Am Samstag, den 3. 12., musssten die Männer der Grünen Jugend Hannover putzen- und zwar für Geschlechtergerechtigkeit. Ein echter Skandal!

Am Samstag, den 3. Dezember, brachten ein paar Junggrüne die verdutzten HannoveranerInnen durcheinander, indem sie an ihren Infostand Schilder wie „Frauen zurück an den Herd!“, oder „SKANDAL! Männer müssen putzen“ befestigten. Gleichzeitig sah mensch die männlichen Aktivisten mit Besen und Putzlappen die Straße säubern. Was sollte das ganze? Nachdem zuerst nur mit Unverständnis reagiert wurde, war den meisten Menschen bald klar, dass hier die GRÜNE JUGEND Hannover wieder einmal provokant darstellte, wie unvorstellbar es in unserer Gesellschaft immer noch ist, dass Männer Berufe wie Putzkraft oder Sekretär besetzen.
GJ-Aktivistin Annelen Meyer aus Göttingen spricht sich für ein verstärkte Repräsentanz von Frauen in den Schaltstellen der Macht in Deutschland aus: „Wir brauchen Frauen auf allen Ebenen, auch in den Spitzenpositionen in Wirtschaft und Politik. Es ist zwar zu begrüßen, dass mit Angela Merkel jetzt erstmals eine Frau Kanzlerin der BRD geworden ist, doch das ist noch lange nicht genug. Denn bei dem gesellschaftspolitischen Programm der Großen Koalition ist leider eher ein Rückschritt in der Frauenpolitik zu erwarten.“
In der Tat gibt es viel zu tun in der Frauenpolitik. Frauen bekommen immer noch deutlich weniger Gehalt für gleiche Arbeit. In den Spitzenpositionen der Wirtschaft sind sie nur lächerlich gering vertreten. Frauen schaffen den Sprung in die Berufswelt oft nicht, da sie die Kinder erziehen. Dabei gibt es keinen Grund, warum hier nicht mal der Ehemann oder Freund einspringt. Aber dafür sind anscheinend immer noch viele schlicht zu stolz.
„Das Problem liegt auch darin, dass viele Frauen noch immer von der Kindheit an dazu erzogen werden, sich unterzuordnen.“, meint das GJ-Mitglied Janko Marklein aus Hannover „Aber auch Lehrerinnen und Lehrer müssen für das Thema sensibilisiert werden um geschlechtsneutral zu erziehen!“
Leider konnte die Gruppe auch aktiv erfahren, wie stark die Vorurteile noch bei vielen Menschen in unserer Gesellschaft verankert sind. Mehrere (meist ältere) Herren, nahmen die Aktion zu wörtlich und munterten auf: „Ja, Frauen zurück an den Herd, dafür kämpfe ich auch schon lange!“ Aber genau gegen solche Ideen hat die GRÜNE JUGEND Hannover am Samstag ein kleines Zeichen gesetzt, indem sie die Lächerlichkeit solcher Forderungen klarmachte und die PassantInnen zum selber Denken und zum selber Empören brachte.

Am Freitag, den 2. und Samstag den 3. Dezember 2005 fand in Lüneburg die letzte LaVo Klausur dieses Jahres statt.

