Als politischer Jugendverband wollen wir die Zukunft unserer Gesellschaft gestalten. Aber um Motivation für Engagement und Aktivismus zu finden, als auch um zu wissen in welche Richtung es gehen soll, müssen wir ein klares Ziel vor Augen haben. Hierfür haben wir Zukunftsvisionen oder Utopien. In diesen Utopien können wir unsere Vorstellung eines zukünftigen Zusammenlebens auf der Welt beschreiben und unsere Werte klar machen. Um genau zu wissen, was unter einer Utopie verstanden wird, wofür wir sie brauchen und wie wir diese anwenden können, haben wir diese Woche mit Jonathan Thurow gesprochen.

“Wenn du dich nur ausreichend anstrengst, dann kannst du alles schaffen!”

Dieses Aufstiegsversprechen geben wir seit Generationen weiter und wundern uns dann, warum die eigene Leistung scheinbar doch nie ausreicht. Aber können wir überhaupt alles erreichen? Geht es wirklich nur um Anstrengung und Leistung? Und viel wichtiger: Haben dabei alle Menschen dieselben Chancen? Ihr ahnt, dass wir dieser neoliberalen Erzählung etwas entgegenzusetzen haben. Was es mit sozialen Ungerechtigkeiten auf sich hat und wie diese strukturell bedingt werden, erklärt uns in dieser Folge Sarah-Lee Heinrich.

Empfehlungen:

Sarah-Lee: Jacobin Magazin

Der Kampf für die Gleichberechtigung aller Geschlechter spielt selbstverständlich nicht nur im zwischenmenschlichen Umgang miteinander eine Rolle. Die Strukturen des patriarchalen Systems, in dem wir leben, zeigen sich auf sehr vielen Ebenen. Unter anderem benötigt es eine feministische Transformation der Rechtspolitik. Denn nicht umsonst steckt in Gleichberechtigung das Wort Recht drin. Was genau dahinter steckt, wo Probleme liegen und wie wir die Rechtsprechung feministisch gestalten können erklärt uns diese Woche Lena Gumnior.

Empfehlungen:

Lena: Podcast: Justitias Töchter

Ob UN-Gipfel, Münchener Sicherheitskonferenz oder bilaterale Treffen zwischen einzelnen Ländern: Männer sind dort stets überrepräsentiert. Wie so oft fällt auch in der Außenpolitik auf, dass die Geschlechter nicht zu gleichen Teilen vertreten sind und deren Interessen ebenso ungleich beachtet werden. Um das zu überwinden muss auch die Außenpolitik feministisch gedacht werden. Darüber haben wir mit Merle Spellerberg gesprochen.

Empfehlungen (alle von Merle):

Centre for feminist foreign policy
Belarus! Das weibliche Gesicht der Revolution von Andreas Rostek et al.

Zum internationalen Tag gegen Rassismus diesen Sonntag ruft die GRÜNE JUGEND Niedersachsen dazu auf, endlich konsequenten gegen Rassismus in Sicherheitsbehörden vorzugehen und fordert dazu unter Anderem ein Ticketsystem für Polizeikontrollen.

Pippa Schneider, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Niedersachsen, erklärt dazu:
„Dass es auch heute noch strukturellen und institutionellen Rassismus gibt, erfahren People of Color jeden Tag schmerzlich. Ein Teil des Problems ist dabei auch die Polizei: sie fiel zuletzt immer wieder durch rassistisches und rechtsextremes Gedankengut beispielsweise in Chatgruppen auf. Wie sollen sich People of Color in einem Land sicher fühlen, in dem diejenigen, von denen sie eigentlich beschützt werden sollten, mit denen gemeinsame Sache machen, die sie ausgrenzen, abschieben und sogar ermorden wollen? Der Staat muss garantieren, dass menschenverachtende Einstellungen in den eigenen Sicherheitsbehörden konsequent bekämpft werden“

Anlässlich der heutigen Fragestunde im Landtag fordert die GRÜNE JUGEND Niedersachsen endlich Klarheit zur im Koalitionsvertrag verankerten finanziellen Entlastung von Schüler*innen und einen klaren Fahrplan zur Einführung des schon länger angekündigten Azubitickets.

Svenja Appuhn, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Niedersachsen, betont: „Dass den ersten Ankündigungen für ein Azubiticket aus dem Verkehrsministerium bisher nur Vertagungen und unklare Aussagen darüber, wo das Ticket überhaupt gelten soll, gefolgt sind, ist extrem bitter für alle jungen Auszubildenden in Niedersachsen. Azubis und Freiwilligendienstleistende warten seit Ewigkeiten auf finanzielle Entlastung beim Weg zu Arbeit und Schule, denn für diese Gruppen gibt es in vielen Teilen des Landes bisher überhaupt keine Ticketvergünstigungen – und das, obwohl viele von ihnen unterhalb des Existenzminimums leben. Dass die Krise jetzt als Ausrede genutzt wird, um ein Azubiticket auf die lange Bank zu schieben, ist ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die trotz Pandemie jeden Tag zur Arbeit fahren müssen, um die Gesellschaft am Laufen zu halten.“