Berichte


Interview mit Jan Philipp Albrecht.

GRÜNE JUGEND Niedersachsen: Was hältst Du von der Sicherheitsdebatte nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Breitscheidplatz?

 

JPA: Ersteinmal haben die Berlinerinnen und Berliner sehr besonnen reagiert und sich nicht verrückt machen lassen, das finde ich gut. Dass die Bild-Zeitung die Überschrift „Angst“ auf die Titelseite genommen hat, hat nicht die Realität gespiegelt und das ist beruhigend. 

Am Wochenende vom 18.11.2016 bis zum 20.11.2016 fand in Braunschweig ein Seminar der GRÜNE JUGEND Landesverbände Bremen und Niedersachsen zum Thema „Gedenken an die Verbrechen des Nationalsozialismus“ statt. Auf dem Programm standen ein kritischer Stadtrundgang, sowie mehrere Workshops und Diskussionen.

Naturschutz – Lust auf Mee(h)r?  – unter diesem Titel haben sich Mitglieder der Grünen Jugend Niedersachsen und Gäste in Cuxhaven getroffen. In mehreren Workshops mit Naturschützer*innen und Mitgliedern von WWF, Greenpeace und den Grünen vor Ort wurden die Probleme rund um Mikro- und Makroplastik im Meer, verlorenen Fischereinetzen, Überfischung, den Pros und Kontras von Windenergieanlagen und die Problematik der Erdölförderung im Meer besprochen. Es gab ein Planspiel zum Errichten eines Windparks, in denen die Teilnehmenden die Perspektiven verschiedener Interessengruppen einnahmen. Außerdem gab es eine Führung und Wanderung durch das Sandwatt. Zwischen den Veranstaltungen war genug Zeit, die warme Jugendherberge zu verlassen, 50 Meter über den Deich zu gehen und den kalten Nordseewind am Strand zu spüren. Es war ein sehr schönes und informatives Wochenende 🙂

Naturschutzseminar

Antisemit*innen, Holocaustleugner*innen und Verschwörungstheoretiker*innen in mehreren deutschen Landtagen. Immer noch täglich brennende Geflüchtetenunterkünfte auch in Niedersachsen. Rechtsextremes Gedankengut mehr und mehr in der gesamten Gesellschaft verbreitet. Es ist Zeit, sich in einem Seminar dieser Thematik zu widmen. Deswegen trafen wir uns vom 12.-14. August dazu in Hannover.

rotenburgWie macht der LAK (Landesarbeitskreis) AntiRa weiter? Diese Frage haben wir uns im vergangenen Frühjahr auf der Landesmitgliederversammlung in Oldenburg gestellt. Immerhin kann die GRÜNE JUGEND mehr, als sich bloß in die Politik einzumischen. Stacheln zu zeigen heißt vielmehr auch, sich durch gemeinsames Diskutieren, Nachdenken und Lernen Erkenntnisse anzueignen. Diese hilft uns, die Welt besser zu verstehen und damit auch zu wissen, wie wir gern leben wollen. Es hilft uns auch zu wissen, welche Geschehnisse eine Gesellschaft in der Vergangenheit geprägt haben. Noch immer tragen wir die Konsequenzen nationalsozialistischer Verbrechen in der Gesellschaft mit uns herum. Eine wichtige Rolle, Erinnerung an die Vergangenheit am Leben zu halten, spielen dabei die Gedenkstätten. Die massenhafte Ermordung von Menschen in Auschwitz und anderen großen Konzentrationslagern sind hier die bekanntesten Beispiele. Dennoch gibt es auch noch immer blinde Flecken in der Geschichte, die dem Auge der Öffentlichkeit nur wenig Einblick ermöglicht haben. So wurden im Zuge der rassistischen Politik Nazideutschlands beispielsweise unzählige Menschen mit Behinderungen in sogenannten „Euthanasie-Programmen“ ums Leben gebracht.

Vor einer Woche fand in Oldenburg die Landesmitgliederversammlung (LMV) der GRÜNEN JUGEND Niedersachsen unter dem Thema „Asyl und Flucht“ statt. Vom 27. bis zum 29.03. gab es dort Workshops, Diskussionen, Debatten und Beschlüsse zum LMV-Thema und zu anderen, diversen Themen. Die rund 80 Teilnehmenden beschäftigten sich darüber hinaus umfassende mit der Änderung der Satzung und Geschäftsordnung und wählten einen neuen Landesvorstand.