Die Klausur wurde von uns allen als Chance gesehen, die Verhältnisse im Landesvorstand neu zu ordnen, unsere Kommunikation zu verbessern und eine bessere Aufgabenverteilung zu erstellen. Nach dem Abendbrot stand am Freitag Abend für Lisa, Sascha, Pat, Anna, Theresa und unsere Geschäftsführerin Friederike das Thema „Arbeitsweisen des LaVos“ auf dem Plan. Es wurde viel diskutiert und geschrieben, aber auch sehr viel gelacht. Wir redeten über die Art und Weise der Kommunikation im LaVo und darüber, wie wir uns die Zukunft der LaVo Arbeit vorstellen. Diese Arbeit machte uns so viel Spaß, dass wir (mit Hilfe einiger Tassen Kaffee) bis spät in die Nacht tagten. Nach Beendigung des offiziellen Teils diskutierten wir noch über Genderpolitische Aspekte und nach einer lustigen Zigarette waren dann auch fast alle im Bett. Nur einige wenige NachtschwärmerInnen diskutierten noch oder lasen.
Am frühen Samstag Morgen (und es war verdammt früh, das könnt ihr uns glauben), starteten wir mit dem inhaltlichen Teil durch. Zuerst verteilten wir die Aufgaben des Lavo neu, da in der Vergangenheit oft einiges ungeregelt verlief. Wir machten uns Gedanken darüber, was wir als LaVo alles zu tun haben und zu unser aller Freude gab es bei den Wünschen, wer was machen möchte, fast keinerlei Überschneidungen. Alle kamen also auf ihre Kosten, sodass wir nun ein Inhaltlich für die nächsten drei Monate gut gerüsteter LaVo sind.
Später wurden Einzelheiten zu den Dingen besprochen, die momentan oder in absehbarer Zukunft gemacht werden müssen. Der Ablauf der LMV (die übrigens vom 24. bis zum 26. März stattfinden soll) wurde ebenso durchdacht wie das Vorgehen bei der Kommunalwahl, die Zuständigkeiten der Homepage und die Verwendung des im Entstehen begriffenen Konsum Readers.
Auch für den nächsten LaVo gibt es nun schon eine Liste von Dingen, die erledigt werden müssen. Und wer viel arbeitet braucht hier und da auch mal eine Pause. So wurde vereinbart, dass vom 23. Dezember bis 1. Januar LaVo Ferien sind. Während dieser Zeit werden wir neue Energie tanken, um nächstes Jahr frisch weitermachen zu können.
Letztendlich gehen wir mit einem sehr guten Gefühl aus dieser Klausur und sind fest entschlossen, die neuen Strukturen zu nutzen, um bis zur LMV im März eine gute Arbeit zu leisten.
Mit freundlichen, euphorischen Grüßen, EUER LANDESVORSTAND

Weltweit sind etwa 40 Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert. Dieses Jahr haben sich 30 % mehr Menschen infiziert als im letzten Jahr.

A = Acquired
I = Immune
D = Deficiency
S = Syndrome

Auch wenn alles gelaufen scheint: Wir erzählen´s euch trotzdem noch mal.

Dieses Jahr haben sich 30 % mehr Menschen mit dem HIV – Virus infiziert. Die Zahl der Neuinfizierten sei von rund 2.000 pro Jahr auf etwa 2,600 in 2005 gestiegen, so die neusten Statistiken. Weltweit sind etwa 40 Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert. Bedrohlich sind vor allem die Entwicklung in Osteuropa und Asien. Derzeit leben in Deutschland etwa 45.000 Menschen mit dem HI – Virus, allein in Niedersachen waren in den vergangenen Jahren zwischen 140 und 160 neue HIV-Tests positiv. Vor allem bei homosexuellen Männern steigen Infektionszahlen. Aber auch immer mehr Frauen infizieren sich mit dem HI – Virus, genau wie Menschen mit Migrationshintergrund. Die Landesregierungen sind in der Verantwortung, weiterhin starke Aufklärungsarbeit zu leisten. Aber die wirkliche Aufklärungsarbeit geschieht in den Köpfen der Menschen. AIDS ist immer noch ein tabu Thema bei uns Jugendlichen.

Die GRÜNE JUGEND ruft auf, über das Thema „AIDS“ zu reden.

Nicht nur in der Schule sollte über die Immunschwächekrankheit gesprochen werden, sondern auch im Privaten mit FreundInnen, mit den Eltern und in Jungendbeziehungen muss es ein Thema werden. Denn ein offener Umgang mit der Krankheit ist der erste Schritt in die richtige Richtung.
Menschen, die HIV-infiziert oder AIDSkrank sind, befinden sich in einer ganz besonders schwierigen Situation. Neben der Tatsache, dass AIDS unheilbar ist, leiden Betroffene oft an Diskriminierung und gesellschaftlicher Ausgrenzung. In der Schule, in der Familie und im Beruf findet dies statt. Dies bedeutet eine besonders hohe psychische Belastung der Betroffenen.
Eine bessere Aufklärung der Gesellschaft ist Pflicht, um eine Ausgrenzung von Menschen und eine Tabuisierung des Themas zu vermeiden.

