Diese Rede hielt der Grünen – Abgeordnete Enno Hagenah im Landtag. Wir fanden sie einfach so schön, dass wir sie euch nicht vorenthalten wollen.

Wir zitieren:

„Fußball sollte ja eigentlich die schönste Nebensache der Welt sein. Es war allerdings zu befürchten, dass die FDP – in der Aktuellen Stunde des Landtages – auch die Fußball-WM zum Anlass nimmt, um sich zunächst wieder einmal selbst als die größte Hauptsache der Welt abzufeiern.
Jetzt fehlt nur noch , dass das ruhmreiche niedersächsische Kabinett beim nächsten Plenum in schwarz-gelben Trikots und Turnhose vor der Regierungsbank aufläuft.
Nach der Hymne und dem Wimpeltausch geht es gleich in die taktische Standardaufstellung.
Wulff dribbelt als hängende Spitze unablässig durch den gegnerischen Strafraum und der Rest versammelt sich zur Verteidigung auf der Torlinie.
Dazu gehören: der notorische Rechtsaußen Schünemann. Der ist zwar schon zweimal vom Verfassungsgericht vom Platz gestellt worden – spielt aber trotzdem einfach weiter,
als gefühlter Linksaußen Stratmann, im Training durchaus engagiert, im Spiel aber eher farblos, kopfballschwach und ohne Mannschaftsbindung,
im breiten Mittelfeld Ehlen, immer einen Schritt zu spät,
Heister-Neumann mit einer beachtlichen Eigentorbilanz,
frisch von der Reservebank Ross-Luttmann, bislang ohne Ballkontakt und trotzdem verdächtig abseitsgefährdet
der völlig übermotiviert spielende Busemann, auf dem Platz nicht so erfolgreich, aber nach dem Spiel immer der erste am Mikrofon
und natürlich Möllring; vor dem Spiel sitzt er noch im Kassenhäuschen und erhöht die Preise, und dann schraubt er sich die angeschliffenen Stollen unter. Gefällt sich vor allem selbst mit seiner regelwidrigen Spielweise
last but not least: die labilen Doppel-Liberos Hirche und Sander, zwei Schwalbenkönige, denen ihr Teamchef sogar noch in der Halbzeitpause die Spielregeln erklären muss.
Das Vereinsmotto haben sie offensichtlich von Andy Möller übernommen. Der hat ja mal gesagt: „Vom Feeling her habe ich ein gutes Gefühl.“

Es gibt noch Jugendliche, die sich für Politik interessieren. Auf der Humboldtschule organisierten die Schülerinnen und Schüler einen „Tag der Politik“ und luden hierzu die Jugendverbände der niedersächsischen Landtagsfraktionen ein. Auch die GRÜNE JUGEND Hannover war dabei.

