Liebe Leser*innen,
Umwelt? Na klar, die ist wichtig, also Klimaschutz und Dieselverbote? Darüber wird im Moment viel berichtet und diskutiert – aber was ist mit den ganzen an deren Themen rund um unsere Natur?

Flussvertiefungen stellen generell einen massiven Eingriff in das Ökosystem dar.
Eine Vertiefung führt beispielsweise zu größeren Kräften an der Flusssohle, die zu stärkerer Erosion führen können. Somit wird das durch den Eingriff ohnehin gestörte Gleichgewicht zwischen Flussbett und Strömung weiter verzerrt. An dieses Gleichgewicht geknüpft sind jedoch die Lebensräume für die im Flusssystem lebenden Arten.

Grundlage unseres derzeitigen Wirtschaftssystems ist Wirtschaftswachstum, welches durch gesteigerte Produktion von Gütern oder Erbringung von Dienstleistungen erzielt wird. Momentan verbrauchen wir Ressourcen so intensiv, dass wir diese in ihrer Existenz gefährden. Dies stellt eine Zerstörung unserer Umwelt dar und gefährdet die ökologische Zukunftsfähigkeit unseres Planeten.
Besonders problematisch sind die Verbrennung fossile Brennstoffe sowie die Haltung von Nutztieren. Der damit verbundene Ausstoß von Treibhausgasen ist eine Ursache für den globalen Klimawandel.

Für uns  ist klar: Gute Politik fängt in den Kommunen an. Hier wird gelernt, gewohnt, gespielt, gearbeitet, gefeiert, kurz: gelebt.
Wir wollen Kommunen, die lebenswert für alle Menschen sind, unabhängig von ihrem Alter, der Herkunft oder der sexuellen Identität. Im Mittelpunkt soll der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Möglichkeiten stehen, nicht die Privilegien einiger weniger.
Für eine gerechte Gesellschaft müssen Perspektiven geschaffen werden. Deshalb fordern wir unter anderem eine soziale Schulpolitik, verlässlichen ÖPNV und ein inklusives Zusammenleben. Auch Tier und Umwelt müssen konsequent respektiert und geschützt werden, um eine vielfältige, ökologische Kommune zu schaffen.
Die GRÜNE JUGEND Niedersachsen will Kommunalpolitik aktiv mitgestalten und unsere Positionen klar vertreten. Insbesondere im Hinblick auf die Kommunalwahlen im Herbst 2016 wollen wir gemeinsam für junggrüne Inhalte und Teilhabe in allen politischen Bereichen streiten.

Die Vereinten Nationen haben 2015 zum Internationalen Jahr des Bodens erklärt, um ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Boden mehr ist als der Grund unter unseren Füßen. Ein ökologisch intakter Boden ist Grundlage unserer Ernährung und unverzichtbare Bedingung für sauberes Trinkwasser.

Diese Tatsache scheint in der Realität noch nicht besonders wahrgenommen zu werden und ist in den Köpfen der meisten Politiker*innen weltweit, in Europa und lokal noch nicht angekommen: Weltweit steigen die Absatzzahlen für Herbizide, zynischerweise „Pflanzenschutzmittel“ genannt, ins unermessliche. Grade in Ländern in denen nicht nur die Wirkstoffe, sondern auch gentechnisch veränderte Pflanzen zugelassen sind, werden Pflanzenschutzmittel jedes Jahr mehr verkauft. Die Pflanzen werden dort gentechnisch so verändert, dass sie gegen bestimmte Wirkstoffe resistent sind. Für die Landwirt*innen wird es damit möglich ihre Äcker auch während des Wachstums der Erntepflanzen gegen Unkräuter zu behandeln. Unkräuter bilden mit der Zeit jedoch Resistenzen gegen die ausgebrachten Wirkstoffe. Die Konsequenz daraus ist, dass mehr Mittel ausgebracht werden, um die Unkräuter wieder bekämpfen zu können. Das gentechnisch veränderte Saatgut wird häufig von denselben Hersteller*innen verkauft, wie das Mittel mit den zu den Pflanzen passenden Wirkstoffen. Die Menschen kommen dadurch in eine Abhängigkeit, der sie nur schwer bis gar nicht entfliehen können.

Pfand ist keinesfalls gleichbedeutend mit Mehrweg. Pfandflaschen sind entweder Einweg-, oder Mehrwegflaschen.

Unter anderem durch das Preisdumping der Discounter (und Supermärkte) ist die Anzahl der verkauften Mehrwegflaschen dramatisch unter 50 % gesunken. (Tendenz: fallend) Ausschließlich das Bier wird in Deutschland noch zu ungefähr 80 % aus Glas-Mehrwegflaschen getrunken.