Migrantinnen, Migranten und HIV/AIDS in Deutschland

Ein erheblicher Teil der Menschen nichtdeutscher Herkunft hat in Deutschland schlechtere Gesundheitschancen. Die Gründe liegen zum Beispiel in einer bisher nicht ausreichenden Öffnung des Gesundheitsversorgungssystems für Migrantinnen und Migranten, kulturellen und sprachlichen Barrieren sowie einer teilweise migrationsbedingten sozioökonomischen Benachteiligung. 21 Prozent der HIV-Neuinfektionen werden mittlerweile bei Menschen festgestellt, die aus ärmeren Regionen der Welt zu uns gekommen sind.
Es muss unseren Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern ein besser Zugang zu Informationen über AIDS und das HI – Virus ermöglicht werden. Zudem dürfen die Kommunikationsschwierigkeiten kein Hindernis sein, unsere ausländischen MitbürgerInnen zu Informieren. Benachteiligungen bei der gesundheitlichen Versorgung treffen Menschen mit schweren Erkrankungen wie zum Beispiel einer HIV-Infektion besonders hart. Trotzdem sind spezielle Hilfsangebote für Migrantinnen und Migranten mit HIV/Aids bisher Mangelware. Zwar öffnen sich die traditionellen Anlaufstellen wie die AIDS-Hilfen, Gesundheitsämter und andere Projekte schon seit geraumer Zeit auch für diese Zielgruppe, doch haben viele Hemmungen, Hilfe in Anspruch zu nehmen: Weil mensch Diskriminierung fürchtet, es um Tabuthemen geht, niemand von der HIV-Infektion erfahren soll und schon gar nicht die eigene „Community“. Denn wer dort ausgegrenzt wird, fällt aus seinem normalen Umfeld heraus.
Hier Fordert die GRÜNE JUGEND Niedersachsen eine starke Förderung von Information in den „Communities“, eigene Informationstreffen zu dem Thema AIDS und dadurch gezielte Information von innen.

Links

AIDS Beratungsstellen Suche für Niedersachsen
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Das Projekt „FightAids@Home“ (link zum Artikel vom Bundesverband der Grünen Jugend)

Die GRÜNE JUGEND Niedersachsen fordert die Landesregierung aufgrund der jetzt bekannt gewordenen Studie des Ifo-Institutes zur Chancengleichheit auf, endlich in der Bildungspolitik zu handeln. Diese Studie hat zum wiederholten Male gezeigt, dass die große Chancenungerechtigkeit an deutschen Schulen durch die frühe Trennung, die Mehrgliedrigkeit und den geringen Ausbau der Vorschulen hervorgerufen wird. Diese Faktoren sind außerdem verantwortlich dafür, dass Deutschland immer noch Schlusslicht der OECD-Staaten ist. Die Neue Studie hat ergeben, dass eine frühe Selektion für bessere Leistungen eher hinderlich ist.
Deshalb fordert die GRÜNE JUGEND Niedersachen eine neunjährige Basisschule, denn durch sie wird das selbständige und eigenverantwortliche Lernen stärker gefördert und es wird vermehrt auf ein lebenslanges Lernen vorbereitet. Erforderlich sind hierfür eine Öffnung der Schule und neue Lernformen.
Ausbau und bessere Förderung der Vorschulischen Bildung, insbesondere in der Sprachförderung und auch verbindliche Bildungspläne in Kindertagesstätten müssen Pflicht werden in Deutschland. Hierbei muss die gesetzliche Garantie auf KiTa-Plätze endlich erfüllt werden. Auch die ErzieherInnenausbildung muss einen höheren Stellenwert in Deutschland bekommen, denn die Zukunft liegt bei den Kindern, und ihnen müssen wir eine Zukunft in Deutschland geben, denn sie sind auch unsere Zukunft.