Politisches Interesse bei Jugendlichen sollte gefördert werden. Im Rahmen der Projektwoche der Humboldtschule hat dies verblüffend gut geklappt. Um halb 9 standen die Informationsstände der einzelnen Verbände in der Pausenhalle der Schule. Nur 4 Fraktionen waren eingeladen: Die Junge Union (JU), die Jungen SozialistInnen (Jusos), die Jungen Liberalen und die GRÜNE JUGEND. Solid, die parteinahe Jugendorganisation der Linkspartei.PDS war nicht eingeladen worden. Die OrganisatorInnen hatten sich an den Fraktionen des Landes Niedersachsen orientiert. „Bedauerlich“, findet Janko Marklein, Mitglied der GRÜNEN JUGEND Hannover, „Die Linkspartei.PDS ist doch immerhin als Oppositionspartei im Bundestag eine etablierte Partei und sie nicht einzuladen beeinflusst einseitig das Wahlverhalten der Schülerinnen und Schüler! Wir hätten den Konkurrenzkampf mit Solid nicht gescheut.“
In der Tat fehlte es beim „Tag der Politik“ nicht an linken und progressiven Ideen. Die GRÜNE JUGEND Hannover vertrat ihre Positionen und warb am Infostand für ihre Vorstellungen zukunftsfähiger Politik. Jede Jugendorganisation bekam die Möglichkeit sich kurz vorzustellen. In der Aula versammelten sich hierzu die oberen Jahrgänge der Schule und versuchten sich einen Überblick über die Unterschiede der Gruppen zu machen.. Außerdem wurde das Konzept der Kommunalwahl erklärt, sehr sinnvoll, da viele der SchülerInnen bei der nächsten Wahl mitwählen dürfen.
Das Highlight des Projekttages war dann eine Podiumsdiskussion. VertreterInnen der einzelnen Jugendverbände diskutierten über die Themen Studiengebühren, Atomausstieg und Bildungsreform. Dabei bildeten sich zwei Lager heraus. Mit den Jusos gab es bei nahezu allen Inhalten große Übereinstimmungen, während ein gemeinsamer Konsens mit den Positionen der Jungen Union oder den Jungen Liberalen in keinem Themenfeld gefunden wurde. Während die JU und die Julis Studiengebühren unter bestimmten Voraussetzungen für sinnvoll halten, trat der junggrüne Sven-Christian Kindler energisch gegen Studiengebühren ein, „Bildung ist ein universelles Menschenrecht! Es kann nicht sein, dass die Entscheidung zu studieren vom Geldbeutel der Eltern abhängt!“ Auch am Atomausstieg möchte er festhalten: „Je schneller desto besser! Es ist unverantwortlich, strahlenden Müll für hunderte von Generationen nach uns zu schaffen. Außerdem wird auch das Uran vermutlich nur noch höchstens 50 Jahre auf der Erde vorhanden sein. Der einzige Weg aus diesen Abhängigkeiten raus zukommen sind die regenerativen Energien.“ Bei der Diskussion um eine umfassende Bildungsreform hält die GRÜNE JUGEND an ihren Ideen zur Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems fest. Die PISA-Studie hat sie hier mit der klaren Empfehlung zur Gesamtschule bestätigt.
Am Ende hatten die Schülerinnen und Schüler noch selbst Gelegenheit Fragen an die verschiedenen VertreterInnen zu stellen und abschließend fand noch eine Wahl statt. Die GRÜNE JUGEND ist hier draus als zweitstärkster Jugendverband mit 36 Stimmen von 110 – nach den Jusos (40 Stimmen) – hervorgegangen. Dritter wurde die Junge Union mit 22 Stimmen und die Julis landeten – weit abgeschlagen mit 5 Stimmen auch hinter den „Sonstigen“ – auf dem ehrenvollen letzten Platz. Die GRÜNE JUGEND gratuliert!
Für uns war die Wahl mit diesem Spitzenergebnis ein großer Erfolg. Damit hatte Rot-Grün eine klare 2/3-Mehrheit. Das gilt es nun bei der Kommunalwahl im September zu sichern.

Zu Niedersachsens Rückzug aus dem Schulreformprojekt „Reformzeit“ erklärt der Vorstand der GRÜNEN JUGEND Region Braunschweig:

„Wir sind empört, dass mit Niedersachsens Rückzug aus dem Schulreformprojekt „Reformzeit“ die Braunschweiger IGS Franzsches Feld daran gehindert werden soll, andere niedersächsische Schulen von ihrer guten Arbeit profitieren zu lassen. In jahrelanger Arbeit sind an dieser Schule besondere Konzepte entstanden, um lernschwache SchülerInnen individuell fördern zu können und dabei ihre Lernleistung und ihr Sozialverhalten zu verbessern. Dies ist durch die Einladung an die Schule durch die Robert-Bosch-Stiftung und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung an „Reformzeit“ teilzunehmen, eindrucksvoll anerkannt worden.
Niedersachsens Rückzug aus dem Projekt, da es nicht durch Gesamtschulen vertreten werden will, erscheint vor diesem Hintergrund nicht nur unverständlich, sondern bildungs-sowie kinder- und jugendfeindlich. Durch die Teilnahme der IGS Franzsches Feld wären dem Land keine Nachteile entstanden, auch Schulen im dreigliedrigen System hätten von der Arbeit einer Gesamtschule profitieren können und sollen. Doch stattdessen leistet Kultusminister Busemann einen weiteren Offenbarungseid: Lieber sollen lernschwache Kinder weiter im bisherigen System untergehen, als dass ihnen durch Ideen einer Gesamtschule geholfen wird.
Wir fordern den Kultusminister auf, den Rückzug aus dem Projekt „Reformzeit“ umgehend rückgängig zu machen und besonders guten Schulen nicht länger Steine in den Weg zu legen. Sollte es sich die niedersächsische Landesregierung nicht noch einmal anders überlegen, legen wir Busemann nahe, sich noch einmal über seinen Auftrag als Schulpolitiker Gedanken zu machen: Ein Kultusminister dem eigene ideologische Vorstellungen wichtiger sind, als die Unterstützung erfolgreicher Arbeit in erfolgreichen Schulen, ist für die SchülerInnen Niedersachsens gefährlich.“
Für Nachfragen zur obigen Pressemitteilung steht Ihnen Ole Hilbrich (Sprecher der GJRBS) unter 0176/28001983 zur Verfügung.
GRÜNE JUGEND Braunschweig
Kohlmarkt 7
38100 Braunschweig
gjbsvorstand@yahoogroups.com
www.gj-bs.de

