Am 11. Februar wurde das unabhängige Jugendzentrum in der Kornstraße (Hannover) von Spezialeinheiten der Polizei durchsucht. Grund dafür waren angebliche PKK-freundliche Propagandadelikte und anderweitige Unterstützung der verbotenen Organisation. Die GRÜNE JUGEND Niedersachsen kritisiert den unverhältnismäßigen Einsatz der Polizei und fordert ein Ende des PKK-Verbots.

Die GRÜNE JUGEND Niedersachsen solidarisiert sich mit den Menschen in Rojava und begrüßt die Schaffung der demokratischen Selbstverwaltung. Der basisdemokratische, geschlechtergerechte und ökologische Ansatz macht das Projekt Rojava zu einem positiven Bezugspunkt für die GRÜNE JUGEND Niedersachsen. Deswegen setzt sich die GRÜNE JUGEND Niedersachsen dafür ein, dass der Austausch zwischen Menschen und Institutionen in Niedersachsen und Rojava gefördert und unterstützt wird. Dies kann beispielsweise in Form von Kooperationen zwischen Universitäten oder Städtepartnerschaften geschehen.

Seit 2012 entsteht in den überwiegend kurdischen Gebieten Nordsyriens in den Kantonen Efrîn, Kobanê und Cizîrê, zusammen auch als „Rojava“ bezeichnet, eine demokratische Selbstverwaltung. Diese Selbstverwaltung beruht auf dem Konzept des Demokratischen Konförderalismus und somit auf der Schaffung einer demokratischen, ökologischen und geschlechterbefreiten Gesellschaft. Dieses Konzept stellt einen friedenspolitischen Gegenentwurf zu den in der Region sonst vorhandenen patriarchalen und autoritären Herrschaftsstrukturen dar. Es ist ein empazipatorischer Versuch eines multiethischen und multireligösen Zusammenlebens abseits von nationalstaatlichen Strukturen. Die progressive kurdische Bewegung zeichnet sich durch ihr Streben nach der Gleichberechtigung von Frauen aus.