Siehe auch:

Info-Paket der niedersächsischen grünen Vize-Fraktionsvorsitzenden und schulpolitischen Sprecherin Ina Korter

Die GRÜNE JUGEND Niedersachsen (GJN) stellt sich beim Kampf der Grünen gegen die neue Kanzlerin klar hinter ihre Mutterpartei und schaut der Wahrheit ins Gesicht: Der Merkelismus wird alles andere als gut für Deutschland und Europa sein.

Die Wahl der ersten Kanzlerin der Republik ist kein Anzeichen für eine weniger sexistische Gesellschaft oder eine plötzlich emanzipierte CDU. Sie ist ein Zeichen für einen langsamen Wandel, der immernoch gefährdet ist und weiter vorangetrieben werden muss. Die Besetzung des KanzlerInnenpostens durch eine Frau ist hauptsächlich 25 Jahren emanzipierter und emanzipierender grüner Politik zu verdanken. Diejenigen, die jetzt ein Lobeslied auf die neuen Koalitionsparteien singen, verschließen ihre Augen vor der Realität. Die Hoffnungen, die an eine große Koalition gebunden sind, sind übersteigert und schon jetzt ist uns klar, dass die GroßkoalitionärInnen alles andere tun werden, als für die Schwachen einzutreten oder Deutschland international voranzubringen und gleichzeitig Armut und Gewalt international zu bekämpfen. Schon gar nicht werden sie Deutschland in so wichtigen Themenfeldern wie der Umwelt oder den BürgerInnenrechten voranbringen können, da beide Parteien zu sehr an einem konservativen Gesellschaftsbild hängen, welches einen Blick in die Zukunft und damit verbundene nachhaltige Entscheidungen nicht zulässt. Es ist eine Schande, wenn Mitglieder einer Partei, die noch eben den Atomausstieg propagierten und sich angeblich für soziale Interessen einsetzten, nun dafür sorgen, dass unser Land von Ursula von der Leyen, Horst Seehofer und anderen Menschen regiert wird, denen soziale Verantwortung und Umweltbewusstsein mehr als fremd sind. Mit der Wahl Sigmar Gabriels führt die neue Bundesregierung ein Spiel fort, welches die schwarz-gelbe Regierung in Niedersachsen schon seit einigen Jahren betreibt: Mit einer Person, die auf dem Gebiet Umwelt unbedarft, mensch könnte sogar sagen, unfähig ist, wird dieses wichtige Amt besetzt. Eine Person wie Sigmar Gabriel oder Hans-Heinrich Sander, die nicht viel von regenerativen Energien halten, den Grünen Punkt abschaffen wollen oder davon überzeugt sind, dass sich die Umwelt anderen Themenfeldern, wie der Wirtschaft, bedingungslos unterordnen muss, dürfen nicht für die ökologische Zukunft unseres Landes zuständig sein. Die GJN sieht die Gefahren, die mit der Bildung einer Großen Koalition verbunden sind deutlich und wird nicht hinnehmen, dass positive grüne Errungenschaften wieder zunichte gemacht werden.

Laura Kroschewski, Sprecherin der Grünen Jugend Region Braunschweig, spricht auf dem Parteitag von Bündnis 90/Die Grünen Niedersachsen über den junggrünen Wahlkampf, dem Kampf gegen das geplante Einkaufszentrum in Braunschweig und die Zukunft der Grünen.