Am Freitag, den 18.1.06, fand in Buchholz/Nordheide im Stadtteil Dibbersen eine Vorabiparty des Wirtschaftsgymnasiums und des Gymnasiums Gesundheit und Soziales statt.
Kurz vor 01:00 nachts stürmte allerdings die Polizei die bis dahin fröhliche und friedliche Feier, um die Einhaltung der Jugendschutzgesetzte zu kontrollieren – so gesehen nichts besonderes, wäre die Polizei nicht mit 12 Einsatzwagen angerückt, bewaffnet mit Knüppeln, die, so ein Augenzeuge gezückt wurden, sollten die anwesenden Jugendlichen nicht zur Kooperation bereit gewesen sein. Außerdem seien die PolizistInnen mit Ganzkörperpanzerung ausgerüstet gewesen.
Die 45 BeamtInnen, so eine weitere Augenzeugin, seien unausgesprochen unfreundlich gewesen und hätten in herrischem Ton auf sich aufmerksam gemacht. Auch seien Arme weggestoßen worden.
Nach mehreren Stunden war die Polizeiaktion beendet und mehrere Minderjährige abtransportiert.
Das gesamte Verhalten erinnert mehr an die iranische Sittenpolizei als an einen Rechtsstaat, der sich gerade dadurch auszeichnet, dass Verhältnismäßigkeit herrscht. Ist ein Großeinsatz von Nöten, um eine Abifeier auf die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes hin zu kontrollieren? Verhältnismäßigkeit lässt sich nur schwer nachvollziehen. Es drängt sich das Bild einer Repression auf, mit dem Ziel ein Exempel zu statuieren.
Die gesamte Aktion passt perfekt in das Bild der niedersächsischen Polizei, die in letzter Zeit häufiger auffiel – sei es das Verhalten der Polizeikräfte in Braunschweig oder unrechtmäßiger Freiheitsentzug in Gorleben.
Auch zeigen die Innenministerien häufig eine Haltung jenseits rechtsstaatlicher Verhältnisse – obdachlosenfreie Innenstädte zur WM (wie es der Hamburger Innensenator vorsieht) sind nur das neueste Beispiel; sperren „wir“ dann bald „unsere Asozialen“ wieder weg?
Es ist traurig, wenn das Bild der BeamtInnen, die im täglichen Leben den Menschen in diesem Land helfen sollen und auch wollen, durch ein solches Fehlverhalten ins falsche Licht gerückt wird. Ein solcher Überfall erzeugt starke Aversionen gegen die Polizei im Allgemeinen und kann nur imageschädigend sein.
Eine andere Frage, die sich mensch berechtigt aufdrängt, ist, wie denn die WM in Deutschland ablaufen soll: Polizei an jeder Straßenecke, nach Wunsch einiger PolitikerInnen auch mit Unterstützung der Bundeswehr, die nur wartet, damit sie einen „starken Staat“ präsentieren kann? Das kann nicht das Ziel einer Kampagne „Zugast in Deutschland“ sein…
Mit einer solchen Politik wandelt sich das Bild der Polizei vom ohnehin beschädigten Image „FreundIn und HelferIn“ zur martialischen Knüppelgarde.
Da auch Frau Silvia Seeler, MdL und Alterspräsidentin des Landtags, mit der Absicht eine solche Aktion aus der Nähe zu betrachten, vor Ort war und trotz der Situation nicht einschritt, fordern wir von Ihr eine öffentliche Darstellung und Entschuldigung, da sie tatenlos zusah, wie sich Schünemanns Politik und Polizeirepression auf die Menschen im Alltag auswirkt. „Sie als Oppositionspolitikerin, Frau Seeler, können doch eine solche Politik weder tolerieren, noch akzeptieren. Solche Vorfälle stehen in einer langen Linie – Braunschweig (Wasserwerfer in den Rücken der Menschen der AntifaschistInnen, Einkesselung großer Menschenmengen,…), dem Castortransport und jetzt eben dieser übertriebene Einsatz in Buchholz zeigen nur, wie falsch die Innenpolitik der Atom- und Überwachungsstaatskoalition aus Hannover ist. Es scheint als habe die SPD generell mehr „Schily-Tendenzen“ als angenommen. Wir hingegen aber wollen keine Knüppelgarde und SittenwächterInnen, sondern FreundInnen und HelferInnen“, so Andreas Doser, Sprecher der gruenen jugend buchholz/harburg-land.
Deeskalation scheint aus der Polizeisprache gestrichen worden zu sein.
Aus diesem Grund versuchen wir in nächster Zeit eine Initative „Keine Knüppelgarde!“ ins Leben zu rufen, um uns für bessere, sinnvollere und effektivere Innenpolitik und Polizeipolitik, zu der auch die Lohnsituation der BeamtInnen zählt oder das Recht auf Ohrring und Pferdeschwanz, einzusetzen.