Der Klimawandel stellt unsere Gesellschaft vor eine große Herausforderung. Um die Erderwärmung auf ein erträgliches Maß zu reduzieren, ist es notwendig die Kohlendioxid-Emissionen aller Gesellschaftsbereiche massiv zu reduzieren. Im Energiesektor hat in den vergangenen Jahren der Anteil CO2-freien Stroms aus erneuerbaren Energien stark zugenommen, auf inzwischen über 25%. Die Emissionen der Strombranche haben aber nicht im gleichen Maße abgenommen. Obwohl der Anteil der Erneuerbaren kontinuierlich steigt, hatten die Emission je Kilowattstunde ihren Tiefstand 2011 erreicht, seitdem liegen sie wieder höher. Dies liegt vor allem am steigenden Anteil von Kohlekraftwerken an der Energieerzeugung. Die Verbrennung von Kohle erzeugt, bezogen auf den erzeugten Strom, mit Abstand am meisten Kohlendioxid von allen Energieträgern. Das macht deutlich, dass der Energiesektor nur mit einem Abschied von der Kohle klimafreundlich werden kann.

Aus diesem Grund unterstützt die GRÜNE JUGEND Forderungen und Aktionen zu Kohleausstieg, wie zuletzt das Bündnis „Ende Gelände“. Die GRÜNE JUGEND Niedersachsen führt dieses Engagement fort.

Moore sind Feuchtgebiete und bestehen aus Torf (angesammelte, durch Sauerstoffmangel nicht gänzlich zersetzte Pflanzenreste). Sie wachsen nur extrem langsam, maximal 1 mm im Jahr [1]. Eine 1 m dicke Torfschicht ist also ca. 1000 Jahre alt.
Intakte Moore übernehmen viele wichtige Funktionen. Als extremer Lebensraum beherbergen sie eine einzigartige biologische Vielfalt und tragen damit zur Biodiversität bei [2]. Als Stofffilter bzw. Nährstoffsenke sorgen sie für sauberes Grund- und damit Trinkwasser [3]. Für die Erforschung der Menschheitsgeschichte sind sie durch die im Torf außerordentlich gut erhaltenen Funde (z. B. „Moorleichen“ oder Werkzeug) elementarer Bestandteil. Und auch als Klimaarchive bieten sie uns eine besonders gute Möglichkeit, das Klima der letzten Jahrtausende zu rekonstruieren [4].
In Zeiten des menschlich verursachten Klimawandels gewinnt aber wohl eine Funktion besonders an Relevanz: Moore speichern enorme Mengen an Kohlenstoff. Obwohl ihre Fläche weltweit nur ca. drei Prozent beträgt, ist in ihnen schätzungsweise 30 Prozent des Bodenkohlenstoffs gespeichert. Das ist fast die doppelte Menge wie in allen Wäldern weltweit [5]. Das Problem: Der Kohlenstoff kann nur von intakten Mooren zuverlässig gespeichert werden. Durch Entwässerung und Torfabbau wird er stattdessen wieder in die Atmosphäre abgegeben und trägt dort zum Klimawandel bei. Unsere Moore sind also Klimaschützer und tickende Zeitbomben zugleich.

Liebe Leser*innen,
Hoffentlich rechtzeitig zum diesjährigen Herbstkongress und LMV der Grünen Jugend Niedersachsen gibt es wieder den Igel. Nachdem uns auf der letzten LMV unsere halbe Reaktion verlassen hat, waren erst einmal die neu dazu gestoßenen einzuarbeiten und in unserem kleinen Team zu integrieren.

Als erstes brauchten wir wie üblich ein Thema. Die Abstimmung wurde von uns spannend verfolgt, denn zwischen den beiden von jeweils einem Teil der Redaktion favorisierten Themen gab es ein Kopf an Kopf rennen. Schließlich setzte sich das Thema „Umwelt“ knapp gegen dessen Konkurrenten „Bildung“ durch und wir konnten mit der inhaltlichen Arbeit beginnen.

Mikroplastik sind kleine Plastikteilchen mit einer Größe von unter 5 mm. Diese Teilchen werden von Kläranlagen nicht aus dem Wasser gefiltert und können sich dadurch in Gewässern und im Meer absetzen und in der Nahrungskette ansammeln. An Mikroplastik können sich viele Umweltgifte anlagern und gefährdet dadurch unsere Umwelt.

Glitter besteht aus Plastik, häufig aus Polyester und fällt in die Kategorie des Mikroplastiks. Da der Umweltschutz ein wichtiges Ziel der GJN ist, ruft die GJN ihre Mitglieder dazu auf, bei GJN-Veranstaltungen kein Glitzer mehr zu verwenden.