Hallo Niedersachsen!
Freut mich, dass ihr alle den Weg nach Braunschweig gefunden habt.
Ich bin Laura Kroschewski, Sprecherin der Grünen Jugend Region Braunschweig. Region deshalb, weil anfangs nur die BraunschweigerInnen und WolfenbüttlerInnen aktiv waren, sie sich damit aber nicht zufrieden geben wollten – Junggrüne Ideen braucht es schließlich überall- Daher gründeten sie 2001 den Regionalverband Braunschweig. Mittlerweile stehen uns Wolfsburg, Gifhorn und seit neustem auch Peine in nichts nach.
Ich erinnere mich noch sehr genau an den Spatenstich für das ECE-Center, zu dem ihr ja schon einiges von unserem Kreisverband gehört habt. Das war der letzte Schultag vor den Ferien. Traditionell der Tag, an dem alle Braunschweiger Schüler im Schlosspark den Ferienanfang feierten. Nur, den Schlosspark gab es nicht mehr. Dort, wo einst die grüne Lunge Braunschweigs zu finden war, klaffte nun ein riesiges Loch. Von offizieller Seite hieß es jetzt, wir sollten irgendwo am Stadtrand feiern, (am besten da, wo uns keiner sieht und wir niemanden stören können). Gesponsert wurde die Party dort von – na von wem wohl? vom ECE Center.
Das wollten und konnten wir uns nicht bieten lassen und haben zusammen mit anderen linken Jugendorganisationen eine Alternativparty direkt vor dem Rathaus veranstaltet. Und siehe da, trotz der strengen Auflagen von Hoffmann und Co. sind viele gekommen, um ihren Protest gegen diese jugendfeindliche Politik kund zu tun.
Dann kam der Wahlkampf. Wir waren davon genauso überrascht wie ihr und haben trotzdem alles gegeben. Ob nun als Sträflinge verkleidet, um auf die miserable Situation von PraktikantInnen in diesem Lande aufmerksam zu machen, oder als Pinguine, die mit dem Slogan „Hilfe, mein Eis schmilzt“ zu mehr Klimaschutz aufgerufen haben. Wir haben uns in einem Gespräch in der Braunschweiger Zeitung mit Wolfgang Gerhardt über Studiengebühren gestritten. Damals war er noch unglaublich siegesgewiss. Tja, so schnell kann´s gehen, Herr Gerhardt.
Wir haben an dem landesweiten Aktionstag gegen Rechts mitgemacht. Nachdem wir schon im Juni an der Demo gegen den NPD-Aufmarsch teilgenommen hatten und der unverhältnismäßig harte Kurs der Polizei gegen Protestierende es bis in die bundesweiten Medien schaffte.
Wir waren die Wochen vor der Wahl regelmäßig in der Fußgängerzone zu finden. Haben Erstwähler geworben, sind auf die Menschen zugegangen, hatten keine Berührungsängste. In einer Schulpodiumsdiskussion mit allen Jugendparteien schnitten wir so gut ab, dass -wäre es nach den Schülern gegangen- die Grünen laut unserer Probewahl die absolute Mehrheit bekommen hätten.
Ganz soviel ist es ja dann doch nicht geworden, aber 8,1 %. Immerhin. Wir sind uns sicher: Die GRÜNE JUGEND hat einen wesentlichen Teil zu diesem Ergebnis beigetragen. Umso wichtiger ist es, dass dieser Einsatz auch anerkannt wird. Wir waren ziemlich enttäuscht über Stephans Schillings Listenplatz. Jetzt ist es umso wichtiger, dass junggrüne Ideen bei euch Gehör finden, dass unsere Konzepte nicht auf taube Ohren stoßen. In unserem Leitantrag „Zukunft Grün“ vom Bundeskongress der Grünen Jugend in diesem November heißt es unter anderem: Stärker als je zuvor bedarf es starker, innovativer, kritischer Grüner. Nicht um der Partei selbst willen, sondern weil eine ökologische, soziale, emanzipative und kosmopolitische Politik notwendiger denn je ist.
Opposition ist kein Mist. Es bedarf lediglich starker PartnerInnnen. Wir müssen mit Umweltverbänden, mit Gewerkschaften, örtlichen Bürgerinitiativen und GlobalisierungskritikerInnen zusammenarbeiten. Für uns sind Visionen und Realismus noch keine Gegensätze.
Die Zukunft ist grün!
Wir sind die Zukunft!
Vielen Dank.