Die GRÜNE JUGEND Niedersachsen (GJN) spricht sich gegen einen unüberlegten Kaufrausch vor Weihnachten aus.

Jedes Jahr werden in der Vorweihnachtszeit Unmengen von Geld für Geschenke ausgegeben. Dies ist allgemein zu befürworten, da das „Weihnachtsgeschäft“ die Wirtschaft ankurbelt und der Geschäftswelt gut tut. Die GJN, jedoch, setzt sich dafür ein, dass der weihnachtliche Kaufrausch auch mit Bedacht ausgelebt wird, indem darauf geachtet wird, was mensch konsumiert. Das, was die meisten Menschen in Deutschland an Weihnachten schätzen ist die besinnliche Stimmung, die Entspannung und das Gefühl der Ruhe. Es darf jedoch nicht vergessen werden, dass es auch an anderen Orten dieser Welt Menschen gibt, die sich erhoffen, ihr Leben mehr genießen zu können. Mehr noch als durch Spenden kann mensch durch ein achtsames Geschenkekaufen denjenigen helfen, die es sich nicht leisten können, ein ruhiges und stressfreies Weihnachstfest zu erleben.
Neben Marken, die ökologisch produzieren (z. B. Bio – Siegel) oder fair handeln (z. B. Fair Trade – Siegel) sollten auch Geschäfte angesteuert werden, die allgemein darauf achten, im Weihnachsgeschäft nicht nur auf unachtsame KundInnen zu setzen. Wer sich Bücher wünscht kann ja mal bei www.Bookzilla.devorbeischaun, wer sich eine neue Hose oder einen Pullover wünscht findet bestimmt etwas bei www.LamuLamu.de oder im Second Hand Laden. Es gibt für fast alle Bereiche sowohl des alltäglichen, alsauch des Weihnachstskonsums die Möglichkeit, sich ökologisch und sozial zu verhalten.
Die Weihnachtszeit zu genießen und Kraft zu sammeln ist eine in unserer Gesellschaft tief verwurzelte Tradition und solche Traditionen sind durchaus positiv zu bewerten, solange sie auf einem Gemeinschaftsgefühl und interkultureller Solidarität aufgebaut sind. Nicht nur Menschen, die in Deutschland leben sollen profitieren können, ganz gleich ob sie ihrer Kultur nach das gleiche Fest begehen wie wir, sondern auch Menschen außerhalb unseres Gesichtsfeldes haben völlig zu Recht ein Interesse an einer Teilhabe. Deswegen darf es nicht sein, dass aus dem Fest der Liebe das Fest der Ausbeutung und der unterschwelligen sozialen Kälte wird
Ihr habt als KonsumentInnen die Macht darüber, was wie und wo produziert wird. Nutzt diese Macht!
Wir wünschen also allen ein frohes Fest. Lasst es euch gut gehen und euch reich beschenken – und zwar mit den richtigen Geschenken, damit auch andere etwas vom Fest der Liebe haben.
Euer Landesvorstand

