Allgemein

Pressemitteilung, Donnerstag, 18.11.2021

Nach der Bekanntgabe ein neues Werk für die Produktion des Elektro-Modells Trinity in der Nähe von Wolfsburg zu bauen, kritisiert die GRÜNE JUGEND Niedersachsen die Konzern-Strategie des niedersächsischen Autobauers Volkswagen. Die Jugendorganisation der Grünen sieht in dem momentanen Handeln des Konzerns einen industriepolitischen Fehler.

 

Dazu kommentiert Felix Hötker, Landessprecher der GRÜNE JUGEND Niedersachsen:
„Allein mit dem Bau eines einzelnen Werks für Elektroautos wird der Volkswagen-Konzern seiner klimapolitischen Verantwortung nicht im Geringsten gerecht. VW muss das Ende des Verbrennungsmotors jetzt einläuten und gleichzeitig die Produktion von Fahrzeugen für den Individualverkehr massiv eindämmen. Um das völkerrechtlich verbindlich vereinbarte 1,5-Grad-Ziel einzuhalten, muss der Konzern alle Hebel in Bewegung setzen, um bis 2035 klimaneutral zu werden.“
VW will in den nächsten 4 Jahren außerdem den Anteil an neu verkauften SUVs auf 50% steigern. Das ist im Kontext der Klimakrise grotesk. SUVs sind unabhängig von der Antriebsart extrem klimaschädlich in der Produktion und haben zudem einen enorm hohen Energiebedarf. Es ist jetzt an der Zeit, in die Herstellung von gemeinschaftlich genutzten Mobilitätsformen zu investieren. Im gleichen Zuge brauchen die Angestellten in dieser Transformation Sicherheit mittels einer Umschulungs- und Beschäftigungsgarantie.

 

Hötker weiter: „Es ist eine politische Aufgabe, der Arbeiterin am Fließband die Garantie zu geben, dass sie auch in Zukunft gut verdienen kann, ohne Autos bauen zu müssen! Wir fordern deshalb die Landesregierung auf, ihren Beteiligungsanteil von 20 Prozent bei Volkswagen im Sinne des Gemeinwohls wahrzunehmen und endlich den längst überfälligen, echten sozial-ökologischen Umbau voranzutreiben.“

Kein Bus nach 17 Uhr, Erdgaskonzerne verfeuern unsere Zukunft, unsere Schulen und Unis sind marode, Frauenhäusern fehlt die finanzielle Grundlage und Sicherheitsbehörden werden von Rechtsextremen unterwandert. Diese Zustände sind Realität in Niedersachsen – aber sie sind von uns veränderbar. Wir haben es selbst in der Hand, für eine klimagerechte Gesellschaft, eine menschenwürdige Sicherheitspolitik und eine zukunftsgerechte Bildung ohne Zwang zu kämpfen. Dieser Kampf braucht linke Visionen. Aber: was ist eigentlich linke Politik? Wie sieht unsere Vision für ein solidarisches Niedersachsen aus? Was sind die großen Projekte, für die wir bei der Landtagswahl streiten wollen? 

Diese Fragen werden wir bei unserem Kongress und unserer Landesmitgliederversammlung „What’s left? Linke Visionen für Niedersachsen“ am 6./7. November 2021 in Hannover diskutieren. 

Mehr Informationen und die Anmeldung findet Ihr auf unserer LMV-Website.

Du hast Lust, einen wachsenden Jugendverband organisatorisch in einem spannenden Landtagswahljahr mitzugestalten? Du liebst Organisation und behältst auch in stressigen Momenten einen kühlen Kopf? Dann bewirb dich jetzt bei uns!

 

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Bewerbungsfrist: 31.10.2021

Die vollständige Stellenausschreibung und alle Informationen zum Bewerbungsverfahren findest Du hier: Stellenaussschreibung

Pressemitteilung, Mittwoch, 06.10.21
Zu dem tödlichen Polizeieinsatz in Harsefeld, bei dem ein 40-Jähriger Geflüchteter aus dem Sudan in seiner Geflüchtetenunterkunft von der Polizei erschossen wurde, kommentiert Pippa Schneider, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Niedersachsen: „Es braucht jetzt eine schnelle und umfassende Aufklärung dieses Vorfalles. Weshalb die Situation nicht anders deeskaliert werden konnte und wie genau es zum Tod des 40-jährigen kam, muss schnell geklärt werden. Dass zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren ein Geflüchteter in einer Unterkunft im Landkreis Stade erschossen wurde, macht fassungslos. Es besorgt uns, dass nun wieder Polizei gegen Polizei ermittelt. Genau wie diverse Bürgerrechtler*innen und Menschenrechtsaktivist*innen fordern wir schon lange eine unabhängige Ermittlungsstelle für solche Fälle.“
Karoline Otte für die GRÜNE JUGEND Niedersachsen im Bundestag
Pressemitteilung, Sonntag, 26. September 2021

