Umwelt- & Tierschutz/Energie & Atom

Grundlage unseres derzeitigen Wirtschaftssystems ist Wirtschaftswachstum, welches durch gesteigerte Produktion von Gütern oder Erbringung von Dienstleistungen erzielt wird. Momentan verbrauchen wir Ressourcen so intensiv, dass wir diese in ihrer Existenz gefährden. Dies stellt eine Zerstörung unserer Umwelt dar und gefährdet die ökologische Zukunftsfähigkeit unseres Planeten.
Besonders problematisch sind die Verbrennung fossile Brennstoffe sowie die Haltung von Nutztieren. Der damit verbundene Ausstoß von Treibhausgasen ist eine Ursache für den globalen Klimawandel.

Während die Freihandelsabkommen TTIP und CETA in der europäischen Öffentlichkeit seit Langem kritisch diskutiert werden, ist das mindestens ebenso gefährliche Abkommen TiSA (Trade in Services Agreement) nur in Fachdebatten ein Thema. Dabei hätte TiSA größere Auswirkungen auf mehr Länder als TTIP und CETA zusammen.

TiSA wird seit 2012 zwischen 23 Verhandlungsparteien, darunter auch die EU, verhandelt. Seit 2014 werden von wikileaks Dokumente der Verhandlungen
veröffentlicht. Wegen seiner vielfältigen negativen Auswirkungen auf demokratische Wirtschaftspolitik lehnt die GRÜNE JUGEND Niedersachsen TiSA ab und fordert ein Ende der Verhandlungen zum Abkommen!

Die Vereinten Nationen haben 2015 zum Internationalen Jahr des Bodens erklärt, um ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Boden mehr ist als der Grund unter unseren Füßen. Ein ökologisch intakter Boden ist Grundlage unserer Ernährung und unverzichtbare Bedingung für sauberes Trinkwasser.

Diese Tatsache scheint in der Realität noch nicht besonders wahrgenommen zu werden und ist in den Köpfen der meisten Politiker*innen weltweit, in Europa und lokal noch nicht angekommen: Weltweit steigen die Absatzzahlen für Herbizide, zynischerweise „Pflanzenschutzmittel“ genannt, ins unermessliche. Grade in Ländern in denen nicht nur die Wirkstoffe, sondern auch gentechnisch veränderte Pflanzen zugelassen sind, werden Pflanzenschutzmittel jedes Jahr mehr verkauft. Die Pflanzen werden dort gentechnisch so verändert, dass sie gegen bestimmte Wirkstoffe resistent sind. Für die Landwirt*innen wird es damit möglich ihre Äcker auch während des Wachstums der Erntepflanzen gegen Unkräuter zu behandeln. Unkräuter bilden mit der Zeit jedoch Resistenzen gegen die ausgebrachten Wirkstoffe. Die Konsequenz daraus ist, dass mehr Mittel ausgebracht werden, um die Unkräuter wieder bekämpfen zu können. Das gentechnisch veränderte Saatgut wird häufig von denselben Hersteller*innen verkauft, wie das Mittel mit den zu den Pflanzen passenden Wirkstoffen. Die Menschen kommen dadurch in eine Abhängigkeit, der sie nur schwer bis gar nicht entfliehen können.

Pfand ist keinesfalls gleichbedeutend mit Mehrweg. Pfandflaschen sind entweder Einweg-, oder Mehrwegflaschen.

Unter anderem durch das Preisdumping der Discounter (und Supermärkte) ist die Anzahl der verkauften Mehrwegflaschen dramatisch unter 50 % gesunken. (Tendenz: fallend) Ausschließlich das Bier wird in Deutschland noch zu ungefähr 80 % aus Glas-Mehrwegflaschen getrunken.

Der Klimawandel stellt unsere Gesellschaft vor eine große Herausforderung. Um die Erderwärmung auf ein erträgliches Maß zu reduzieren, ist es notwendig die Kohlendioxid-Emissionen aller Gesellschaftsbereiche massiv zu reduzieren. Im Energiesektor hat in den vergangenen Jahren der Anteil CO2-freien Stroms aus erneuerbaren Energien stark zugenommen, auf inzwischen über 25%. Die Emissionen der Strombranche haben aber nicht im gleichen Maße abgenommen. Obwohl der Anteil der Erneuerbaren kontinuierlich steigt, hatten die Emission je Kilowattstunde ihren Tiefstand 2011 erreicht, seitdem liegen sie wieder höher. Dies liegt vor allem am steigenden Anteil von Kohlekraftwerken an der Energieerzeugung. Die Verbrennung von Kohle erzeugt, bezogen auf den erzeugten Strom, mit Abstand am meisten Kohlendioxid von allen Energieträgern. Das macht deutlich, dass der Energiesektor nur mit einem Abschied von der Kohle klimafreundlich werden kann.

Aus diesem Grund unterstützt die GRÜNE JUGEND Forderungen und Aktionen zu Kohleausstieg, wie zuletzt das Bündnis „Ende Gelände“. Die GRÜNE JUGEND Niedersachsen führt dieses Engagement fort.