Der Tag der Menschenrechte findet am 10. Dezember 2005 statt. Es ist der Gedenktag zur allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, welche am 10.12.1948 von der UN durch die Generalversammlung verabschiedet wurden.
Der Internationale Tag der Menschenrechte ist ein wichtiger Tag, gerade in der heutigen Zeit, in der Geheimgefängnisse, Folter und Terror die Gesellschaft ermüden, wo die USA sich eine Musterdemokratie nennen und ihre eigenen Regeln missachten. Vielerorts werden Menschenrechte mit Füßen getreten. Der Kampf gegen den weltweiten Terror darf keine Entschuldigung für die Missachtung der Menschenrechte sein. Die Bundesregierung ist in der Pflicht, Menschenrechte umzusetzen, über deutsche Grenzen hinweg für deren Umsetzung zu stehen und sie nicht gegen die Sympathie einiger Großmächte einzutauschen. Die Aussage von Kanzlerin Merkel, Deutschland müsse sich an „internationale Regeln halten“ ist zwar inhaltlich zu brgüßen, aber dies sind nunmal nur Worte und der Koalitionsvertag der schwarz-roten Regierungskoalition vernachlässigt diesen Punkt. Im Falle eins Bruches der Menschenrechte etwas zu tun und nicht zugunsten wirtschaftlicher Träumereien zu schweigen wäre ein großer Erfolg. Ebenso müssen die Missstände in anderen Ländern wie Tschetschenien und in China kritischer und Öffentlicher angesprochen werden als die Rot- grüne Regierung es getan hat.
Zu dem Besuch von US-Außenministerin Condoleezza Rice sagt Sascha Reckermann aus dem Landesvorstand der Grünen Jugend: „Zu sagen wir heißen das für nicht gut reicht uns nicht. Wir wollen, dass so etwas wie die CIA – Flüge nicht mehr geschieht. Den Kampf gegen den Terror haben wir jetzt schon verloren wenn wir uns über unseren demokratischen Rechtsstaat stellen.“
Die GRÜNE JUGEND Niedersachsen ruft auf, den Tag der Menschenrecht nicht im Alltag untergehen zu lassen. Wir alle müssen die Augen öffnen und nicht wegschauen damit es in Zukunft keine Zwischenfälle mehr gibt, bei denen Menschen aufgrund der deutschen Politik zu Schaden kommen.

Letzte Woche (Di. denn 06.12) traf sich die GRÜNE JUGEND (GJ) in Leer zu einem überRegionalen Treffen „Niedersachsen Nordwest“. Das Ziel des Treffens war es sich noch besser Kennenzulernen und stärker zu vernetzen. Um zukünftig gemeinsame Aktionen besser zu koordinieren hat die GJ eine Arbeitsgruppe gegründet. Die AG der GJ „Niedersachsen Nordwest“ besteht aus: Stephan Friebel und Benny Schwamm (GJ Oldenburg), Kea Müttel (GJ Leer) und Miro Akkermann (GJ Aurich). Mithilfe dieser AG (in Kooperation des Landesvorstandes der GJ Niedersachsen) möchte die GJ die Kontakte und Zusammenarbeit der einzelnen Ortsgruppen in dieser Region fördern und ausbauen. In naher Zukunft strebt die AG die Gründung eines Regionalverbandes „Niedersachsen Nordwest“ (GJ) an. Als erste gemeinsame Aktion verteilte die GJ am 9.12 und 10.12 u.a. in Norden, Leer, Oldenburg Informationsbroschüren zum Thema: Gegen Kinderarbeit der Internationalen Spielzeugindustrie. Was von den meisten Passanten interessiert aufgenommen wurde. Am 10.12 war der „Internationale Tag der Menschrechte“. Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass sehr viel von dem Spielzeug, was in Deutschen Geschäften zu kaufen ist, in Ländern wie China hergestellt wird, wo auch oft Kinder unter schlechten Bedingungen arbeiten müssen.