Die 25-jährige Karoline Otte, Bundestagskandidatin der GRÜNEN JUGEND Niedersachsen, zieht über die Landesliste in den Bundestag ein. Sie wird dort mit weiteren neuen junggrünen Abgeordneten für eine gerechte Zukunft kämpfen.

„Ich freue mich sehr, als junge Stimme nun im Bundestag Politik für meine und zukünftige Generationen zu machen“, erklärt Karoline Otte. „Ich bin angetreten für radikalen Klimaschutz, ein Gesundheitssystem, in dem Menschen wichitger sind als Profite und für eine starke Daseinsvorsorge, die auch im ländlichen Raum niemanden alleine lässt. All das kann es nur geben, wenn Kommunen endlich auskömmlich finanziert werden und den sozial-ökologischen Wandel vor Ort auch gestalten können. Auf die kommenden vier Jahre kommt es an, wir müssen jetzt das Ruder rumreißen.“

Hintergrund: 
Karoline Otte aus Northeim zieht über den Listenplatz 9 der niedersächsischen Landesliste von Bündnis 90/Die Grünen in den Bundestag ein. Neben ihr werden auch in vielen anderen Bundesländern Kandidat*innen der Grünen Jugend in den Bundestag einziehen. 
Pressemitteilung, Dienstag, 14. September 2021
 
Bei den Kommunalwahlen am vergangen Sonntag sind 50 Kandidat*innen der Grünen Jugend Niedersachsen in Stadt- und Gemeinderäte sowie Kreistage eingezogen.
 
Dazu kommentiert Svenja Appuhn, Sprecherin der Grünen Jugend Niedersachsen:
„Wir freuen uns riesig über den Einzug von mehr als 50 Kandidat*innen der Grünen Jugend in die Kommunalparlamente. Es ist nicht selbstverständlich, dass so viele Menschen unter 28 bereit sind, in ihrer Kommune Verantwortung zu übernehmen – nicht selten umgeben von Menschen, die doppelt so alt sind und von einer Politik- und Debattenkultur aus dem letzten Jahrhundert. Unsere Kandidat*innen treten an für klimaneutrale Kommunen und einen starken und kostengünstigen ÖPNV, der alle bis ins letzte Dorf abholt. Sie treten an für bezahlbaren Wohnraum für alle und für Städte und Landkreise, die Suchterkrankte und Obdachlose unterstützen statt sie zu verdrängen. Und sie treten an für lebenswerte Städte und Gemeinden, in der Platz für alle ist.

 
Zu den Ergebnissen der Kommunalwahlen kommentiert sie weiter: 
„Bei diesen Kommunalwahlen gibt es darüber hinaus noch viele Erfolge zu feiern: die rechtsextreme AfD hat sich landesweit fast halbiert, Grüne sind stärkste Kraft in vielen Städten geworden und vier grüne OB-Kandidat*innen haben es in die Stichwahl geschafft. Mit diesen Wahlergebnissen verbinden wir hohe Erwartungen an Grüne vor Ort: sie müssen jetzt zeigen, dass Kommunalpolitik mit den entsprechenden Mehrheiten auch echte Veränderung bring
 
 
Eine Übersicht aller gewählter Kandidat*innen der Grünen Jugend findet Ihr hier.
Heute beginnt der Prozess gegen zwei Neonazis vor dem Landgericht Mühlhausen. Die beiden verfolgten am 29.04.2018 im thüringischen Fretterode zwei Göttinger Journalisten erst in einer Hetzjagd und griffen dann mit Pfefferspray, Messer und einem schweren Schraubenschlüssel brutal an. Ein Journalist wurde dabei mit dem Messer im Oberschenkel getroffen, während der zweite eine Schädelfraktur erlitt, nachdem ein Neonazis frontal mit dem schweren Schraubenschlüssel auf ihn einschlug.