Die Landesregierung streicht den niedersächsischen Hochschulen über die sogenannte globale Minderausgabe 24 Millionen Euro pro Jahr. Am 12. Mai findet ein landesweiter Aktionstag gegen die Sparmaßnahmen statt, bei dem es an verschiedenen Hochschulstandorten dezentrale Aktionen gibt.

Pippa Schneider, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Niedersachsen, erklärt:

„Mitten in der Corona- und der Klimakrise an der Wissenschaft zu sparen ist der völlig falsche Weg. Durch die massiven Einsparungen stehen in ganz Niedersachsen hunderte Stellen, Projekte und ganze Studiengänge vor dem Aus. Niedersachsens einziges Institut für Meteorologie und Klimatologie in Hannover ist hier nur als ein Beispiel zu nennen. Es braucht dringend ein Umsteuern in der Politik, denn gute Bildung, Forschung und Lehre braucht eine ausreichende Finanzierung! Deswegen unterstützen wir die breiten Proteste gegen diese drastischen Sparmaßnahmen und rufen zur Teilnahme an den zahlreichen Demonstrationen in ganz Niedersachsen auf.“

Arbeitszeitverkürzungen, faire Löhne und bessere Arbeitsbedingungen sind schon lange linke politische Forderungen. Auch wir als Grüne Jugend Niedersachsen haben vor zwei Wochen auf unserer Landesmitgliederversammlung mehrere Anträge zu guten Arbeits- und Ausbildungsbedingungen beschlossen.

Der 1. Mai ist der Tag der Arbeit und des Arbeiter*innenkampfes. Eine tragende Rolle dabei spielen Gewerkschaften. Daher haben wir diese Woche mit Pauline Kracht von der ver.di Jugend über die Rolle von Gewerkschaften, Interessengegensätze und linke Arbeitskämpfe gesprochen.

Empfehlungen:

Pauline: Doku: Geschichte der Arbeiterbewegung
Mitglied bei ver.di werden

Kritik und Demonstrationen sind in einer Demokratie wichtig, die Demos der Corona-Leugner*innen sind jedoch strukturell antisemitisch. Auf diesen Demos werden gefährliche Verschwörungsideologien verbreitet und durch mangelnde Hygienemaßnahmen Menschen in Gefahr gebracht. Warum Verschwörungsideologien menschenfeindlich und antisemitisch sind, warum Corona zunehmenden Antisemitismus forciert hat und weshalb das so gefährlich ist, erklärt uns diese Woche Johanna Thiemecke von der Amadeu Antonio Stiftung.

Empfehlungen:

Johanna: Kurzfilm: Masel Tov Cocktail
Niklas: Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt von Danger Dan und Broschüre: Verschwörungen und Antisemitismus von LAK Shalom der GJ Niedersachsen

Ein kapitalistisch organisierter Wohnungsmarkt fragt nicht danach, wie Menschen wohnen wollen, sondern wie an diesem Wohnungsbedürfnis Geld verdient werden kann. Anders sind horrend steigende Mietpreise oder 600.000 Wohnungslose in Deutschland bei 600.000 leerstehenden Wohnungen nicht zu erklären. Die Berliner Initiative “Deutsche Wohnen & Co. enteignen!” geht nun dagegen vor und fordert die Enteignung großer Immobilienkonzerne. Was sie sich davon verspricht, was wir daraus für Niedersachsen lernen können und warum sich plötzlich ganz grundsätzlich die Frage nach Eigentum stellt, haben wir mit Mark Schrolle von “Deutsche Wohnen & Co. enteignen!” diskutiert.

Empfehlungen:

Mark: Die Sommer von Ronya Othmann
Niklas: Jacobin Ausgabe 4: Enteignet!

Als politischer Jugendverband wollen wir die Zukunft unserer Gesellschaft gestalten. Aber um Motivation für Engagement und Aktivismus zu finden, als auch um zu wissen in welche Richtung es gehen soll, müssen wir ein klares Ziel vor Augen haben. Hierfür haben wir Zukunftsvisionen oder Utopien. In diesen Utopien können wir unsere Vorstellung eines zukünftigen Zusammenlebens auf der Welt beschreiben und unsere Werte klar machen. Um genau zu wissen, was unter einer Utopie verstanden wird, wofür wir sie brauchen und wie wir diese anwenden können, haben wir diese Woche mit Jonathan Thurow gesprochen.

Empfehlungen:

Jonathan: Lesekreisreader: Das Unmögliche möglich machen. Braucht Politik Utopien?