Kosovo-Krieg, eine einzige große Lüge oder die Verhinderung eines Genozids? Diese Frage stellen sich immer noch viele Mitglieder der GJ, weswegen sich die GRÜNE JUGEND Hannover entschlossen hat, ein Seminar vom 9. bis zum 11.12.2005 in Verden zu diesem Thema zu machen.

Zum Einstieg in diesen doch recht komplizierten Themenkomplex wurde am Freitag der Film „Es begann mit einer Lüge“ gezeigt, der hauptsächlich die Bedeutung der Medien und die Verfälschung der Kriegsberichterstattung thematisierte. Besonders Sparpings Lügen über den Hufeisenplan oder angebliche KZs wurden widerlegt. Am Abend wurde dann noch recht verhalten und zivilisiert gefeiert.
Am Samstag erzählte zuerst Dr. Burkhard Luber von der Friedensstiftung „Die Schwelle“ etwas über den historischen Hintergrund. Dabei erzählte er vom Verlauf der Geschichte des Kosovo vom Osmanischen Reich bis zum Ausbruch des Krieges 1999. Später berichtete uns Pia Kohorst, Referentin des Grünen Fraktionsvorstandes in der Hamburger Bürgerschaft, vom Kriegsverlauf und der Rolle der Medien hierbei. Sie sprach vor allem von den komplizierten Vorgängen die dieser Konflikt mit sich brachte.
Danach folgte eine Podiumsdiskussion mit Marion Keppler, Ex-Grüne Pazifistin, die sich damals in der LAG Frieden und Internationales engagierte, und Michael Pelke, Ex-Maoist, und aktuell Vorsitzender des KV Hannover-Stadt, über das Pro und Contra dieser Intervention und die damalige, sowie die heutige Sicht der Grünen dazu. Mensch bekam einen guten Einblick in die Sichtweise beider Seiten, worauf eine interessante Diskussion mit Fragen aus dem Publikum folgte.
Der Samstagabend war dann auch noch interessant. Wir feierten und einige TeilnehmerInnen besuchten ein Punkkonzert im nahe gelegenen unabhängigen Jugendzentrum.
Am Sonntagmittag erzählte Georgia Langhans, migrationspolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion, über die derzeitige Situation im Kosovo. Es folgte eine abschließende Diskussion zum Thema, indem über das persönliche Für und Wieder der ersten Kriegshandlung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg geredet wurde.
Hierzu gibt es auch eine Galerie mit weiteren Bildern im Menü unter Aktuelles / Galerie

In der Nacht zum Sonntag wurde am Braunschweiger Bahnhof von unbekannten ein Transparent gegen die Bahnpreiserhöhung befestigt.

