Es ist soweit! Der Feminismus-Monat startet heute mit einer einführenden Folge. Mit Pia Scholten reden wir darüber, was unter Feminismus zu verstehen ist. Wir wollen wissen, wie sie selbst Feministin geworden ist und was dazu geführt hat. Des Weiteren wird es darum gehen, wer in welcher Form vom Patriarchat betroffen ist und warum Feminismus nicht nur ein Thema für Frauen ist. Schlussendlich wollen wir wissen, wie die Transformation in eine feministische Zukunft umgesetzt werden kann.

Empfehlungen:

Pia: AktenEinsicht von Christina Clemm
Niklas: Untenrum frei von Margarete Stokowski

Nachdem es „TVStud Berlin“ mit der Unterstützung ihrer Gewerkschaften Ver.di und GEW sowie der FAU im Jahr 2018 erneut gelungen war, einen Tarifvertrag für Studentische Beschäftigte durchzusetzen (den TVStud 3), gründeten sich infolgedessen in vielen weiteren Städten zahlreiche neue TVStud-Initiativen. Denn auch außerhalb von Berlin ist der Handlungsdruck zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen Studentischer Beschäftigter enorm hoch: Mit knapp 400.000 (!) Beschäftigten bilden Studierende als Hilfskräfte (SHKs) und Tutor*innen an den Hochschulen der Bundesrepublik das Rückgrat des Wissenschafts- betriebes. Jedoch spiegelt sich das bei weitem nicht in den Arbeitsbedingungen wider! Denn in Wirklichkeit muss man sich diese Arbeit erst leisten können. Studentische Beschäftigte werden gezielt vom Tarifvertrag der Länder (TV-L) ausgeschlossen. Dies drückt sich etwa aus in einer schlechten Bezahlung (die teilweise sogar unter dem (Landes-)Mindestlohn liegt) und resultiert in einer fehlenden Planbarkeit aufgrund der Abhängigkeit von Kettenbefristungen mit sehr kurzer Vertragslaufzeit. Diese Unsicherheit wird vergrößert durch die damit verbundene starke Abhängigkeit von Vorgesetzten und Dozierenden und ganz besonders durch die bewusste Ausnahme von fast 400.000 Arbeitnehmer*innen aus der gesetzlich garantierten Mitbestimmung am Arbeitsplatz. Dieses Gesamtgebilde trägt dazu bei, dass studentische Beschäftigte offensichtlich zu Beschäftigten zweiter Klasse gemacht werden.

Es muss endlich Schluss sein mit diesen (staatlich gedeckten) miserablen Arbeitsbedingungen!

Ein Zusammenschluss aus regionalen TV-Stud-Initiativen und engagierten Personen lädt jetzt zu einem Aufbautreffen für eine bundesweite TV-Stud-Bewegung auf: Dienstag, den 2. März 2021 von 18:30 bis 20:00 Uhr

Aus der Einladung der Veranstalter*innen:
In Veranstaltung wollen wir euch über den aktuellen Stand des Aufbaus der bundesweiten TVStud-Initiativen berichten und euch einladen, vor Ort eure eigenen TVStud-Initiativen aufzubauen. Mit Blick auf die kommende Tarifrunde der Länder im September und der bevorstehenden Bundestagswahl möchten wir euch darüber hinaus unsere aktuelle bundesweite Kampagne vorstellen und euch zum Mitmachen ermuntern. Gemeinsam wollen wir mit euch zusammen für bessere Arbeitsbedingungen, demokratische Teilhabe, höhere Löhne und einen eigenen Personalrat kämpfen. Seid dabei!“

Als GRÜNE JUGEND Niedersachsen rufen wir dazu auf, sich am Aufbau des Bündnisses TV-Stud zu beteiligen! 

Wann? Dienstag, den 2. März 2021 von 18:30 bis 20:00 Uhr
Wo? Zoom-Zugangslink

Während in Deutschland Dörfer und Menschen für den Kohleabbau umgesiedelt werden, heizt gerade diese Kohle die Klimakrise immer weiter an, was insbesondere die Menschen im globalen Süden zu spüren bekommen. Zu Beginn sprechen wir mit der Fridays for Future Aktivistin Christina Schliesky über das Leben und Aufwachsen am Tagebau und wie die düstere Enteignungspraxis von RWE Existenzen vor Ort zerstört. Warum diese Ungerechtigkeiten auf globaler Ebene noch viel deutlicher sind und weshalb wir nicht nur gegen den Klimawandel, sondern für Klimagerechtigkeit kämpfen, erklärt uns im zweiten Teil Tonny Nowshin, Klima- und soziale Gerechtigkeits-Aktivistin aus Bangladesch. Im zweiten Teil sprechen wir englisch mit Tonny, zum Ende gibt es noch eine kurze Zusammenfassung dessen auf deutsch.

Diese Woche ist eine ganze besondere Woche, denn es jährt sich zum ersten Mal der rassistische Anschlag auf neun Menschen in Hanau – an den wir in dieser Folge erinnern und gedenken wollen. Mit dem Attentat in Hanau, wie schon ein paar Monate zuvor auf eine Synagoge in Halle, bestätigt sich das, wovor linke und migrantische Menschen und Verbände seit Jahren warnen: Rassistische, antisemitische und nationalistische Propaganda bleiben kein Phänomen im Netz, bleiben nicht bloß Worte, sondern stiften Menschen dazu an, ihre Menschenverachtung durch tatsächliche Gewalt zum Ausdruck zu bringen. Wir haben mit Evrim Camuz darüber gesprochen, was der Anschlag mit ihr gemacht hat und wie sich ihr Leben dadurch verändert hat.

Empfehlungen (alle von Evrim):

Die Beste Instanz by Enissa Amani
Mein Name ist Ausländer | Benim Adim Yabanci von Semra Ertan
Der weiße Fleck von Mohamed Amjahid

Die Lage der Landwirt*innen ist angespannt. Aus der EU kommen immer strengere Auflagen, der Konflikt zwischen konventioneller und nachhaltiger Landwirtschaft tritt immer deutliche zu Tage: Seit Wochen ziehen Landwirt*innen mit ihren Treckern vor den Landtag. Doch wogegen richtet sich eigentlich der Protest? Welche Rolle spielt die GAP und warum könnte Agroforst die klimanschonende Lösung sein? Das haben wir in unserer neuen Folge mit Lorenz Berger diskutiert.

Empfehlungen:

Lorenz: Die Humus Revolution von Ute Scheub und Stefan Schwarzer

Die Jungen Liberalen Niedersachsen, die Grüne Jugend Niedersachsen und der Niedersächsische Landesveband der Jusos kritisieren die geplante Neufassung des Niedersächsischen Verfassungsschutzgesetz. Die drei Jugendorganisationen werden am Donnerstag, den 11. Februar um 13 Uhr anlässlich der kurz darauf stattfindenden Anhörung des Ausschusses für Angelegenheiten des Verfassungsschutzes zur Gesetzesnovelle vor dem Landtag demonstrieren. Die Ausschussmitglieder sind ebenfalls zur Aktion eingeladen worden.

Nach Ansicht der drei Jugendorganisationen greifen die geplanten Verschärfungen der großen Koalition massiv in die Grundrechte der Bürgerinnen und Bürger ein. Der Entwurf der Landesregierungen sieht vor, dass die Behörde künftig schon 14-jährigen ins Visier nehmen darf, darüber hinaus soll der Einsatz von V-Leuten ausgeweitet und die Auskunftsmöglichkeiten von Bürgerinnen und Bürgern eingeschränkt werden.