Moore sind Feuchtgebiete und bestehen aus Torf (angesammelte, durch Sauerstoffmangel nicht gänzlich zersetzte Pflanzenreste). Sie wachsen nur extrem langsam, maximal 1 mm im Jahr [1]. Eine 1 m dicke Torfschicht ist also ca. 1000 Jahre alt.
Intakte Moore übernehmen viele wichtige Funktionen. Als extremer Lebensraum beherbergen sie eine einzigartige biologische Vielfalt und tragen damit zur Biodiversität bei [2]. Als Stofffilter bzw. Nährstoffsenke sorgen sie für sauberes Grund- und damit Trinkwasser [3]. Für die Erforschung der Menschheitsgeschichte sind sie durch die im Torf außerordentlich gut erhaltenen Funde (z. B. „Moorleichen“ oder Werkzeug) elementarer Bestandteil. Und auch als Klimaarchive bieten sie uns eine besonders gute Möglichkeit, das Klima der letzten Jahrtausende zu rekonstruieren [4].
In Zeiten des menschlich verursachten Klimawandels gewinnt aber wohl eine Funktion besonders an Relevanz: Moore speichern enorme Mengen an Kohlenstoff. Obwohl ihre Fläche weltweit nur ca. drei Prozent beträgt, ist in ihnen schätzungsweise 30 Prozent des Bodenkohlenstoffs gespeichert. Das ist fast die doppelte Menge wie in allen Wäldern weltweit [5]. Das Problem: Der Kohlenstoff kann nur von intakten Mooren zuverlässig gespeichert werden. Durch Entwässerung und Torfabbau wird er stattdessen wieder in die Atmosphäre abgegeben und trägt dort zum Klimawandel bei. Unsere Moore sind also Klimaschützer und tickende Zeitbomben zugleich.

Mikroplastik sind kleine Plastikteilchen mit einer Größe von unter 5 mm. Diese Teilchen werden von Kläranlagen nicht aus dem Wasser gefiltert und können sich dadurch in Gewässern und im Meer absetzen und in der Nahrungskette ansammeln. An Mikroplastik können sich viele Umweltgifte anlagern und gefährdet dadurch unsere Umwelt.

Glitter besteht aus Plastik, häufig aus Polyester und fällt in die Kategorie des Mikroplastiks. Da der Umweltschutz ein wichtiges Ziel der GJN ist, ruft die GJN ihre Mitglieder dazu auf, bei GJN-Veranstaltungen kein Glitzer mehr zu verwenden.

Palmöl befindet sich in etwa 50 % der Lebensmittel im durchschnittlichen Supermarkt. Dabei geht es um Produkte wie Schokolade, Margarine, Fertiggerichten, Kosmetika, Haar- und Kleidungswaschmittel. Auch in Kraftstoffen findet es Anwendung. Es wird aus den Früchten der Ölpalme gewonnen und zu ungefähr 85 % (2007) in Malaysia und Indonesien hergestellt. Seit Dezember 2014 gilt eine neue EU-Verordnung, nach welcher Palmöl in der Zutatenliste der Lebensmittel explizit aufgeführt werden muss und nicht wie zuvor unter anderen Begriffen wie ”Pflanzliches Öl” zusammengefasst werden kann.

Let’s divest! (Englisch: to divest – ablegen, abstoßen); Divestment bedeutet Desinvestition. Vor kurzer Zeit veröffentlichte der Weltklimarat seinen letzten Sachstandbericht. Essenz war: Wir rasen auf eine Klimakatastrophe zu. Seit Beginn der industriellen Revolution emittieren wir CO2 und andere Treibhausgase in die Atmosphäre. Die Folgen bekommen wir schon zu spüren – vor allem an Negativrekorden, die immer offensichtlicher werden. Die Eisfläche der Arktis hat sich zum Beispiel um die Hälfte reduziert. Wir haben Eines der wichtigsten Ökosysteme, die Arktis, der Erde angegriffen und quasi weggeschmolzen. Doch das ist nicht das Einzige:

  • Die letzten drei Jahrzehnte – jedes für sich war wärmer als jedes vorangegangene Jahrzehnt.
  • Die Permafrostböden in Sibirien – tauen und setzen Methan frei, das die Klimakrise nochmals verstärkt.
  • Inseln gehen unter – Menschen die aufgrund dessen fliehen müssen, werden mehr.
  • Die Ozeane – um 30 % saurer geworden.
  • Das westantarktische Eisschild- instabil.
  • Gletscher – schmelzen schneller als je zuvor.

Die 1980 gegründete Tierrechtsorganisation sorgt mit ihren provokativen Kampagnen und Aktionen immer wieder für Aufsehen. Sie kämpft gegen Tierversuche, „Massentierhaltung”, Pelztierhaltung etc., was von der Richtung her erst einmal unterstützenswert klingt. Jedoch schafft PETA die Aufmerksamkeit mit abzulehnenden Aktionen, die meist mindestens eins der folgenden Dinge enthalten: Holocaust-Relativierungen, Rassismus, Sexismus und Lookismus. Beispielhaft sei hier die 2003 in den USA entstandene Aktion „Holocaust auf ihrem Teller” genannt. Dabei wurde der Shoah, bei der es sich um einen historisch einzigartigen Genozid handelte, mit der industriellen Tierhaltung, bei der es in erster Linie um die preiswerte Herstellung von Nahrungsmitteln geht, gleichgesetzt. Abgesehen von den komplett unterschiedlichen Intentionen, die dahinter steckten und stecken, ging die Aktion in eine derart antisemitische Richtung, dass sich der Zentralrat der Juden einschaltete und den Fall vor das Bundesverfassungsgericht brachte.