Die GRÜNE JUGEND Braunschweig (GJBS) begrüßt die Aktion Unbekannter, die in der Nacht auf Sonntag (11.12.2005) ein Transparent mit der Aufschrift „Nein zu höheren DB-Preisen!“ am Vordach des Braunschweiger Hauptbahnhofs befestigt haben. Wir teilen die offensichtliche Auffassung der AktivistInnen, dass die Erhöhung der Preise im Nah- und Fernverkehr Bahn fahren unattraktiver macht und dringend benötigte KundInnen abschreckt.
Auch wenn die Bahn als gewinnorientiertes Unternehmen geführt werden soll, darf sich die Politik im konkreten Fall nicht aus der Verantwortung stehlen, indem sie die Preiserhöhungen widerspruchslos akzeptiert: Erstens zeigen die aktuell diskutierten Expansionspläne der Bahn, dass sich diese längst nicht mehr auf ihr Kerngeschäft im Personen- und Gütertransport konzentriert, sondern vielmehr anstrebt ein branchenübergreifend konkurrenzfähiges Logistikunternehmen zu werden. Eine solche Entwicklung mag zwar den Marktwert einer Deutsche Bahn AG steigern, liegt aber keineswegs im Interesse der auf Mobilität in öffentlichen Verkehrsmitteln angewiesenen Bevölkerung. Zweitens muss die Bahn endlich von Wettbewerbshemmnissen gegenüber anderen Verkehrsmitteln befreit werden: So ist die Bahn durch eine höhere Mehrwertsteuer auf Bahntickets und eine höhere Kraftstoffbesteuerung gegenüber dem Flugverkehr benachteiligt.
Als Gestalterin von ökologischer und sozial gerechter Verkehrspolitik und verantwortliche Eigentümerin der Bahn muss die Bundesregierung endlich die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um dieses Verkehrsmittel attraktiver zu machen: Eine gestärkte Bahn liegt nicht nur im Interesse der Umwelt sondern auch finanzschwächerer Bevölkerungsgruppen wie junger Menschen, Familien, RentnerInnen und Arbeitssuchende.“
Die Bahnpreiserhöhung vom 10. auf den 11.12.2005 ist die dritte Erhöhung seit April 2004 und bedeutet Aufschläge beim Kauf von Tickets für den Nah- und Fernverkehr sowie Bahncards von durchschnittlich 2,9 %.

Am dritten Adventswochenende und somit passend zum bevorstehenden Weihnachts- (geschenke)fest planen die Grüne-Jugend- Ortsgruppen Leer, Aurich, Norden und Oldenburg in ihren Städten Aktionen/Stände zum Thema „Spielzeug“ und den – v. a. in Ländern wie China – oftmals prekären arbeitsrechtlichen Bedingungen seiner Herstellung durchzuführen. Zu diesem Zweck wurde ein Flyer erstellt, der Hintergrundinformationen über häufig festzustellende Missstände in ostasiatischen Spielzeugfabriken liefert (Kinderarbeit; überlange Arbeitszeiten; kein gewerkschaftlicher Schutz, Unterschreitung der jeweiligen gesetzlichen Mindestlöhne; etc.).
Daneben wird über die Tätigkeiten und Maßnahmen des ICTI (International Council of Toy Industries) berichtet, diesen Verhältnissen zu begegnen. Nach lang anhaltenden und heftigen Protesten seitens asiatischer und europäischer Nichtregierungsorganisationen rang sich der Weltverband Mitte der neunziger Jahre zu einem branchenbezogenen Arbeitskodex durch, der jedoch zunächst nicht mehr war als eine unverbindliche Selbstverpflichtung, der die Herstellungsstätten folgen konnten. Nach anhaltender Kritik legte der ICTI im Jahr 2001 seinen Verhaltenskodex in überarbeiteter Fassung vor und beschloss im darauf folgenden Jahr einen weltweiten Prüfungsprozess zu seiner Umsetzung einzurichten. Da etwa drei Viertel der weltweiten Spielzeugproduktion in China stattfindet, wurde dort 2003 mit dem Aufbau dieses so genannten ICTI-CARE-Prozesses begonnen. Anfang 2004 bekamen die ersten chinesischen Hersteller ihre Zertifikate ausgehändigt, mit denen der Weltverband bestätigt, dass diese die Vorschriften des ICTI-Kodexes (u. a. Verbot von Kinder-, Zwangs- und Gefangenenarbeit; Einhaltung der gesetzlichen Arbeitszeit; Bekanntgabe der Standards an die Belegschaften in der lokalen Sprache; etc.) einhalten.
Die Situation scheint sich also langsam zu bessern, auch wenn mensch noch nicht „Entwarnung“ geben kann. Um bei den anstehenden Weihnachtseinkäufen sicher zu gehen, wurde von den Ortsgruppen eine „White List“ erstellt, auf welcher unbedenkliche Hersteller von Kinderspielzeug (auch solche, die hauptsächlich in Europa und nach akzeptablen Standards produzieren) aufgeführt sind. Diese Liste soll neben dem Flyer an geneigte VerbraucherInnen verteilt werden.
-Benny Schramm, Sprecher GRÜNE JUGEND Oldenburg-