Braucht Politik Utopien?

“Wenn du dich nur ausreichend anstrengst, dann kannst du alles schaffen!”

Dieses Aufstiegsversprechen geben wir seit Generationen weiter und wundern uns dann, warum die eigene Leistung scheinbar doch nie ausreicht. Aber können wir überhaupt alles erreichen? Geht es wirklich nur um Anstrengung und Leistung? Und viel wichtiger: Haben dabei alle Menschen dieselben Chancen? Ihr ahnt, dass wir dieser neoliberalen Erzählung etwas entgegenzusetzen haben. Was es mit sozialen Ungerechtigkeiten auf sich hat und wie diese strukturell bedingt werden, erklärt uns in dieser Folge Sarah-Lee Heinrich.

Empfehlungen:

Sarah-Lee: Jacobin Magazin

Der Kampf für die Gleichberechtigung aller Geschlechter spielt selbstverständlich nicht nur im zwischenmenschlichen Umgang miteinander eine Rolle. Die Strukturen des patriarchalen Systems, in dem wir leben, zeigen sich auf sehr vielen Ebenen. Unter anderem benötigt es eine feministische Transformation der Rechtspolitik. Denn nicht umsonst steckt in Gleichberechtigung das Wort Recht drin. Was genau dahinter steckt, wo Probleme liegen und wie wir die Rechtsprechung feministisch gestalten können erklärt uns diese Woche Lena Gumnior.

Empfehlungen:

Lena: Podcast: Justitias Töchter