Die GRÜNE JUGEND war mit über 30 Leuten im Wendland und hat sich dort gegen den Castor Transport 2005 quer gestellt.
Gegen 6 Uhr schlossen sich die Tore hinter den 12 Castoren. Bis zuletzt versuchte die GRÜNE JUGEND, den Transport zu blockieren. Erst nach 60 Stunden erreichte der Castortransport am 22.11.2005 um 5.55 Uhr das Zwischenlager in Gorleben. Er war am Samstag in der Wiederaufbereitungsanlage La Hague gestartet.

Die GRÜNE JUGEND erlebt einen bisher nie dagewesenen Zulauf in Ostfriesland. 2005 haben sich bereits GRÜNE JUGEND Ortsgruppen in Leer (Februar) und Aurich (September) gegründet. Auch in Norden wird sich am Donnerstag, 24.11.05 eine GRÜNE JUGEND Ortsgruppe mit 15 Mitgliedern gründen. Damit gibt es in Ostfriesland (ca. 350 000 Einwohner) jetzt 30 Mitglieder und eine „bisher“ leider unbekannte Zahl GJ-lerInnen in der Fläche.

Der Nachwuchs von Bündnis 90/Die Grünen steht hinter der geplanten Regiobahn. „Sie entlastet den Verkehr und schafft Anreize, seltener mit dem Auto zu fahren“, steht für Thomas Meister, Vorstandsmitglied der Grünen Jugend Gifhorn fest.
„Diejenigen GifhornerInnen, die zum Einkaufen in die Nachbarstädte Wolfsburg und Braunschweig fahren wollen, tun dies bereits jetzt und nutzen dazu das eigene Auto“, versucht Meister das Argument der City Gemeinschaft Gifhorn zu entkräften, die einen Kaufkraftverlust befürchtet.
Für Karina Baalmann und Matthias Frese überwiegen die Vorteile, die die Bürger im Landkreis durch die Regiobahn hätten. Insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene, die sich kein Auto leisten könnten, würden von den Dörfer leichter in die Gifhorner Innenstadt gelangen. Mit der Regiobahn würden auch die Unfallzahlen sinken.
Ferner spricht sich die GRÜNE JUGEND Gifhorn dafür aus, den Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern, um auf diese Weise einen besseren Verkehrsfluss zu ermöglichen.

Beschluss der Landesmitgliederversammlung der GJN (23.10.2005)

Alle Macht allen Menschen! Von Rabenvätern, Professorinnen und anderen Leuten…

Präambel

Es ist eine der wichtigsten Aufgaben im 21. Jahrhundert, die Chancen von Frauen in Beruf und in der Gesellschaft zu verbessern und die Gleichstellung aller Geschlechter zu erreichen. Die Rollenverteilung zwischen Frauen und Männern hat sich stark gewandelt. Heutzutage machen Frauen 55 % der AbiturientInnen aus und auch die Hälfte aller StudentInnen ist weiblich. Dennoch bekommen Frauen auch heute noch weniger Lohn als Männer für die gleiche Arbeit. Ebenso sind in der Wirtschaft nur ca. 11 % der führenden Positionen an Frauen vergeben. Die Wahl der Berufe ist immer noch von den klassischen Rollenbildern geprägt. Und auch in der Politik haben Frauen noch weniger zu sagen als Männer. Zwar hindert niemand mehr eine Frau daran, in die Politik zu gehen, aber Frauen werden immer noch nicht genug gefördert und motiviert. Wir fordern, dass die Politik endlich handelt, und dass Männer und Frauen endlich in allen Bereichen gleichberechtigt behandelt werden und vertreten sind. Dieser Antrag weist jedoch ein Defizit auf, da es sehr viele verschiedene Arten von Frauen gibt und wir leider nicht auf alle eingehen können.

Stereotype? – Nichts für uns!