Am Samstag, dem 14.2., fand der erste Gendertag der GRÜNEN JUGEND Niedersachsen statt. Bei dieser eintägigen Veranstaltung ging es uns darum, ein Forum für alle Mitglieder und Interessierte zu schaffen, sich abseits der Gendertreffen auf Landesmitgliederversammlungen mit diesem Themenbereich zu beschäftigen. Dieser Text ist ein kurzer Bericht über den Inhalt dieses sehr erfolgreichen Experiments:

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Workshop zu sexueller Gewalt an Frauen* mit Behinderung mit Katrin Langensiepen

Der erste Workshop des Tages wurde durch Katrin Langensiepen, Sprecherin der grünen Landesarbeitsgemeinschaft Soziales, geleitet. Sie führte zu Beginn in die Bielefelder Studie zu sexueller Gewalt an Frauen* mit Behinderung ein. In dieser wurden Frauen* mit Behinderung sowohl in Einrichtungen als auch in Haushalten zu ihren (sexualisierten) Gewalterfahrungen befragt. Hier wurde deutlich, wie selten insbesondere Frauen* in Einrichtungen ihre Rechte auf Privatsphäre und körperliche Unversehrtheit verwirklichen können. Da eine Anstellung auf dem ersten Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung selten erreicht wird und Werkstätten oft weit außerhalb der Ballungsräume angesiedelt sind, ergeben sich zwangsläufig starke Abhängigkeitsverhältnisse zu Pflegekräften. Dass dieser Umstand häufig für sexuelle Übergriffe ausgenutzt wird, geht aus der Studie deutlich hervor. Doch nicht nur Pflegekräfte vergreifen sich an Frauen*: auch von Zimmernachbarn und in Beziehungen ist sexuelle Gewalt an der Tagesordnung.

von Christian Hinrichs (LAK AntiRa)

Unter dem Titel „Recht(sextrem)e Lebenswelten“ hat der LAK AntiRa in der ca. 20.000 Einwohner*innen zählenden Stadt Northeim ein Seminar angeboten. Der Titel gab auch das Rahmenprogramm für die Workshops & Vorträge vor: Unter rechten Lebenswelt(en) werden „vorpolitische“ Räume verstanden, in denen sich Einstellungsmuster zu noch keinem ganzheitlichen politischen Weltbild verfestigt haben. In diesem Sinne können vorpolitische Räume als „Foyer“ zu geschlossenen politischen Weltbildern betrachtet werden; politische Inhalte werden hier selten direkt, zumeist subversiv, erlebnisorientiert (bspw. über Musik) und identitätsstiftend vermittelt. Merkmale dieser vorpolitischen Räume sind u.a. ein ausgeprägtes Freund-Feind-Denken, Größenwahn bzw. Selbstüberschätzung der eigenen (politischen) Rolle/strongedeutung, Verfolgungswahn bzw. Überzeichnung einer angeblichen Opferrolle (bspw. „Fremd im eigenen Land“) und nicht zuletzt die Konstruktion von Bezugspunkten kollektiver Identität (bspw. „Lokalpatriotismus“).
In zwei dieser Lebenswelten haben wir auf dem Seminar eingetaucht – den ländlichen Regionen und der Spaß- und Erlebniswelt des Musikbereichs.

Öffentlichkeitsarbeit macht nicht nur die Presse
GRÜNE JUGEND Niedersachsen macht sich fit in Sachen Medien und Rhetorik

Oldenburg – Effiziente Presse- und Öffentlichkeitsarbeit stand im Mittelpunkt unseres Seminars vom 30. Mai bis 1. Juni. Mit zehn Teilnehmer*innen aus allen Regionen Niedersachsens erarbeiteten wir uns in verschiedenen Workshops die Grundlagen der Pressearbeit, wie z. B. das Verfassen und Platzieren von Pressemitteilungen. Einen weiteren Schwerpunkt stellte ein Rhetorik-Training dar.

Den Workshop zum Bereich Pressearbeit leitete Oliver Schulz von der Kommunikationsagentur „Mediavanti“. Durch seine ausgedehnte frühere Tätigkeit als Journalist konnte er einen Einblick in die Arbeitsweise von verschiedenen Zeitungs- und Onlineredaktionen liefern. Ebenso haben wir hier die Grundlagen erfahren, wie gute Pressemitteilungen zu gestalten sind und wodurch sich die Chancen erhöhen lassen, dass diese auch Verwendung in der Presselandschaft finden.